Marc Augé ist der Ethnologe des „Nahen“. In Nicht-Orte konstatiert er im Zusammenhang von Modernisierung und Globalisierung weltweit eine rasante Zunahme von sinnentleerten Funktionsorten. Solche „Nicht-Orte“ wie Beispielsweise Flughäfen, U-Bahnen, Flüchtlingslager, Supermärkte oder Hotelketten sind keine „anthropologischen Orte“, man ist nicht heimisch in ihnen, sondern es sind „Orte des Ortlosen.“ Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen: „Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit.“ Marc Augé hat sein berühmtes Buch für diese Aufgabe mit einem neuen Nachwort versehen.
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Nicht-Orte
By Marc Augé, Michael Bischoff
Marc Augé ist der Ethnologe des „Nahen“. In Nicht-Orte konstatiert er im Zusammenhang von Modernisierung und Globalisierung weltweit eine rasante Zunahme von sinnentleerten Funktionsorten. Solche „Nicht-Orte“ wie Beispielsweise Flughäfen, U-Bahnen, Flüchtlingslager, Supermärkte oder Hotelketten sind keine „anthropologischen Orte“, man ist nicht heimisch in ihnen, sondern es sind „Orte des Ortlosen.“ Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen: „Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit.“ Marc Augé hat sein berühmtes Buch für diese Aufgabe mit einem neuen Nachwort versehen.
Popular Reviews(1)
Das hat mir so gut gefallen! Sich in die anthropologischen Begriffe und Konzepte einzudenken ist ein bisschen anstrengend, lohnt sich aber. Wie bei (gerade französischen) Anthropologen zu erwarten, ist es sehr blumig geschrieben. Das produziert extrem schöne, poetische Textstellen, geht aber auch in Teilen zu Lasten der analytischen Präzision. Ich hab viele interessante Anstöße im Kopf behalten und wüsste gerne, inwiefern sich das Konzept der „Nicht-Orte“ in eine marxistische Theorie der Entfremdung integrieren lassen würde.