Penelope – die spartanische Prinzessin gilt als Sinnbild der treu liebenden Ehefrau und Mutter, die jahrzehntelang geduldig die Heimkehr des heldenhaften Ehemanns erwartet. So erzählt es die »Odyssee«, aber ist es auch die Geschichte, die Penelope selbst erzählen würde? Nein, findet Margaret Atwood. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen hält ihre Penelope Rückschau auf ihr Leben, berichtet von der gnadenlosen Konkurrenz mit der hübschen Cousine Helena, von der Zwangsverheiratung mit Odysseus, einem Mann, dem der Ruf vorauseilte, ein Aufschneider zu sein, und den Intrigen und Skandalen am Hofe Ithakas. Ergänzt wird Penelopes Erzählung vom Chor ihrer Mägde, die ihren Dienst mit dem Leben bezahlten und nun nach Gerechtigkeit verlangen.
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Penelope und die zwölf Mägde
By Margaret Atwood, Marcus Ingendaay, Sabine Hübner
Penelope – die spartanische Prinzessin gilt als Sinnbild der treu liebenden Ehefrau und Mutter, die jahrzehntelang geduldig die Heimkehr des heldenhaften Ehemanns erwartet. So erzählt es die »Odyssee«, aber ist es auch die Geschichte, die Penelope selbst erzählen würde? Nein, findet Margaret Atwood. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen hält ihre Penelope Rückschau auf ihr Leben, berichtet von der gnadenlosen Konkurrenz mit der hübschen Cousine Helena, von der Zwangsverheiratung mit Odysseus, einem Mann, dem der Ruf vorauseilte, ein Aufschneider zu sein, und den Intrigen und Skandalen am Hofe Ithakas. Ergänzt wird Penelopes Erzählung vom Chor ihrer Mägde, die ihren Dienst mit dem Leben bezahlten und nun nach Gerechtigkeit verlangen.
Popular Reviews(1)
Grundsätzlich fand ich das Buch gut, insbesondere die grundlegende Struktur. Wie in einem Saphyrenspiel spricht Penelope aus dem Hades über ihr Leben. Als Chor treten die zwölf ermordeten Mägde auf. Lustig ist, dass Penelope aus unserer Zeit heraus über die Vergangenheit spricht und auch einen modernen Ton anschlägt. Das alles gefällt mir gut. Was mir weniger gefallen hat, sind die Klischees und das Frauenbild. Penelope gilt als besonders klug, aber dafür gibt es wenig Beweise. Stattdessen weint sie viel und ist unglaublich neidisch auf Helena. Helena wiederum wird als gewissenloses Starlet dargestellt, die keinerlei Skrupel oder Reue zeigt und auch noch Spaß daran hat, Penelope gegenüber zu betonen, wieviel schöner sie ist als ihre Cousine. Mir hat diese Darstellung von weiblicher Konkurrenz unglaublich gestört und gelangweilt. Sie war so klischeehaft und auch für die Geschichte eigentlich völlig unnötig.