3.8

Nightbitch

von Rachel Yoder

Format:Hardcover

In this blazingly smart and voracious debut novel, an artist turned stay-at-home mom becomes convinced she's turning into a dog. • "A must-read for anyone who can’t get enough of the ever-blurring line between the psychological and supernatural that Yellowjackets exemplifies." —VultureOne day, the mother was a mother, but then one night, she was quite suddenly something else...An ambitious mother puts her art career on hold to stay at home with her newborn son, but the experience does not match her imagination. Two years later, she steps into the bathroom for a break from her toddler's demands, only to discover a dense patch of hair on the back of her neck. In the mirror, her canines suddenly look sharper than she remembers. Her husband, who travels for work five days a week, casually dismisses her fears from faraway hotel rooms.As the mother's symptoms intensify, and her temptation to give in to her new dog impulses peak, she struggles to keep her alter-canine-identity secret. Seeking a cure at the library, she discovers the mysterious academic tome which becomes her bible, A Field Guide to Magical Women: A Mythical Ethnography, and meets a group of mommies involved in a multilevel-marketing scheme who may also be more than what they seem.An outrageously original novel of ideas about art, power, and womanhood wrapped in a satirical fairy tale, Nightbitch will make you want to howl in laughter and recognition. And you should. You should howl as much as you want.

Romance
Hardcover
Erschienen an: 2021

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(6)

3.8(23 ratings)
Oliver GehrmannRezension von Oliver Gehrmann

Eine ehemalige Künstlerin, die auf dem besten Weg zu ihrem Durchbruch war, hat die Kunst zugunsten ihrer Mutterschaft aufgegeben. Sie lebt in einem amerikanischen Vorort, ihr Mann ist ständig auf Geschäftsreise und wenn er am Wochenende nach Hause kommt, ist er so erschöpft, dass er zum Runterkommen erstmal Computer spielen muss. Währenddessen kämpft die Mutter mit den nervigen Mutter-Problemen in unserer Gesellschaft: Ihre Arbeit als Mutter wird kaum als Arbeit anerkannt, andere Mütter überbieten sich mit dem Auftreten nach außen, sehen auf den ersten Blick gepflegter aus als sie, kümmern sich scheinbar besser um ihre Kinder, scheinen weniger erschöpft und gereizt zu sein und sorgen so dafür, dass der Schein der perfekten, unbekümmerten und in ihrer Rolle voll und ganz aufgehenden Mutter nach außen aufrecht erhalten wird. Ihr Mann gibt ihr das Gefühl „Das bisschen Haushalt macht sich von allein…“ und sagt, er würde sich wünschen, die ganze Zeit zu Hause bleiben zu können, und ihr Sohn scheint es ihr besonders schwer zu machen mit seinen Forderungen und Quengeleien. Und mit der Überforderung und der steigenden Wut beginnt die Mutter Veränderungen an ihrem Körper zu spüren. Ihr wachsen Haare an seltsamen Stellen, ihre Zähne fühlen sich spitzer an und an ihrem unteren Rücken scheint eine Art Schwanz zu wachsen: Sie beginnt, sich in einen Hund zu verwandeln. Und mit dieser Verwandlung kommt der Hunger und der animalische Instinkt und eine Stimme in ihr wird lauter: Das Rollenbild der sich für das Kind selbstverständlich aufgebenden, liebenden Mutter muss zerstört werden. Und damit beginnt ein wilder Ritt, ein Befreiungsschlag von Erwartungen und Konventionen und eine zunehmende Solidarisierung (zumindest unter den Frauen, die auch bereit sind, mit dem Status Quo zu brechen.) Zwischendurch müssen aber leider noch einige Tiere auf brutale Weise ihr Leben lassen. Es ist ein feministischer Text, ein weirder und kreativer Text mit großer Lust am Erzählen, ein wütender Text, ein stellenweise witziger Text, einer, der sich permanent an der Grenze zwischen Realität und Fantastik bewegt und der meiner Meinung nach viele der Probleme der konservativen und leider immer noch allgegenwärtigen Sicht auf Mutterschaft auf spielerische und intensive Weise deutlich macht. Die Sprache ist klar und schnell und es liest sich so rauschhaft, wie man es sich vorstellt, auch dank der tollen Übersetzung ins Deutsche von Eva Bonné. Ich fand das sehr erfrischend und unterhaltsam und gleichzeitig informativ und anregend. Zwischendurch hat es für mich etwas an Fahrt verloren, bevor der Gang zum Ende wieder hochgeschalten wurde und hin und wieder wurde mir neben den kritischen metaphorischen Ansätzen, die im Text stecken, leider zu oft erklärt, was genau da gesellschaftspolitisch gemeint ist (trust your readers!), aber sonst ein wirklich wunderbar wütendes Buch.

LauraRezension von Laura

Equally confusing and entertaining. Rachel Yoder writes the story of a mother who experiences modern motherhood in all of its worst facets. Being left home alone by her man and isolated from everything she had planned for her life, she spends endless nights trying to make her son fall asleep. In this depressing setting the author finds a heavily figurative and radical way to express feminist rage that can no longer be tamed. How this is all connected to the art scene, magical anthropology, herb sales and pyramid schemes is something I'm still processing and which will probably keep me up at night but I kind of loved reading this.

Lena SchalentierRezension von Lena Schalentier

Das hat richtig Spaß gemacht. Die eine Szene mit der Katze (if you know, you know) zu lesen, während der eigene Kater friedlich auf meinem Schoß schnurrt, war ne Erfahrung, aber dieses Bestialische war indirekt ansteckend und empowernd. Ob ich das Ende mag, weiß ich allerdings nicht…

Aindrea Rezension von Aindrea

Rachel Yoder, how did you do it? I want to hug you and shake your hand and thank you for writing a book like this. Somehow in the same pages, Yoder manages to paint with golden buttery language the deep love and wonder to be found in early motherhood, so sweet that it squeezed my heart, alongside the anger, violence, frustration, and devastation of identity loss as a result of the former. Perhaps it’s because I related so deeply (apart from the violent canine aspects, which didn’t bother me at all and I didn’t find as bad as some other reviews lead you to believe they may be), but I’ve never felt this way about a book before. A book is art, and this book discussed art in a visceral way, and I didn’t know how much I needed to see a journey into motherhood like mine turned into art. This is a deeply important book for all mothers because it tells us in a way that our mothers and grandmothers and mom friends don’t that you are not weird and you are not alone for the messy web of emotions you feel about your place in this world. I will be thinking about this book for years, and will be reading it again. It has left me looking at the world, and myself, in a different way. And I needed that.

sunaRezension von suna

ahhh ich habe soo viele gedanken zu „nightbitch“ von rachel yoder! der roman, der sich auf surreale weise mit dem thema mutterschaft, kunst und carearbeit beschäftigt, hat mich beim lesen gefesselt und mir großen spaß bereitet! aber je länger ich im nachhinein über die einzelnen aspekte des buches nachgedacht habe, desto mehr kritikpunkte haben sich entwickelt. zuallererst hätte „nightbitch“ für mich deutlich besser als kurzgeschichte funktioniert, denn so hatte ich nach dem ersten drittel das gefühl, die geschichte war auserzählt und die motive wiederholten sich. auch die flachen charaktere hätten dann gewollter gewirkt und mich nicht so gestört wie hier auf die dauer. was mich dann noch bei der stange gehalten hat, war der schock faktor, auf den die autorin immer wieder setzt und so bin ich schon in einen lesesog geraten. das thema weibliche wut, das zentrales motiv dieses debuts ist, liegt mir sehr am herzen und hätte für mich noch viel extremer, messier, um sich schlagender sein können. für mich waren der roman und die protagonistin vor allem gegen ende hin doch zu angepasst. „nightbitch“ hat bei mir hohe erwartungen geweckt, die der roman aber leider nicht ganz erfüllen konnte. wer trotzdem nach ähnlichem lesestoff sucht, dem empfehle ich „bunny“ von mona awad, „her body and other parties“ von carmen maria machado oder „lapvona“ von otessa moshfegh!

Ähnliche Bücher

Naoise Dolan

Micah Nemerever

Eliza Clark

Jean Kyoung Frazier

Maria Adelmann

Alissa Nutting

Mikhail Bulgakov