Mila Rosin ist eine junge Frau, die schon seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ganz genau weiß, was sie will, und sie rückt ihre Bedürfnisse und Träume ganz unbescheiden in den Mittelpunkt ihres Lebens. Einer dieser Wünsche wird zunehmend dringlicher: der nach einem Kind. Äußerlich ist ihr Leben eher langweilig, verläuft in normalen Bahnen. Sie wächst als Scheidungskind gut behütet bei der Mutter auf; absolviert Schule und Lehre, ohne auffällig zu werden; verdient später ihr Brot mit Büroarbeiten und Gelegenheitsjobs - in einer ostdeutschen Kleinstadt. Da die Welt jedoch so ist, wie sie ist, und ganz und gar nicht ihren Tagträumen entspricht, verändert sie Gegebenheiten rabiat und skrupellos; räumt beziehungs- und zeugungsunfähige Männer aus dem Weg, mal mit dem Messer, mal mit verdorbenem Fisch. Mila tötet nie geplant - sie erledigt eher nebenbei, was erledigt werden muss und eigentlich nur, wenn sie glaubt, sich oder andere schützen zu müssen ... Das alles spielt vor dem historischen Hintergrund der sich auflösenden DDR - in Milas Alltag drängen die Meldungen von Massenflucht, Wende, Demonstration und Mauerfall. Schließlich muss sie angesichts der allmählich auffälligen Todesfälle die Flucht antreten und setzt sich nach San Francisco ab: die Golden Gate Bridge lockt als Tor zum freien Leben.
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von Grit Poppe
Mila Rosin ist eine junge Frau, die schon seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ganz genau weiß, was sie will, und sie rückt ihre Bedürfnisse und Träume ganz unbescheiden in den Mittelpunkt ihres Lebens. Einer dieser Wünsche wird zunehmend dringlicher: der nach einem Kind. Äußerlich ist ihr Leben eher langweilig, verläuft in normalen Bahnen. Sie wächst als Scheidungskind gut behütet bei der Mutter auf; absolviert Schule und Lehre, ohne auffällig zu werden; verdient später ihr Brot mit Büroarbeiten und Gelegenheitsjobs - in einer ostdeutschen Kleinstadt. Da die Welt jedoch so ist, wie sie ist, und ganz und gar nicht ihren Tagträumen entspricht, verändert sie Gegebenheiten rabiat und skrupellos; räumt beziehungs- und zeugungsunfähige Männer aus dem Weg, mal mit dem Messer, mal mit verdorbenem Fisch. Mila tötet nie geplant - sie erledigt eher nebenbei, was erledigt werden muss und eigentlich nur, wenn sie glaubt, sich oder andere schützen zu müssen ... Das alles spielt vor dem historischen Hintergrund der sich auflösenden DDR - in Milas Alltag drängen die Meldungen von Massenflucht, Wende, Demonstration und Mauerfall. Schließlich muss sie angesichts der allmählich auffälligen Todesfälle die Flucht antreten und setzt sich nach San Francisco ab: die Golden Gate Bridge lockt als Tor zum freien Leben.
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