Lempi, das heißt Liebe
von Minna Rytisalo
Der junge Bauernsohn Viljami hat sich in Lempi, die Tochter des Ladenbesitzers aus der kleinen Stadt Rovaniemi in Lappland, verliebt. Hals über Kopf heiraten sie, und Lempi, der das Landleben fremd ist, zieht zu Viljami auf den Hof. Um sie zu entlasten, stellt ihr Mann die Magd Elli ein, die insgeheim selbst gern an seiner Seite wäre. Nach einem einzigen glücklichen Sommer wird Viljami 1943 zum Kriegsdienst eingezogen. Als er zurückkehrt, ist die Stadt zerstört und Lempi verschwunden. Dass sie wie ihre Zwillingsschwester mit einem Offizier nach Deutschland gegangen sei, kann er sich nicht vorstellen. Vielschichtig, emotional und mitreißend erzählt Minna Rytisalo in ihrem Debütroman von der Liebe.
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Lempi, das heißt Liebe
von Minna Rytisalo
Der junge Bauernsohn Viljami hat sich in Lempi, die Tochter des Ladenbesitzers aus der kleinen Stadt Rovaniemi in Lappland, verliebt. Hals über Kopf heiraten sie, und Lempi, der das Landleben fremd ist, zieht zu Viljami auf den Hof. Um sie zu entlasten, stellt ihr Mann die Magd Elli ein, die insgeheim selbst gern an seiner Seite wäre. Nach einem einzigen glücklichen Sommer wird Viljami 1943 zum Kriegsdienst eingezogen. Als er zurückkehrt, ist die Stadt zerstört und Lempi verschwunden. Dass sie wie ihre Zwillingsschwester mit einem Offizier nach Deutschland gegangen sei, kann er sich nicht vorstellen. Vielschichtig, emotional und mitreißend erzählt Minna Rytisalo in ihrem Debütroman von der Liebe.
Aktuelle Rezensionen(2)
Ein Roman über Liebe, Verlust und Erinnerung im 2. Weltkrieg. Aus den Stimmen von Ehemann, Schwester und Magd entsteht das Bild der jungen Lempi – und doch bleibt sie unerreichbar. Rytisalo erzählt leise und zeigt, wie sehr wir andere durch unsere eigenen Gefühle sehen.
Die Magd, die sich nur in ihrem Hass und ihrer Eifersucht auf Lempis Leben lebt. Das fand ich sehr anstrengend, sie suhlt sich darin. Ein objektiverer Blick auf Lempi ist aber weder durch ihren Witwer noch durch Elli möglich. Ihre Schwester erzählt da schon mehr. Persönlich kam mir aber der historische Hintergrund zu kurz. Ich denke zum Teil liegt das auch daran, das es in Finnland erst seit einigen Jahren überhaupt möglich ist, offen über die Verwicklungen der NS Zeit zu erzählen und zu schreiben. Das spiegelt auch wieder, warum sie erst als alte Frau darüber spricht. Ich denke mir war es aber am Ende zu wenig. Zu vieles das nur angedeutet wurde. Es entsteht ein so unscharfes Bild der ganzen Geschichte. Ich fand teilweise das sich der Roman nicht entscheiden konnte, ob er nun den Fokus eher auf die Liebe und Eifersucht legen möchte, oder doch auf den historischen Rahmen. Für mich passte daher Lempis Schwester nicht so richtig dazu. Wirkte nicht zugehörig. Gleichzeitig gefiel es mir trotzdem, der Stil war wirklich ganz nach meinem Geschmack. Ich hätte mir aber gewünscht, mehr zu erfahren.