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By Friedrich Nietzsche

Sprache ist für Nietzsches Philosophie von zentraler Bedeutung. Umso erstaunlicher, d sich sprachphilosophische Äußerungen nur in einzelnen Werkabschnitten, Notizen und Fragmenten, in Aufzeichnungen und Aphorismen verstreut wiederfinden.Einzige Ausnahme ist Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne . Darin beft sich Nietzsche mit der Entstehung der Sprache und mit ihrer Relevanz für die menschliche Selbst- und Welterkenntnis. Die kurze Schrift ist daher ein Schlüsseltext, der für das Verständnis der lebenslangen Sprachreflexionen und der gesamten Philosophie Nietzsches immens wichtig ist.Über Wahrheit und Lüge wird hier erstmals ausführlich kommentiert. Ein Nachwort erläutert Quellen und Einflüsse von Nietzsches Text, seinen Inhalt und zentrale Argumentationslinien sowie seine Rezeption und Wirkung.

By Martin Heidegger

Text: German

By Simone Weil

Simone Weils Cahiers, ihre Notizhefte, sind das Kernstück ihrer Schriften und eines der großen intellektuellen und menschlichen Dokumente dieses Jahrhunderts. Das widerständige Denken dieser großen Philosophin, die sich von keiner weltanschaulichen Richtung, keiner politischen Gruppe oder Partei vereinnahmen ließ, spiegelt sich in diesen nie zu einem Abschluß findenden Reflexionsprozessen. Die Form der dauernden Auseinandersetzung mit anderen (Platon, Descartes, Spinoza, Shakespeare, Racine, Goethe oder mit den indischen heiligen Schriften, der Bibel und dem Mystiker Jean de la Cruz) war für Simone Weil Voraussetzung, unter der sich ihre Gedanken entwickeln konnten; das Gespräch, nicht das geschlossene philosophische System entsprach der ihr eigenen Offenheit, die große Aufmerksamkeit verdient.

By Karl Marx

Eine schallende Ohrfeige für die etablierte Lehrstuhl-Philosophie ihrer Zeit: 1845/46 veröffentlicht, bekämpfen Marx und Engels in ihrem Werk die Weltabgewandtheit etwa der Junghegelianer und schaffen so eines der großen Werke des historischen Materialismus. Es müsse nun endlich um den »praktischen Umsturz der realen gesellschaftlichen Verhältnisse gehen, aus denen diese idealistischen Flausen« hervorgegangen seien. Der Grundgedanke der Schrift ist dabei ebenso einfach wie bestrickend: Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewusstsein. Das extrem einflussreiche Werk, dessen zentrale Passagen in dieser knappen Auswahl geboten werden, hilft bis heute, der Realitätsflucht in den Elfenbeinturm entgegenzuwirken.

By Rüdiger Safranski

Wie kaum ein Zweiter hat Friedrich Nietzsche das Denken der Moderne geprägt. Er sei Dynamit, behauptete er von sich selbst. Man kann sich sein Denken als ein Laboratorium vorstellen, in dem mit provozierenden, bisweilen riskanten Argumenten experimentiert wird. Seine Philosophie ergibt kein System, sondern lebt vielmehr von ihrer inneren Dynamik. Eine „Biografie seines Denkens“ nannte Rüdiger Safranski sein bedeutendes, höchst erfolgreiches Nietzsche-Buch, das zum 100. Todestag erschien und in viele Sprachen übersetzt wurde. Zum 175. Geburtstag am 15. Oktober 2019 erscheint eine Neuausgabe dieses Standardwerks, erweitert um ein Nachwort, das die ungebrochene Aktualität von Nietzsches Denken herausstellt.

By Masato Tanaka

»Tanakas Buch ist eine Fundgrube für alle an der Philosophie Interessierten. Es richtet sich an Einsteiger mit ihren grundlegenden Fragen genauso wie an geschultere Nachdenker, die gewiss an diesem didaktischen Versuch zur Vermittlung von Philosophie ihre Freude haben werden!«

By Epiktet

Freiheit war das Schlüsselwort seines Lebens. Da äußere Freiheit ihm als Sklaven verwehrt war, suchte Epiktet sie in seinem Inneren. Sich von äußeren Dingen zu lösen, darin sah er den Weg zu wahrer Freiheit. Im Handbüchlein sind seine Maximen für ein gutes Leben festgehalten. Kurt Steinmann hat den Text aus dem Griechischen übersetzt.

By Baltasar Gracián

»Diese Aphorismen, hinreißend neu übersetzt von Hans Ulrich Gumbrecht, sind 350 Jahre alt. Gerade heute, wo Nähe und Distanz ununterscheidbar sind, unentbehrlich.« Die Literarische WELT, 10.10.2020 »Wer das Leben verstehen will, muss dieses Buch von 1647 lesen – in glänzender Neuübersetzung« DIE ZEIT, 19.11.2020 »Um sowohl den Sog einer unterkomplexen ›politischen Korrektheit‹ als auch die Gefahren eines vereinfachenden ›Populismus‹ zu vermeiden, soll das ›Handorakel‹ zum Umgang mit der Unübersichtlichkeit anleiten. Dazu leistet die Neuübersetzung von Hans Ulrich Gumbrecht einen beeindruckenden Beitrag. Denn in sprachlicher Hinsicht ist das ›Handorakel‹ dadurch noch einmal deutlich anspruchsvoller geworden.« Deutschlandfunk »Büchermarkt«, 06.12.2020 »Sagen wir es unumwunden: Die neue Übersetzung des ›Handorakels‹ ist ein Glücksfall sondergleichen, in jedem einzelnen Paragrafen.« DIE ZEIT, 03.12.2020 »Wie der Zufall (oder die Vorhersehung) es will, ist soeben Baltasar Graciáns ›Handorakel und Kunst der Weltklugheit‹ in neuer Übersetzung (von Hans Ulrich Gumbrecht) erschienen. Die Aphorismensammlung des Jesuitenpredigers aus dem 17. Jahrhundert diente schon dem spanischen König Philipp IV. als Lebens- und Herrschaftshilfe, und auch Donald Trump hätte gut daran getan, öfter mal einen Blick in das schmale Buch zu werfen.« Cicero, 19.11.2020

By Peter-André Alt

Das Böse ist für die Literatur seit der Romantik ein Objekt der offenen Anziehung und lustvoll inszenierten Sympathie. Peter-André Alt erschließt in seinem Werk die Geheimnisse einer unmoralischen Literatur, die das Böse als ästhetisches Phänomen jenseits aller Werte sichtbar werden lässt. Erzählt wird auf diese Weise eine andere Geschichte des Schönen, von der Nachtseite der europäischen Moderne. Wie keine andere Kunstform vermag die Literatur das Böse in imaginären Szenerien und Personen zur Anschauung zu bringen. In den überlieferten Figuren des Mythos und den Schreckgestalten des Aberglaubens empfängt es körperliche Präsenz; in psychologischen Novellen und Fallgeschichten erhält es seelische Tiefenschärfe; im Drama gewinnt es die unausweichliche Wucht einer verhängnisvollen Geschehensdynamik. Erst seit der Romantik löst sich die Literatur jedoch von den Zwängen einer moralischen Sichtweise auf die Erscheinungsformen der Sünde. Die moderne Literatur wird unmoralisch in einem programmatischen Sinn und entdeckt die ästhetischen Reize des Bösen in den Sensationen des Verbrechens, den Abgründen des Triebs und den Schrecken der Gewalt. Peter-André Alt geht den verschiedenen literarischen Genres und Formen nach, in denen moderne Texte ihre Lust am Bösen kultivieren. Von Goethe über E.T.A. Hoffmann, Shelley, Baudelaire, Huysmans, Wilde, George, Kafka bis zu Jünger, Genet, Kertész und Littell wird eine Phänomenologie des Bösen erkundet, die bis heute ein moralisches Skandalon bedeutet.

By Benedictus de Spinoza

Die EthikI. De Deo / über Gott Appendix / Anhang II. De Natura, & Origine Mentis / Über die Natur und den Ursprung des Geistes III. De Origine, & Natura Affectuum / Über den Ursprung und die Natur der Affekte Affectuum Definitiones / Definitionen der Affekte IV. De Servitute Humana, seu de Affectuum Viribus / Über die menschliche Knechtschaft oder die Macht der Affekte Appendix / Anhang V. De Potentia Intellectus, seu de Libertate Humana / Über die Macht des Verstandes oder die menschliche Freiheit NachwortZeitlichkeit und Ewigkeit Unverhältnismäßigkeit von Gott und Mensch Geschichtlichkeit des Menschen Die Existenz der Dinge Die Unsterblichkeit des MenschenDie IdeeDie Ideen der Ideen Literaturhinweise