4.3

Die Zukunft der besonderen Kinder: Roman

von Ransom Riggs

Format:Hardcover

Das Letzte, was Jacob Portman sieht, bevor die Welt untergeht, ist ein schreckliches, vertrautes Gesicht. Dann erwachen er und Noor Pradesh an jenem Ort, an dem alles begann – im Haus von Jacobs Großvater Abe in Florida.Jacob weiß zwar weder, wie sie dort hingelangt sein können, noch, weshalb sie überhaupt noch leben. Aber eines weiß er mit tödlicher Sicherheit: Caul ist aus der Bibliothek der Seelen zurückgekehrt. Jetzt bleibt den besonderen Kindern nur noch eine letzte Hoffnung: Noor zum Treffpunkt der sieben Prophezeiten zu bringen. Falls sie die Hinweise auf dessen geheime Lage entschlüsseln können …

Science Fiction & Fantasy
Hardcover
Erschienen an: 2021-12-01

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.3(5 ratings)
Lena 🧶Rezension von Lena 🧶

Was für ein gebührendes Ende. Ein wunderschöner Abschluss dieser Reihe. Auch wenn das Buch sich zwischen durch etwas zog. Weil irgendwie nicht viel passiert. Aber zum Schluss das der Finale Kampf hat alles wieder wett gemacht.😊

JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/10/13/miss-peregrines-peculiar-children-6-die-zukunft-der-besonderen-kinder/ Mit „Die Zukunft der Besonderen Kinder“ liefert Ransom Riggs den sechsten und letzten Band seiner außergewöhnlichen Saga um Miss Peregrine und ihre besonderen Kinder. Die Reihe, die mit einer faszinierenden Mischung aus Fantasy, Mystery und historischem Flair begann, findet hier ihren Abschluss – ein Unterfangen, das sowohl für Autor als auch Leserschaft eine Herausforderung darstellt. Denn eine Welt, die so reich an Fantasie, Symbolik und emotionaler Tiefe ist, zu verlassen, fällt schwer. Handlung und Aufbau Die Geschichte setzt dort an, wo der vorherige Band endete. Jacob Portman und seine Freunde, die „besonderen Kinder“, stehen vor ihrer bisher größten Prüfung: Eine uralte Prophezeiung kündigt den Untergang ihrer Welt an, und nur sie können ihn verhindern. Gemeinsam mit Miss Peregrine und anderen Verbündeten begibt sich Jacob auf eine gefährliche Reise, die ihn an düstere, magische und manchmal auch groteske Orte führt. Riggs versteht es, Spannung von Beginn an aufzubauen. Bereits die ersten Kapitel erzeugen ein Gefühl der Bedrohung, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman zieht. Die Handlung schreitet schnell voran, gelegentlich fast zu schnell – insbesondere im letzten Drittel, in dem der große Showdown etwas abrupt und zu einfach wirkt. Dennoch bleibt die Geschichte fesselnd, weil sie den Leser emotional mitnimmt: Es geht nicht nur um den Kampf gegen das Böse, sondern auch um Freundschaft, Vertrauen und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Die Figuren – alte Bekannte und neue Facetten Einer der größten Stärken der Reihe ist ihr Figurenensemble. Ransom Riggs gelingt es erneut, Charaktere zu erschaffen, die gleichermaßen fantastisch und menschlich wirken. Jacob, der Protagonist, zeigt eine deutliche Entwicklung: Vom unsicheren Teenager, der zu Beginn der Reihe in die Welt der Besonderen hineingezogen wurde, ist er nun zu einem Anführer gereift. Seine innere Zerrissenheit – zwischen Normalität und Anderssein, zwischen Pflichtgefühl und Selbstzweifel – macht ihn zu einer glaubwürdigen und nahbaren Hauptfigur. Miss Peregrine, die resolute und zugleich mütterliche Leiterin der besonderen Kinder, ist auch in diesem Band die moralische und emotionale Stütze der Gruppe. Ihre ruhige Autorität verleiht der Geschichte Stabilität, besonders in Momenten, in denen Chaos und Gefahr überhandnehmen. Auch die Nebenfiguren – wie Emma, Noor, Millard oder Bronwyn – erhalten erneut Raum, ihre Persönlichkeit und ihre besonderen Fähigkeiten zu zeigen. Besonders schön ist, dass Riggs die Dynamik innerhalb der Gruppe spürbar macht: Es gibt Spannungen, Loyalitäten, Opferbereitschaft – all das, was eine echte Gemeinschaft ausmacht. Themen und Motive Hinter der fantastischen Fassade verbirgt sich wie immer bei Riggs eine tiefere Bedeutungsebene. „Die Zukunft der besonderen Kinder“ thematisiert Identität, Anderssein und den Mut, seinen Platz in der Welt zu finden. Die „besonderen Kinder“ stehen sinnbildlich für Menschen, die aus der gesellschaftlichen Norm fallen, und deren Stärken zunächst als Schwächen missverstanden werden. Zudem zieht sich das Motiv der Zeit und Vergänglichkeit durch den Roman. Die Zeitschleifen, die bereits in den ersten Bänden eine zentrale Rolle spielten, sind nicht nur magisches Element, sondern auch Symbol für den Wunsch, das Vergehen der Zeit und damit Veränderung und Verlust aufzuhalten. Dieser letzte Band führt diese Idee konsequent zu Ende und zeigt, dass Stillstand keine Lösung ist – dass jede Generation lernen muss, ihren eigenen Weg zu gehen. Sprache und Stil Riggs’ Schreibstil ist auch hier wieder atmosphärisch, bildreich und angenehm flüssig. Er verbindet poetische Beschreibungen mit lebendigen Dialogen und versteht es, Spannung und Emotionen in Einklang zu bringen. Besonders hervorzuheben ist seine Fähigkeit, düstere Szenen mit feinem Humor oder zarten Momenten der Hoffnung zu durchbrechen. Wie schon in den Vorgängerbänden ist auch hier die Gestaltung des Buches Teil des Leseerlebnisses. Die Vintage-Fotografien, die Riggs kunstvoll in die Handlung integriert, erzeugen eine einzigartige Stimmung und machen das Buch zu einem Gesamtkunstwerk aus Text und Bild. Sie sind nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern erweitern das narrative Universum auf visuelle Weise. Stärken und Schwächen Positives: • Ein atmosphärisch dichter, emotionaler und spannender Abschlussband • Tiefgründige Themen über Identität, Freundschaft und Selbstfindung • Starke Charakterentwicklung, besonders bei Jacob • Brillante Verbindung von Text und Fotografie • Durchgehend hohes Erzähltempo ohne Längen Negatives: • Das Finale wirkt etwas zu hastig und vereinfacht • Einige Handlungsstränge werden zu schnell aufgelöst • Das offene Ende lässt Fragen unbeantwortet, die man gerne noch geklärt gesehen hätte Fazit „Die Zukunft der besonderen Kinder“ ist ein würdiger, berührender und visuell beeindruckender Abschluss einer der originellsten Fantasyreihen der letzten Jahre. Ransom Riggs gelingt es, die einzigartige Atmosphäre seiner Welt zu bewahren und gleichzeitig neue emotionale Tiefe zu schaffen. Auch wenn das Ende etwas überstürzt wirkt, überwiegen die positiven Aspekte deutlich: Spannung, Fantasie, liebevoll gezeichnete Figuren und eine symbolisch aufgeladene Erzählung, die noch lange nachhallt. Ein Roman, der Fans der Reihe vollends zufriedenstellen wird – und zugleich Lust macht, wieder in die Welt der Besonderen einzutauchen. 4 von 5 Sternen!

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