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Missbrauch, Macht & Medien

von Juliane Löffler

Format:Hardcover
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Was sich 7 Jahre nach #MeToo in Deutschland verändert hatDie preisgekrönte Journalistin Juliane Löffler führt uns hinter die Kulissen ihrer investigativen Arbeit: Sie erklärt, wie Recherchen über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt ablaufen und was es bedeutet, sich mit Vorwürfen gegen oftmals mächtige Männer an die Öffentlichkeit zu wagen. Dabei wird klar, wie viel Mut Betroffene und Journalist:innen immer wieder aufbringen müssen und wie schwer es ist, gesellschaftliche Backlashs und hartnäckige Narrative von Schuld und Scham zu überwinden. Auf Basis zahlreicher Fälle und Interviews mit Betroffenen und Expert:innen offenbart Löffler die dahinterliegenden Strukturen. Sie zeigt, wie MeToo seit 2017 zu einer globalen Bewegung wurde, unseren gesellschaftlichen Diskurs verändert und ein neues Bewusstsein geschaffen hat. Doch ihre Analyse beleuchtet auch die Risiken von MeToo und verdeutlicht zugleich, wieso Systeme von Machtmissbrauch in Deutschland bis heute fortbestehen.

History, Humanities & Society
Hardcover
Erschienen an: October 23, 2024

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Aktuelle Rezensionen(2)

5.0(2 ratings)
LaraRezension von Lara

Ein unbeschreiblich wichtiges Buch, das vielschichtig über #MeToo aufklärt und bildet. Viele tiefjournalistische Einblicke, über die Arbeit der Autorin. Ich kann es jeder empfehlen zu lesen!🤍

LiteraturentochterRezension von Literaturentochter

»[MeToo] Betroffene und mutmaßliche Betroffene sind selbstbewusster geworden, zunehmend fordern sie mehr Platz, Aufmerksamkeit und Gerechtigkeit in der Öffentlichkeit ein – nicht nur über etablierte Medien, sondern auch selbstständig, über soziale Netzwerke. Auch die Presse nimmt das Thema sehr viel ernster als noch vor einigen Jahren und investiert mehr Recherchekapazität« (S. 20). Juliane Löffler widmet sich in ihrem Buch nicht nur dem aktuellen Stand der MeToo-Debatte, sondern beschreibt die Anfänge von MeToo in Deutschland und den USA. Dabei geht die Autorin auch auf diverse bekannte Fälle ein. Juliane Löffler zeigt auf, wie sich MeToo zu einer sozialen Massenbewegung etabliert hat, die viele Gefühle bei den verschiedenen Akteure:innen auslöst: Schuld, Scham, Macht, sowie Ohnmacht, Überlegenheit, Erniedrigung, Mut und den Wunsch nach Gerechtigkeit. Die Basis für dieses Buch bilden Notizen, Audioaufnahmen und Dokumente, die die Autorin bereits durch vergangene Recherchen gesammelt hatte. Außerdem greift sie auf zahlreiche Artikel und Bücher von Kolleg:innen und Expert:innen zurück. Für dieses Buch führte Juliane Löffler auch gezielt Interviews mit Expert:innen. Doch nicht nur Zahlen und Fakten finden einen Weg in den Text, die Autorin bringt der Leser:innenschaft auch die journalistische Arbeit näher. Juliane Löffler berichtet über sachlich über ihren Berufsalltag als Journalistin, ihren persönlichen Werdegang und die Strukturen in der Medien- bzw. Presselandschaft. Der Schreibstil ist sachlich und doch kochen in mir die Emotionen beim Thema MeToo hoch. Viele der aufgegriffenen Beispiele und die damit verbunden rechtskräftigen Urteile lösen in mir blanke Wut und Empörung aus. Was mir besonders positiv aufgefallen ist – Juliane Löffler verwendet beim Schreiben eine sehr inklusive Schreibweise und Betrachtungsart. »Die MeToo-Bewegung entwickelt sich nicht linear, mitunter sind ihre Auswirkungen paradox. Es soll Gewalt bekämpft werden, und es wird neue Gewalt ausgelöst. Sie verschafft mutmaßlichen Betroffenen Gehör, doch die werden öffentlich härter angegriffen den je« (S. 208). Ob die MeToo-Bewegung Fortschritt oder Rückschritt für unsere Gesellschaft ist, da möchte sich die Autorin abschließend nicht festlegen. Insgesamt wird jedoch deutlich, dass wir uns häufig in einem Spannungsfeld aufhalten. Was als Aussprechbar gilt muss immer wieder neu verhandelt werden. Neben der Gesellschaft selbst, schaffen hier Presse und Politik einen Rahmen. Die Wünsche und Ansichten könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein! Die Autorin und Journalistin Juliane Löffler schreibt in ihrem Buch »Missbrauch, Macht & Medien. Was #MeToo in Deutschland verändert hat« nicht nur über die MeToo-Debatte, sondern auch über die herrschenden Strukturen in der Presse- und Medienlandschaft – ein absolut lesenswertes Buch.

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