Der Buchhändler
von Petra Johann
»ein spannender Thriller, der zeigt wie schnell in eingeschworenen Gemeinschaften, die Angst die Überhand gewinnt«
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Der Buchhändler
von Petra Johann
»ein spannender Thriller, der zeigt wie schnell in eingeschworenen Gemeinschaften, die Angst die Überhand gewinnt«
Aktuelle Rezensionen(5)
Zog sich sehr in die Länge
Das Buch hat mich vor allem durch sein zentrales Thema überzeugt: Es setzt sich mit der vielschichtigen und gesellschaftlich äußerst sensiblen Thematik der Pädophilie auseinander und beleuchtet dabei unterschiedliche Perspektiven. Besonders eindrücklich ist, wie das Buch die Doppelmoral aufzeigt, mit der die Gesellschaft diesem Thema teilweise begegnet, und in welchen Grenzen eine stillschweigende Akzeptanz stattfindet. Das Erzähltempo empfinde ich als sehr angenehm. Es lässt genug Raum für die gesellschaftskritischen Aspekte, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Geschichte dynamisch und regt immer wieder dazu an, mitzurätseln, wie sich die Handlung weiterentwickeln könnte. Wie einige andere Rezensionen bereits anmerken ist der eigentliche Plot nicht sonderlich raffiniert, vielmehr sind es die kleinen, geschickt platzierten Cliffhanger, die die Spannung aufrechterhalten und das Buch insgesamt lesenswert machen.
Leider gar nicht mein Geschmack. Finde den Plot super komisch und durch so viele Charaktere in dem Buch sehr verwirrend.
Ich habe schon andere Bücher von Petra Johann gelesen und fand die richtig gut. Das hier war aber leider eine Enttäuschung für mich. Die Geschichte besteht fast nur aus Befragungen und das ziemlich abrupte und offene Ende hat mir nicht gefallen. 🥱😕
Etwas nervig fand ich insgesamt die Erwähnung von Sex, weil es selten irgendeinen wichtigen Beitrag zur Handlung brachte. Da hätte ich mir mehr Fokus gewünscht. Thematisch fand ich es ziemlich gut, wie Johann das Problem eingebaut hat und damit auch erklärt, wie eine Eskalation, die schon im Prolog deutlich wird überhaupt möglich sein konnte. Ich glaube das ist ein Punkt den man sogar ziemlich gut verstehen kann. Genau das baut aber auch eine interessante Spannung auf. Denn wenn die betreffende Person unschuldig ist, wer hat Theresa dann etwas getan? Mit welchem Motiv? Oder ist vielleicht auch alles ganz anders als gedacht? Zum Ende wird es noch mal ganz schön aufreibend, da ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Über die eigentliche Auflösung war ich fast ein wenig enttäuscht, da sie naja ein bisschen banal ist. Die Ermittlerinnen fand ich cool, die private Verwicklungen der beiden zum Fall fand ich allerdings etwas übertrieben, da es das nicht zwingend gebraucht hätte. Alles in allem fand ich das Buch aber wirklich lesenswert, vor allem in Verbindung mit der Thematik und wie die Autorin diese umsetzt. Spannung baut der Roman eigentlich gar nicht so krass auf, aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht.