4.3

Der namenlose Tote

von Bella Ellis

Format:Softcover

Die Brontë-Schwestern ermitteln wieder!Haworth, 1845. Emily, Charlotte und Anne Brontë sind enttäuscht: Von ihrem Lyrikband wurden nur zwei Exemplare verkauft. Sie beschließen, fortan Romane zu schreiben. Auf der Suche nach passenden Geschichten erfahren die drei Ungeheuerliches: In den Mauern des düsteren Anwesens Top Withens Hall wurden die Knochen eines Kindes gefunden! Als kurz darauf erneut ein Kind verschwindet, schwören Charlotte, Emily und Anne, es zu finden. Doch ein Unbekannter tut alles, um die drei selbst ernannten Detektivinnen aufzuhalten.»Elegant, witzig und absolut lesenswert – die Brontë-Schwestern wären bestimmt begeistert!« Rosie WalshNach »Die verschwundene Braut« der zweite Band mit den Brontë-Schwestern als einfallsreiche und unerschrockene Ermittlerinnen.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
368 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2021-05-03

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.3(4 ratings)
Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Noch besser als Band 1. Der zweite Fall führt die Brontë-Schwestern einmal mehr in menschliche Abgründe. Was mir dabei besonders gefiel ist, das Ellis es schafft, Grausamkeiten und einen wirklich schrecklichen Mordfall zu schildern, ohne dabei reißerisch blutig zu werden. Ich finde sie bewahrt die Würde des Opfers, auf eine ganz besondere Weise, die dabei auch die ganze Traurigkeit dahinter offen legt. Bella Ellis hat eine sehr lebendige Sprache und ich war wieder ganz gefangen in der Geschichte die sie erzählt. Auch wenn es mich wunderte, das eine ganz bestimmte Person nicht kritischer beäugt wurde, als sie plötzlich im Leben der Schwestern auftaucht. Ich fand es war durchaus offensichtlich das hier etwas nicht stimmt. Das ist aber mein einziger Kritikpunkt, denn wie diese Person dann eingebunden war, gefiel mir ausgesprochen gut. Dazu kommt einmal mehr, das Charlotte, Emily, Anne und natürlich auch ihr Bruder Branwell mir wieder sehr nahe kamen. Ich habe manchmal fast vergessen, das Der namenlose Tote natürlich ein Roman ist und das Ganze eine Interpretation. Ein Paralelluniversum wenn man so will. Besonders finde ich dabei auch, das die zu Grunde legenden Ereignisse, der ganze Fall, wirklich schrecklich sind. Aber trotzdem schafft es die Autorin gleichzeitig verschiedene Atmosphären mit einander zu verbinden. Ein Roman wie eine klassische Gothic Novel, aber dann auch eine Geschichte, die die Umstände aufs Korn nimmt, die in dieser Zeit herrschten. Frauen, Menschen in bitterer Armut, Bella Ellis beschönigt hier nichts. Dabei gefällt mir auch weiterhin, das sehr klar wird, die drei berühmten Autorinnen waren einerseits sehr progressiv, aber eben dennoch auch Töchter ihrer Zeit. Natürlich schreibt Ellis aus unserer Zeit heraus und aus unserem Blick auf das 19. Jahrhundert und das Leben der Familie Brontë. Aber ich finde es gelingt ihr aufzuzeigen, weshalb die drei Frauen so außergewöhnlich waren, und gleichzeitig trotzdem im Denken der damaligen Zeit zu bleiben. So entsteht meiner Meinung nach auch die Lebendigkeit ihrer Erzählung.

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