Im Westen nichts Neues.
von Erich Maria Remarque
Will man den Wehrdienst verweigern und Zivildienst ableisten, dann sollte man in der Gewissensprüfung darlegen können, warum man sich denn keinen Dienst an der Waffe vorstellen kann. Und mehr als einmal dürfte dann als Begründung die Lektüre von Erich Maria Remarques Im Westen nicht Neues folgen.Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen.So mancher Leser wird nach diesem Roman seine Meinung zu Krieg und Militärdienst geändert haben. Wer heute noch glaubt, Krieg könne eine heldenhafte Sache sein, der kennt das Buch wahrscheinlich nicht und sollte einmal einen Blick hinein werfen. Danach ist er entweder eines besseren belehrt oder scheinbar schon völlig abgestumpft. --Joachim Hohwieler
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Im Westen nichts Neues.
von Erich Maria Remarque
Will man den Wehrdienst verweigern und Zivildienst ableisten, dann sollte man in der Gewissensprüfung darlegen können, warum man sich denn keinen Dienst an der Waffe vorstellen kann. Und mehr als einmal dürfte dann als Begründung die Lektüre von Erich Maria Remarques Im Westen nicht Neues folgen.Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen.So mancher Leser wird nach diesem Roman seine Meinung zu Krieg und Militärdienst geändert haben. Wer heute noch glaubt, Krieg könne eine heldenhafte Sache sein, der kennt das Buch wahrscheinlich nicht und sollte einmal einen Blick hinein werfen. Danach ist er entweder eines besseren belehrt oder scheinbar schon völlig abgestumpft. --Joachim Hohwieler
Aktuelle Rezensionen(24)
Die Graphic Novel zu Im Westen nichts Neues zeigt eindrucksvoll, wie gut sich ein literarischer Klassiker in ein visuelles Medium übertragen lässt – auch wenn dabei nicht alles gleich gut funktioniert. Peter Eickmeyer nimmt sich der berühmten Vorlage von Erich Maria Remarque an und erschafft eine Interpretation, die vor allem durch ihre Bildsprache nachhaltig wirkt. Die Illustrationen sind das Herzstück dieses Bandes. Sie sind oft rau, unruhig und von düsteren Farbtönen geprägt, die das Leid und die Trostlosigkeit des Krieges greifbar machen. Graue Schleier, bedrückende Schwärze und blutrote Akzente dominieren die Seiten. Gleichzeitig gibt es bewusst gesetzte Kontraste: helle, fast friedliche Momente, die umso stärker wirken, weil man weiß, wie schnell sie wieder zerstört werden. Viele Motive erstrecken sich über ganze Doppelseiten und laden dazu ein, länger zu verweilen. Hier liegt die große Stärke der Graphic Novel – sie erzählt nicht nur, sie lässt fühlen. Inhaltlich orientiert sich die Adaption klar am Original, geht aber eigene Wege. Die ursprünglich zwölf Kapitel des Romans wurden aufgebrochen, gekürzt und neu arrangiert. Das funktioniert nicht immer gleich gut. Manche Szenen gewinnen durch die Visualisierung enorm an Wucht, andere verlieren etwas von der Tiefe, die Remarques eher nüchterne, knappe Sprache transportiert. Gerade diese sachliche Kälte des Originals, die das Grauen oft noch verstärkt, lässt sich nicht vollständig in Bilder übersetzen. Interessant ist auch die bewusste Distanzierung von früheren Adaptionen, etwa vom Filmklassiker Im Westen nichts Neues. Eickmeyer versucht nicht einfach, bekannte Szenen nachzustellen, sondern entwickelt eine eigene Bildsprache und setzt andere Schwerpunkte. Das zeigt sich besonders im Umgang mit dem Ende, das hier anders interpretiert wird. Formal hebt sich die Graphic Novel ebenfalls von klassischen Comics ab. Klare Panelstrukturen treten in den Hintergrund, Text und Bild fließen ineinander. Die Textpassagen liegen wie Schichten über den Illustrationen und variieren stark in Länge und Platzierung. Das kann fordern, sorgt aber auch für eine eigenständige Erzählweise, die zwischen Illustration und literarischem Text pendelt. Ein großer Pluspunkt ist der umfangreiche Anhang. Beiträge von Thomas F. Schneider und Gaby von Borstel liefern Hintergrundwissen zu Remarque, zur Entstehungsgeschichte des Romans und zur künstlerischen Umsetzung dieser Adaption. Dadurch wird das Buch nicht nur zu einer künstlerischen, sondern auch zu einer inhaltlich vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Stoff. Am Ende bleibt eine eindrucksvolle, aber nicht durchgehend perfekte Umsetzung. Die Graphic Novel lebt von ihren Bildern – sie sind kraftvoll, verstörend und bleiben im Kopf. Gleichzeitig zeigt sich, dass nicht jede Passage des Originals gleichermaßen gut ins Visuelle übertragen werden kann. Trotzdem ist diese Adaption weit mehr als nur eine Nacherzählung: Sie eröffnet einen neuen Zugang zu einem der wichtigsten Antikriegsromane überhaupt und macht dessen Botschaft auf eine andere, sehr unmittelbare Weise erfahrbar. Eine visuell beeindruckende und mutige Adaption mit kleinen Schwächen in der inhaltlichen Verdichtung, die sich besonders für Leser lohnt, die den Klassiker einmal aus einer neuen Perspektive erleben möchten.
Zurecht ein Stück Weltliteratur. Während Jünger relativ nüchtern über die geschehenen Ereignisse spricht und dadurch ein starkes Bild vom ersten Weltkrieg zeichnet, schafft Remarque es dem ganzen zusätzlich eine Trostlosigkeit und Nutzlosigkeit zu vermitteln.
Also Mutter von Söhnen ist dieses Buch nur schwer zu ertragen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. 5 Sterne.
So gut, weil so ehrlich! Der Protagonist schwingt keine großen Reden, aber es wird ungeschönt die Realität des Krieges gezeigt. Wie man Freunde verliert, verwundet wird, wie man tötet und wie das Leben zuhause weiterläuft. Und seit 100 Jahren gilt: Im Westen nichts neues.
tolles Buch über einen Soldaten im ersten Weltkrieg, wie wichtig Kameradschaft ist, wie sinnlos das normale Leben wird.