3.8

BÄR

von Marian Engel

Format:Hardcover
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Lou ist eine schüchterne, fleißige Bibliothekarin. Sie lebt eine maulwurfartige Existenz, begraben zwischen vergilbten Karten und Manuskripten in ihrem staubigen Kellerbüro. Da sie nichts und niemanden hat, zu dem sie nach Hause gehen kann, gibt sie sich dem leidenschaftslosen Sex mit dem Direktor des Instituts auf ihrem Schreibtisch hin. Den Sommer soll sie auf einer abgelegenen Flussinsel im Norden Kanadas verbringen, um den Nachlass von Oberst Jocelyn Cary zu katalogisieren. Dass sie nicht allein in der Einsamkeit der kleinen, wuchernden Insel lebt, sondern sich auch um einen halbzahmen Bären kümmern muss, hat ihr vorher niemand erzählt. Als der Sommer über der Flussinsel blüht und Lou die Stadt von sich abschüttelt, verfliegt der erste Schreck über dieses hungrige, undurchschaubare Wesen mit seinem dicken Pelz und seiner rauen Zunge, und Lou erforscht die Grenzen ihrer Lust...

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: February 28, 2022

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.8(6 ratings)
JojoRezension von Jojo

Ein absolutes Meisterwerk auf 190 Seiten! Brilliant geschrieben über viele Themen und so viel mehr als nur das Bären-S**-Buch! Ein echter Einblick in die wilde weibliche Seite. Hätte sowas ein Mann geschrieben, wäre es ein preisüberhäufter Klassiker.

monivonlicht Rezension von monivonlicht

Ok, was war das für ein Buch? Bizarr und magisch zugleich. Marian Engel hat in diesem Buch große und komplizierte Fragen behandelt, mitten in der Idylle eines kanadischen Sommers. Sie drehen sich um Freiheit und Begehren, Macht und Gewalt sowie um Männer und Frauen. Erstmals ist das Buch 1976 erschienen und noch immer ist der Roman äußerst zeitgemäß.

Seraina TraubRezension von Seraina Traub

Meine Meinung: Ich dachte & war mir auch ziemlich sicher, dass das Wort "Bär" auf dem Klappentext metaphorisch gemeint ist - well, I was wrong. Die Frau hat wortwörtlich Sex mit einem Bären. Es wurde nichts "schön" geredet (wobei - ist das überhaupt möglich bei so einem Thema?), was mich echt geschockt und ganz ehrlich gesagt, etwas sehr angewidert hat. Das Nachwort hat dann schon wieder eher Sinn ergeben & ich konnte gewisse Verbindungen "sehen", die da beschrieben wurde bzw. kann ich schon irgendwie einsehen, was jetzt die Moral war oder auf was Marian Engel hinaus wollte... (?) Andererseits war es einfach nur seltsam, absurd und speziell. Empfehlen würde ich es jetzt nicht unbedingt, obwohl die Sprache (abgesehen gewisser Szenen, bei denen es mir too much war) sehr toll war. Vor allem wenn die Autorin die Landschaft Kanadas beschrieb oder das Innenleben der Protagonistin, wenn Selbstzweifel sie packten, was ihren Job betraf. Zudem hatte ich das Buch innert 3-4 Stunden durch und es war ein unterhaltsamer Begleiter auf einer langen Autofahrt. Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd, wenn ich andere Rezensionen lese - aber ich hab's halt wirklich erst im Nachwort halbwegs verstanden, worum es eigentlich ging :,) Trotz allem würde ich aber nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch war. Es war mir persönlich einfach zu bizarr. Meine Bewertung: 3 Sterne

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