Phantastische NachtBriefe einer UnbekanntenVierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer FrauUntergang eines Herzens-Die Erzählungen von Stefan Zweig sind von äußerster Intimität in Ton und Inhalt/ „Rätselhafte psychologische Dinge“ so bekennt der Autor einmal selbst, „haben über mich eine geradezu beunruhigende Macht. Es reizt mich bis ins Blut, Zusammenhänge aufzuspüren, und sonderbare Menschen können mich durch ihre Gegenwart zu einer Leidenschaft des Erkennenwollens entzünden.“Die in diesem Band vereinten Erzählungen bleiben dem Leser unvergesslich in ihrer Schilderung seltsamer Schicksale. Sie entstanden aus dieser immer bereiten Neugier des Geistes, die Stefan Zweig unablässig lockte, im Wirklichen und Seelischen die Grenzen zu überschreiten und das Leben in seinen unendlichen Verwandlungen zu erforschen.
What's Bookie?
- Free delivery in Germany.
- Find your perfect next read.
- Track to motivate you to read more.
- Connect with people like you.
Phantastische Nacht
By Stefan Zweig
Phantastische NachtBriefe einer UnbekanntenVierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer FrauUntergang eines Herzens-Die Erzählungen von Stefan Zweig sind von äußerster Intimität in Ton und Inhalt/ „Rätselhafte psychologische Dinge“ so bekennt der Autor einmal selbst, „haben über mich eine geradezu beunruhigende Macht. Es reizt mich bis ins Blut, Zusammenhänge aufzuspüren, und sonderbare Menschen können mich durch ihre Gegenwart zu einer Leidenschaft des Erkennenwollens entzünden.“Die in diesem Band vereinten Erzählungen bleiben dem Leser unvergesslich in ihrer Schilderung seltsamer Schicksale. Sie entstanden aus dieser immer bereiten Neugier des Geistes, die Stefan Zweig unablässig lockte, im Wirklichen und Seelischen die Grenzen zu überschreiten und das Leben in seinen unendlichen Verwandlungen zu erforschen.
Popular Reviews(1)
"Sterne glanzten von oben nieder, und ich atmete ihren weißen Gruß. Stimmen kamen singend von irgendwoher, und mir war, sie sangen für mich. Alles gehörte mir mit einem Male, seit ich die Rinde um meine Brust zerstoßen, und Freude des Hingebens, des Verschwendens schwellte mich allem zu. O wie leicht ist es, fühlte ich, Freude zu machen und selbst froh zu werden aus der Freude: man braucht sich nur aufzutun, und schon fließt von Mensch zu Menschen der lebendige Strom, stürzt vom Hohen zum Niedern, schäumt von der Tiefe wieder ins Unendliche empor. " (46) „Doch vermag ich mit Gewißheit zu sagen, daß ich mich zu jener Zeit keineswegs als unglücklich empfand, blieben doch fast nie meine Wunsche unerfüllt und meine Anforderungen an das Leben unerwidert. Aber gerade dies, daß ich mich daran gewöhnt hatte, alles Geforderte vom Schicksal zu empfangen und darüber hinaus nichts mehr ihm abzufordern, gerade dies zeitigte allmählich einen gewissen Mangel an Spannung, eine Unlebendigkeit im Leben selbst. Was sich damals unbewußt in manchen Augenblicken der Halberkenntnis in mir sehnsüchtig regte: es waren nicht eigentlich Wünsche, sondern nur der Wunsch nach Wünschen, das Verlangen stärker, unbändiger, ehrgeiziger, unbefriedigter zu begehren, mehr zu leben und vielleicht auch zu leiden. Ich hatte aus meiner Existenz durch eine allzu vernünftige Technik alle Widerstande ausgeschaltet, und an diesem Fehlen der Widerstände erschlaffte meine Vitalität. Ich merkte, daß ich immer weniger, immer