Durch die Zeichnungen von Renée Nault wird Margaret Atwoods Klassiker auf großartige Weise zu neuem Leben erweckt.
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Der Report der Magd
von Margaret Atwood, Renée Nault, Ebi Naumann
Durch die Zeichnungen von Renée Nault wird Margaret Atwoods Klassiker auf großartige Weise zu neuem Leben erweckt.
Aktuelle Rezensionen(51)
Der Report der Magd ist eine distopische Erzählung, die definitiv ein paar nicht abwegige Szenarien beinhaltet. Die Geschichte wird aus der Sicht der Magd Desfred erzählt, was bewirkt, dass man sich sehr als Teil der Geschichte identifizieren kann. Zudem trägt grandiose Wortbildung und Wortneuschöpfung dazu bei, um sich die Handlungen einfacher vorzustellen. Was mich jedochbein bisschen gestört hat, ist dass es manchmal einen zu schnellen Switch zwischen den Handlungszeiten stattfindet und dieser dann auch nicht so klar hervorgehoben wird. Das stört den Lesefluss hin und wieder. Aber es ist heftig, welches Gedankengut und Indoktrination sich nach und nach in dem Buch breit macht und immer weiter in diese distopische Welt einblicken lässt.
Diese Geschichte ist einfach grauenhaft – und damit meine ich nicht, dass das Buch schlecht ist. Im Gegenteil. Das, was hier beschrieben wird, ist so erschreckend und bedrückend, dass „Dystopie“ dafür fast schon zu harmlos klingt. Jeder Mensch sollte dieses Buch gelesen haben. Gerade weil vieles davon gar nicht so weit weg wirkt, wie man es vielleicht gerne glauben möchte. „…falls ich euch begegne oder falls ihr entkommt, in Zukunft oder im Himmel oder im Gefängnis oder im Untergrund oder irgendwo sonst. Was diese Orte gemeinsam haben, ist, dass sie nicht hier sind.“ Genau das macht die Geschichte für mich so besonders. Egal, wo „dort“ ist – Hauptsache, es ist nicht hier. Dieser Gedanke bleibt einfach hängen. Eine absolute Leseempfehlung! ❤️ Allerdings gibt es von mir ein paar Abzüge für den Lesefluss. Das Buch lässt sich nicht gerade leicht lesen und durch den sehr geringen Zeilenabstand wird das Lesen zusätzlich anstrengend.
Ein total spannendes und lesenswertes Buch, nur leider fiel es mir des Öfteren schwer, nachzuvollziehen, wo die Handlung gerade passiert. Gegenwart? Plötzlich in der Vergangenheit? Absätze wären schön gewesen. Vielleicht lag es aber auch an meinem Kindle.
Es hat sehr geschmerzt beim Lesen, ich hab immer wieder mit erschrecken feststellen müssen, das die ganze Geschichte nicht so abwegig ist wie sie auf den ersten Blick scheint. Ein sehr wichtiges Buch das schmerzt.
Ich persönlich finde die Illustrationen sehr schön gelungen und sehr gut umgesetzt. Die künstlerische Umsetzung ist Mega. :) Jedoch finde ich, dass wichtiges aus dem Roman nicht übernommen wurde und somit stellenweise weitere Erklärungen für das eigene Verständnis der Handlung und der Charaktere fehlen. Der Graphic Novel ist eine nette künstlerische Ergänzung zum Roman, besonders für Leser, die Schwierigkeiten haben sich Dinge vorzustellen. Ich denke, dass man es als Zusatz zum Roman lesen sollte. Oder mit jemanden sprechen sollte, der den Roman gelesen hat und seine offenen Fragen beantworten kann. 🙃👀