Der Anschlag
von Stephen King
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...
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Der Anschlag
von Stephen King
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...
Aktuelle Rezensionen(4)
Ein Meisterwerk von Stephen King. Spannend bis zum Ende.
Nach „The Shining“ mein zweiter Stephen King Roman und ich habe Mixed-Feelings. Ich muss dazu sagen, ich hatte richtig Lust, mich in einen so umfangreichen Roman zu stürzen, einzutauchen in diese Welt, in diese Zeitreise-Thematik und ich habe ihn auch in 2 Wochen durchgelesen und konnte ihn vor allem am Anfang auch echt schwer aus der Hand legen, doch gegen Ende wollte ich einfach nur noch, dass es vorbei ist. Ich habe den Roman verschlungen, aber es war eher wie ein etwas zu üppiges Fast Food Menü, nach dem einen ein wenig übel ist. Ungefähr die ersten 300 Seiten fand ich wirklich gelungen. Wie diese Zeitreise-Sache introduced wird und der Erzähler dann 1958 die ersten Wochen in Lisbon Falls und Derry verbringt, war grandios. Vor allem die Szenen in Derry gehören zu den stärksten Parts im Buch. Sowohl das Pacing als auch diese Querverweise auf „IT“ sind wirklich gelungen. Doch sobald der Erzähler nach Florida und Richtung Texas aufbricht, wird es ziemlich zäh, sowohl vom Erzähltempo als auch inhaltlich. Diese ganze Lovestory ist mir zu kitschig und allgemein ist es schrecklich, wie Frauen im Roman dargestellt werden, nämlich durchweg mit einem Male Gaze und über stereotype Äußerlichkeiten. Entweder sind sie jung, schön, sexy, haben lange Beine, oder sie sind alt und dick und haben einen dicken Hintern und sind furchteinflößend. Und natürlich müssen die Frauen immer von einem Mann gerettet werden. Allgemein haben die Figuren wenig Tiefe und vertreten Werte, die altbacken und konservativ sind. Auf jeder Seite wird klar: It’s a Mens World, und Frauen müssen sich unterordnen oder von Männern beschützt werden oder müssen am Ende für Männer ihr Leben aufgeben. Und dazu die rassistischen Untertöne... Und ja, der Großteil des Romans spielt im Süden der USA in den 1950ern und 60ern, so war das damals, Authentizität, bla bla bla. Das ist ein Zeitreise-Roman, just saying… Und ja, es gibt hin und wieder (sehr oberflächliche) kritische Reflexionen, vor allem was die Behandlung von Schwarzen in den 1950ern anbelangt. Doch von dieser Art Kritik findet sich im Bezug auf die Beschreibungen und Interaktionen zwischen Männern und Frauen und die Werte, die vertreten werden, nichts im Text. (Der Held ist ein starker (leicht toxischer) Mann, der sich nimmt, was er will und der es immer wieder genießt, brutal zu sein. Es gibt die eine Frau, die er liebt, die er besitzen will und die er beschützen muss. <spoiler>Am Ende schafft er das zwar nicht, aber sie ist immerhin for a greater good gestorben. Falls das kritisch gemeint ist, fehlen mir hier eindeutig die Marker.)</spoiler> Ein paar Auszüge, die das gut ausdrücken, was ich meine: <blockquote> Ich liebe diese Frau, und mit einem Mann, der liebt, sollte man sich nicht anlegen. </blockquote> <blockquote> »Sie sind abscheulich!« Genau. Und manchmal machte das richtig Spaß. </blockquote> <blockquote> Ihre Haare lösten sich aus dem Nackenknoten. Früher hatte sie sie bestimmt offen getragen, wie Männer es an Frauen am liebsten sahen, aber diese Zeit lag lange zurück. </blockquote> <blockquote> Die DAVIN-Krankenschwestern, eine alt und Furcht einflößend, die andere jung und hübsch, waren um Punkt neun Uhr da. </blockquote> <blockquote> Frauen waren schon ziemlich gut darin, rhetorische Fragen zu stellen. </blockquote> <blockquote> Ich bin nie eine Heulsuse gewesen, aber fast jeder Mann, der eine geliebte Frau verloren hat, würde weinen, oder etwa nicht? </blockquote> <blockquote> Grillhähnchen und genügend mexikanische Gerichte für fünf Jahre Durchfall. </blockquote> usw. usw. usw. Trotz allem gibt es auch im restlichen Buch immer wieder gelungene Stellen. In einer Passage, nachdem der Erzähler verprügelt wurde und an Gedächtnisverlust leidet, wird sehr überzeugend beschrieben, wie er langsam genest und nach und nach die Erinnerungen zurückkommen. Wie es eine Verschiebung zwischen innen und Außen gibt, und alles nur Schritt für Schritt wieder ins Lot kommt. <spoiler> Auch die letzten Seiten, bevor er sich entscheidet, sein eigenes Verlangen hintenanzustellen und stattdessen den Kreis zu schließen und die Welt vor dem Zusammenbruch zu bewahren, sind toll geschrieben. Vor allem die Passage in der erklärt wird, dass es eben nie einen kompletten Neustart gibt, wenn er durch den Kaninchenbau geht, sondern immer neue Stränge entstehen, und dass jede Veränderung die Realität ins Wanken bringt, ist echt smart. Auch dieses universelle Gefühl, dass man bei manchen Menschen das Gefühlt hat, sie zu kennen, aus einem anderen Leben, wie es so oft heißt, mit dieser Idee der Zeitreisen und parallelen Realitäten zu verknüpfen, war ein ganz schöner Abschluss. </spoiler> Ein unterhaltsames Buch mit wenig Tiefe, von dem außer den genannten Stellen, die ich gelungen fand, nicht viel bleiben wird.
Fand ich ganz toll, ich weiß nur nicht, ob ich es wirklich so gut fand oder ob es mir doch einfach nur gefallen hat, weil ich so viel Zeit in der Geschichte verbracht hab…
Vielleicht 200 Seiten zu lang, Längen im Mittelteil, hat aber trotzdem Spass gemacht.