4.2

Die Stadt der besonderen Kinder

von Ransom Riggs

Format:Hardcover

Forts. von äDie Insel der besonderen Kinderä. Jacob und den anderen besonderen Kindern ist die Flucht ans Festland gelungen. Nun müssen sie versuchen nach London zu gelangen, um Miss Peregrine zu retten. Ob ihnen das gelingen wird? ... Ab 14.

Science Fiction & Fantasy
Hardcover
Erschienen an: 2015-02-02

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.2(31 ratings)
JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/09/23/miss-peregrines-peculiar-children-2-die-stadt-der-besonderen-kider/ Handlung Jacob und die besonderen Kinder haben kaum Zeit zum Atemholen. Miss Peregrine, ihre Beschützerin, steckt noch immer in der Gestalt eines Vogels fest, und die Zeit drängt. Nur eine andere Ymbryne kann sie zurückverwandeln – und diese gilt es in London zu finden. Der Weg dorthin ist voller Gefahren: Hollows und Wights lauern an jeder Ecke, bereit, die Kinder gefangen zu nehmen oder Schlimmeres. Die Handlung ist wie eine Reise aufgebaut, fast wie eine Fluchtgeschichte. Jede Etappe bringt neue Hindernisse, Begegnungen und Enthüllungen mit sich. Dabei erweitert Riggs seine Welt erheblich: Wir lernen weitere Zeitschleifen kennen, stoßen auf neue „Besondere“ mit eigenen Fähigkeiten und erfahren, wie komplex und weitreichend dieses verborgene Universum tatsächlich ist. Das Tempo ist zu Beginn etwas gemächlich, fast zögerlich. Doch je weiter die Kinder voranschreiten, desto dichter und spannender wird die Geschichte, bis sie in einem überraschenden, schockierenden Finale gipfelt, das den Grundstein für den dritten Band legt. Charaktere Die große Stärke des Romans liegt in den Figuren. Während im ersten Teil viele Kinder noch eher schemenhaft blieben, schenkt Riggs ihnen hier deutlich mehr Tiefe. • Jacob steht im Zentrum der Handlung. Er muss sich stärker denn je seiner Verantwortung stellen, und wir spüren seine Unsicherheit zwischen dem Wunsch nach Normalität und seiner Rolle als Anführer. • Miss Peregrine ist als Figur physisch zwar kaum präsent, bleibt aber durch ihre Bedeutung ein starker Motor der Handlung. • Hugh und Brownyn überraschen mit Mut und Loyalität. Sie treten aus dem Schatten der Gruppe heraus und zeigen, dass jeder von ihnen über sich hinauswachsen kann. • Millard bleibt weiterhin ein liebenswerter, belesener und kluger Begleiter, der mit Wissen und Verstand glänzt. • Weniger positiv fällt Enonch auf, dessen ständige Negativität und Respektlosigkeit die Dynamik der Gruppe belastet. Besonders schön ist, dass wir mehr über die Vorgeschichten der Kinder erfahren: Wie sie ihre Fähigkeiten entdeckt haben, wie sie in die Welt der Besonderen hineingewachsen sind. Dadurch fühlen sich die Figuren weniger wie bloße „Kuriositäten“ an und mehr wie echte Persönlichkeiten. Atmosphäre und Stil Riggs’ Markenzeichen sind die alten Fotografien, die er geschickt in die Handlung einbettet. Sie wirken geheimnisvoll, teils faszinierend, teils unheimlich, und verleihen dem Roman eine ganz eigene Stimmung. Wo andere Fantasywelten oft nur in der Imagination existieren, schaffen diese Bilder einen greifbaren, fast dokumentarischen Bezug – als könnte all das tatsächlich passiert sein. Die Sprache ist zugänglich und lebendig, dabei aber nicht banal. Riggs versteht es, Spannung aufzubauen, Szenen plastisch zu schildern und gleichzeitig eine melancholische, düstere Grundstimmung zu erzeugen. Besonders gegen Ende zieht er das Tempo stark an: Wo der Roman am Anfang noch etwas langsam wirkt, steigert er sich im letzten Drittel zu einem echten Pageturner. Fazit Die Stadt der besonderen Kinder ist ein würdiger und spannender zweiter Band, der die Geschichte sinnvoll weiterführt, die Figuren vertieft und die Welt erweitert. Nach einem etwas schleppenden Anfang entwickelt sich ein atmosphärisch dichtes Abenteuer voller Gefahren, überraschender Wendungen und Figuren, die einem ans Herz wachsen. Kleinere Schwächen einige Längen im ersten Drittel, aber sie mindern den Gesamteindruck nur wenig. Am Ende überwiegt der Eindruck einer fantasievollen, ungewöhnlichen Geschichte, die Lust auf das große Finale macht. 4 von 5 Sternen!

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