Format:Hardcover
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Ein unveröffentlichter autofiktionaler Roman, leidenschaftlich und tragisch, über die Rebellion junger Frauen: Sylvie (Simone de Beauvoir) und Andrée (Zaza) sind unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer bürgerlichen Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind.Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbständig – und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?Als de Beauvoir das Manuskript Sartre zeigte, befand der es zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Fast siebzig Jahre später hat de Beauvoirs Adoptivtochter diesen kurzen Roman nun freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch – eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin, die so jung sterben musste.«Eine unvergessliche Begegnung, die Simone de Beauvoirs Sexismus-Kritik mitgeprägt hat.» The New York Times

Romance
144 SeitenHardcover
Erschienen an: October 19, 2021

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Aktuelle Rezensionen(7)

4.2(78 ratings)
'ThushaRezension von 'Thusha

𝗠𝗜𝗧 𝗦𝗣𝗢𝗜𝗟𝗘𝗥 𝘋𝘪𝘦 𝘜𝘯𝘻𝘦𝘳𝘵𝘳𝘦𝘯𝘯𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯 hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Vor allem das Ende hat mich sehr berührt – ich musste wirklich mit den Tränen kämpfen. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass das Buch sich mehr Zeit für seine beiden Protagonistinnen nimmt. Die Freundschaft zwischen Sylvie und Andrée ist das Herzstück der Geschichte. Ihre Verbundenheit, ihre Bewunderung füreinander und die gemeinsame Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben haben mich am meisten interessiert. Umso schade fand ich, dass der Roman so kurz ist. Ich hätte so gerne noch mehr über ihre Gedanken, Gefühle und gemeinsamen Erlebnisse gelesen. Stattdessen nimmt Andrées Beziehung zu Pascal über weite Strecken viel Raum ein. Natürlich verstehe ich, dass sie wichtig ist, um die gesellschaftlichen Zwänge und die fehlende Freiheit von Frauen zu verdeutlichen. Trotzdem hat mich dieser romantische Handlungsstrang stellenweise eher gelangweilt. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus viel stärker auf der Beziehung zwischen Sylvie und Andrée bleibt, denn genau dort lag für mich die größte emotionale Kraft des Buches. Dennoch gelingt es Simone de Beauvoir auf eindringliche Weise zu zeigen, wie patriarchale und religiöse Erwartungen ein Leben einengen können. Gerade weil Andrée als so kluge, talentierte und lebenshungrige junge Frau dargestellt wird, ist ihr Schicksal umso tragischer. 𝘋𝘪𝘦 𝘜𝘯𝘻𝘦𝘳𝘵𝘳𝘦𝘯𝘯𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯 ist ein leiser, melancholischer Roman über Freundschaft, Freiheit und verlorene Möglichkeiten. Für mich hätte er deutlich mehr Tiefe entfalten können, wenn er sich mehr Zeit für seine Figuren genommen hätte. Emotional hat mich das Ende jedoch nicht mehr losgelassen.

Christopher Rezension von Christopher

Ein wirklich schöner, aber zugleich auch sehr tragischer Roman! Simon de Beauvoir verarbeitet darin ihre erste Jugendliebe zu Zaza (Elisabeth Lacoin). Wunderschön geschrieben und bietet einen guten Einstieg in das Werk von de Beauvoir!

HelgeRezension von Helge

Geschrieben in einem wunderschönen Verhältnis von Mitgefühl, Natürlichkeit, Liebe und großer Intelligenz. Das ist Beauvoir in Reinform. Ich kann an diesem Buch nichts kritisieren, weil es mein Herz tief berührt. Die vergossenen Tränen sind mein Zeuge.

ilvyRezension von ilvy

Dieses Buch ist unglaublich gut! Man merkt gar nicht, dass man es liest, man fühlt es. Es ist unglaublich berührend. Eine Schande, dass es der Öffentlichkeit über 50 Jahre verwehrt wurde. Dieses Buch ist hier, um zu bleiben.

PaulaRezension von Paula

Ein wundervoller und - obwohl er in einer ganz anderen Zeit spielt - irgendwie zeitloser Roman über Freundschaft, patriarchale Unterdrückung, Glauben und Erwachsen werden. Sprachlich präzise und mit vielen gewitzten Anspielungen, die Simone de Beauvoirs Haltung erkennen lassen. Bewegend und unbedingt lesenswert!

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