3.4

So finster die Nacht

von John Ajvide Lindqvist

Format:Softcover

Im tristen Stockholmer Vorort Blackeberg Anfang der 1980er-Jahre lebt ein Vampir, der aussieht wie ein kleines Mädchen. Und der 12-jährige Oskar, das dickliche Mobbing-Opfer, freundet sich mit diesem an. - Horror-Roman.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
Softcover
Erschienen an: 2007

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.4(9 ratings)
Raphaela Rezension von Raphaela

Ich hatte das Buch seit dem Hype um die Verfimung auf meiner Wunschliste. Da mein erstes Leseerlebnis von Lindqvist allerdings nicht so berauschend war, habe ich lange gezögert. "So finster die Nacht" ist um Welten besser und unterhaltsamer als "Handling the Undead", aber es ist halt immer noch extrem skandinavisch. Will sagen, es ist düster, kalt, bedrückend, grau, depremierend... sowohl die Settings, wie die Story, wie auch die Charaktere. Es ist keine Geschichte über eine Liebe, die aus dem Grau rettet, es ist keine Geschichte, über eine wunderbare Freundschaft. Es ist düster und bedrückend und das ist auch gut so. Wirklich störend ist allerdings das Erzähltempo. Das Buch zieht sich an vielen Stellen endlos hin, führt unzählige Charaktere und Gruppen ein und plätschert oftmals gefühlt ziellos vor sich hin. An den Stellen an denen Lindqvist dann wirklich ins Horrorthema eintaucht, wird es spannend und teilweise auch sehr derb. Alles in allem ist es ein spannender neuer Ansatz des Vampirgenres, der hier präsentiert wird, der aber durch die Eigenheiten des Autors sperriger wird, als er sein müsste.

booklover.demianRezension von booklover.demian

Vampierthriller mit einigen Unklarheiten

LizaRezension von Liza

<b>Triggerwarnung:</b> <spoiler><b>Pädophilie, explizite Gewaltdarstellungen</b> Zuallererst in dem Buch kommen Pädophilie sowie explizite Gewaltdarstellungen (auch zwischen Kindern) vor. Wer nichts dazu lesen möchte, macht bitte einen Bogen um dieses Buch.</spoiler> Ich habe das Buch angefangen, ohne genau zu wissen, um was es geht bzw. was es für ein Thema behandelt (abgesehen vom Thriller natürlich). Beim Klappentext stachen mir lediglich die Wörter “blutleer” und “Ritualmörder” in mein Auge. Aber wer zum Teufel hätte denn ahnen können, dass es ein Vampirroman ist?! Ich auf jeden Fall nicht. Sobald ich merkte, dass es in diese Fantasy-Richtung geht, war ich skeptisch. Besonders weil es Jahre her ist, seit ich den letzten Vampirroman gelesen habe (Twilight lässt u. a. grüßen). Aber nicht ohne Grund steht direkt auf dem Cover das ergänzende Wort “Thriller” und dieses Wort hat auch seine Berechtigung. Dieses Buch ist so anders als all die Vampirbücher, die ich bisher gelesen habe. Kalt, brutal und unbarmherzig und trotz des ständigen Kampfes um das blanke Überleben steckt doch auch Herz in der Geschichte. In dem Buch bekommt man die volle Bandbreite von Freundschaft, Erwachsenwerden, Mobbing, verschiedenen Familienverhältnissen und platonischer Liebe geboten. Und man bekommt zwar eine andere Sicht auf Vampire, aber dennoch sind ein paar Klischees enthalten, die auch nötig waren. Wenn der Autor versucht hätte, ein komplett neues Bild von Vampiren zu bauen, wäre das komisch gewesen. Allerdings haben sich ein paar der neuen Aspekte mir nicht ganz erschlossen. <spoiler>Was soll die Sache mit dem Schlafen im Blut?</spoiler> Die Erziehung von Oskars Mutter war etwas fragwürdig. Sie wirkte auf mich wie eine sehr schwache und kindische/ kindliche Person, die sich auch gern mal etwas von ihrem Sohn vorschreiben lässt. Und er ist fucking 12. Manchmal hatte sie ziemlich starke Emotionsausbrüche und reagierte dadurch manchmal sehr übertrieben und unverhältnismäßig. Oskar kann sie in solchen Situationen sehr oft und gut beruhigen. Für 12 Jahre steckt er aber schon in einer sehr krassen Depression, was wahrscheinlich verständlich bei den Erlebnissen ist, aber trotzdem ungewöhnlich. Letztendlich war mir das Buch an vielen Stellen zu detailliert beschrieben, sodass sich manche Passagen sehr lange hingezogen haben. Außerdem waren mir die Dialoge an manchen Stellen zu komisch? Schwierig zu beschreiben, aber manche Gespräche hätte man meiner Meinung nach komplett streichen können. Genauso wie bestimmte Personen, denn teilweise waren es zu viele handelnde Personen. Und die Mobbing-Sequenzen, die beschrieben wurden, waren vielleicht etwas zu übertrieben? Und bitte, was soll das U-Boot? Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch zum Ende hin nicht weglegen, da ich wissen wollte, wie es endet. Der Spannungsbogen zum Ende war sehr gut gemacht, das Ende selbst allerdings war viel zu schnell vorbei und etwas zusammen gepfuscht. Es wirkte als wolle man das Buch nun endlich beenden. Der Epilog war etwas weit hergeholt. Der Junge ist 12.. Letztlich ist es ein solides Buch, aber kein großer Burner.

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