3.5

Die Braut sagt leider nein.

von Kerstin Gier

Format:Softcover

Elisabeth schwebt auf Wolke sieben. Aber je näher die geplante Traumhochzeit rückt und je weiter der Bau des Traumhauses fortschreitet, desto größer werden ihre Zweifel, ob Alex wirklich der Traummann ist, für den sie ihn bisher gehaltenhat. Während er als Architekt in einer anderen Stadt arbeitet, muss sie sich allein mit den Hochzeitsvorbereitungen, den Schwiegereltern und diversen Schwangerschaftstests herumschlagen.Als sie dann mit eigenen Augen ssieht, dass er außerder Großbaustelle vor allem seine blonde Praktikantin betreut, beschließt sie, den Ablauf der Traumhochzeit leicht zu verändern ...

Romance
208 SeitenSoftcover
Erschienen an: 1997-03-01

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.5(15 ratings)
CorrieRezension von Corrie

Großartiges Ende. Wie sie Rache genommen hat, fand ich klasse. Für sie ging es dann einigermaßen gut aus. Glück im Unglück. Ich hätte nur gerne gewusst, was die zwei verbliebenen Tarotkarten bedeuteten und wie es danach für Alex weiterging.

HelenaRezension von Helena

Abzüge gibt es für die etwas gealterten und verstaubten Ansichten Elisabeth, 28, naiv, aber nicht blöd Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich nicht wüsste wie ich zu dieser Art humorvoller Frauenliteratur komme, aber doch ich weiß es. Ich fing in einem Alter an diese Art von Romanen zu lesen, als ich noch meilenweit von den Problemen der darin erscheinenden Frauen entfernt war. Mein erstes Lesevergnügen war Gaby Hauptmanns „Suche impotenten Mann fürs Leben“, mein zweites Eva Völlers „Das Chaosweib“ und letzteres bringt mich noch heute zum Glucksen vor Freude. Ich bin aufgewachsen mit Bridget Jones als Identifikationsfigur. Gewichtsprobleme und Tollpatschigkeit verfolgen mich bis heute. Mittlerweile habe ich das Alter der eigentlichen Zielgruppe eindeutig erreicht (oder es schon überschritten). Wann immer es mir nach Heiterkeit und Entspannung für den Kopf zumute ist, greife ich liebend gerne zu seichten Frauenromanen, denn sie sind mein „Safe Space“. Eigentlich verrät der Titel des Buches „Die Braut sagt leider nein“ von Kerstin Gier schon das Ende. Für diejenigen, die sich gerne überraschen lassen, kann das ein Minuspunkt sein. Für alle anderen ist vielleicht der Weg bis zum „Nein“ viel interessanter. Elisabeth Jensen, 28 Jahre alt, hat ihren Traummann endlich an ihrer Seite. Alex ist Architekt und mit ihm kann sie sich alles so richtig zum ersten Mal vorstellen, sogar heiraten und Kinder. Prombt folgt der Heiratsantrag und der erste Spatenstich zum Hausbau auf Elisabeth Baugrundstück fällt. Gemeinsam wollen sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Alex neuerdings berufliche Eingespanntheit und Abwesenheit. Währenddessen ufert die Planung der kleinen Hochzeit dank der lieben Verwandtschaft in ein großes Fest aus. Elisabeth wähnt sich nur von kurzer Dauer im großen Glück. Der Roman erschien 1997 und ist entsprechend gealtert. Damals wurde sogar noch mit D-Mark bezahlt . Das vordergründigste Thema was Frauen damals beschäftigte, war es den Richtigen zu finden und ich glaube, dass sich daran bis heute nicht viel geändert hat, auch wenn viele jetzt aufschreien werden. Manche Ansichten sind trotzdem über die Jahre etwas verstaubt. Alexanders Hauptmotivation zu heiraten ist Elisabethd Baugrundstück? Zumindest diesen Eindruck hatte ich. Man könnte annehmen schon 1997 war der Immobilienmarkt so leer gefegt. Ich will nicht behaupten, dass heute nicht mehr aus solchen Gründen geheiratet wird… Es ist befremdlich. Elisabeth ist auf der einen Seite schön naiv und etwas zu gutgläubig, wenn es um ihren scheinbar makellosen Liebsten geht. Die rosarote Brille sitzt fest auf. Mahnende Worte ihrer guten, sowie klugen Freundin Hannah überhört sie geflissentlich. Schließlich ist ihr Alex doch ganz anders als alle anderen. Aber es ist nicht so als ob diese Worte nicht nachhallen und sie letztlich ihre Lehre daraus zieht. Wenn es darauf ankommt, halten Frauen zusammen. Frau Gier vermittelt ein positives Frauenbild. In „Die Braut sagt leider nein“ unterstützen sie sich gegenseitig. Elisabeth ist dazu in der Lage über sich selbst hinaus zu wachsen. Sie wagt sich an neue Aufgaben, wenn auch eher widerwillig. Als es darauf ankommt, fällt sie nicht in ein tiefes Loch voll Selbstmitleid. Sie sucht nach Möglichkeiten für sich einzustehen und plant ihre Zukunft eben alleine - nicht aber ohne es ihrem Verlobten noch einmal zu zeigen, sowie heimzuzahlen. Der Roman ist sehr kurzweilig und lässt sich schnell lesen. Viele humorvolle Zeilen bringen die Lesende zum Schmunzeln. Der Roman bietet trotz einer nicht „Ja“ sagenden Braut ein klassisches Happy End und dies kommt tatsächlich sogar etwas zu kurz.

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