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By Georg Büchner
In seinem ersten Drama 'Dantons Tod' (1835) zeichnet Georg Büchner ein düsteres Bild der Französischen Revolution. Er dramatisiert die Ereignisse zweier Wochen im März und April 1794 als Auseinandersetzung zwischen dem 'tugendhaften' Robespierre und dem 'sittenlosen' Danton. Büchners revolutionäres Stück wurde wegen seiner politischen Schärfe und mitunter drastischen Sinnlichkeit zu Lebzeiten des Autors nur zensiert gedruckt. Weil es schonungslos das Scheitern einer humanistischen Idee zeigt, ohne die Idee selbst zu verleugnen, ist 'Dantons Tod' ein Revolutionsstück von ungebrochener Aktualität. Text in neuer Rechtschreibung. - Der Text folgt der historisch-kritischen Ausgabe mit Quellendokumentation und Kommentar ("Marburger Ausgabe").
By Heinrich von Kleist
Beim Erscheinen im Jahr 1808 wurde Heinrich von Kleists 'Die Marquise von O...' wegen der angedeuteten Vergewaltigung als Skandalgeschichte empfunden. Heute gilt die Erzählung als ein frühes Beispiel weiblicher Emanzipation. Am Schicksal der Marquise, die in einem existenziellen Konflikt zu sich selbst findet und Selbstständigkeit gewinnt, hinterfragt Kleist traditionelle Werte und die Konventionen familiären Lebens. In der 'Marquise von O...' erzählt Kleist nicht linear, sondern - wie in einer Kriminalgeschichte - werden erst nach und nach die Zusammenhänge enthüllt und immer neue Spannungsbogen aufgebaut. Das 'Erdbeben in Chili', erschienen im Jahr 1807 unter dem Titel 'Jeronimo und Josephe. Eine Scene aus dem Erdbeben zu Chili, vom Jahr 1647', ist die erste gedruckte Erzählung Heinrich von Kleists. Eine fürchterliche Naturkatastrophe, die mit dem Schicksal von Jeronimo Rugera und Donna Josephe verknüpft ist, führt zu einer Rettung der beiden aus dem Gefängnis; doch die Geschichte endet in einer schrecklichen menschlichen Katastrophe. Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Sabine Doering und einem Nachwort von Christian Wagenknecht.
By Siegfried Lenz
Hamburger Ausgabe der Werke. Eine lesefreundliche Studienausgabe, alle Texte durchgesehen und mit den Originaltyposkripten und Erstdrucken verglichen. Jeder Band erhält einen ausführlichen Kommentar zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte.Siegfried Lenz’ berühmtester Roman, sein Opus magnum über Siggi Jepsen, Insasse einer Anstalt für schwererziehbare Jugendliche, seinen Aufsatz über die »Freuden der Pflicht« und seine Abrechnung mit dem Vater, dem Dorfpolizisten und dessen unrühmlicher Rolle in Nazideutschland gegenüber seinem Malerfreund Nansen. 1968 erschienen, ist die »Deutschstunde«, in mehr als 20 Sprachen übersetzt und über 2,2 Millionen Mal verkauft, ein Meilenstein der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.
By Uli Aumüller
Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane-Scatcherd-Preis. Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter im Jahre 1917 bei seinen Großeltern Schweitzer in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele zu einem emanzipatorischen Vorbild wurde. 1931-1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon und 1937-1944 in Paris. 1933 Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit der Philosophie Husserls auseinandersetzte.Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. Noch 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Unmittelbar nach dem Krieg wurde Sartres Philosophie unter dem journalistischen Schlagwort «Existenzialismus»zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und in fast alle Länder Europas. Er traf sich mit Roosevelt, Chruschtschow, Mao Tse-tung, Castro, Che Guevara, Tito, Kubitschek, Nasser, Eschkol. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris.Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).
By Virginie Despentes
Der erste Teil der Erfolgstrilogie um den gescheiterten Besitzer eines Plattenladens in Paris, der plötzlich auf der Straße steht und sich in einem ganz anderen Leben zurechtfinden muss.»›Das Leben des Vernon Subutex‹ ist ein großformatiges Sittengemälde, ein urbanes, pariserisches, ein politisches dazu.« Gerrit Bartels, Der TagesspiegelÜber 120.000 verkaufte Exemplare der Subutex-Trilogie
By Elias Canetti
Marrakesch - die geheimnisvolle Stadt! Elias Canetti fährt mit Freunden, die dort einen Film drehen, nach Marrakesch. Rasch nimmt ihn der Zauber des Orients gefangen. Er streift durch die Stadt, besucht die Händler der Suks, den Kamelmarkt und beobachtet die Schreiber und Erzähler. Der berühmt gewordene Reisebericht ist das aufschlussreichste Buch über die marokkanische Stadt und das orientalische Leben - und wird begleitet von Photographien aus dieser fremden Welt.
By Andrzej Szczypiorski
Ein Roman voller Poesie und leisen Humors und gleichzeitig ein soziopolitisches Buch, an dem auch Leser von Kriminalromanen Gefallen finden.
By Hannah Arendt
Auf der Grundlage ihrer Prozessberichte über den Eichmann-Prozess in Jerusalem schreibt die Autorin über die geplante und strategisch durchgeführte Vernichtung der europäischen Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Die politischen Hintergründe des Prozesses und die politische Kontroverse, die mit diesem Buch ausgelöst wurde, beschreibt Hans Mommsen in einem enthaltenem Essay.
By Ulrich Plenzdorf
Edgar Wibeau, seventeen years old, has died on Christmas Eve in an unfortunate accident involving electricity. His father, who left the family when Edgard was five, interrogates those close to him, to find out what exactly happened - and who his son really was. Helpfully for the reader, Edgar himself punctuates the father's conversations with his mother, best friend Willi, and Charlie, the woman with whom Edgar was unhappily in love, to give us his version of events from beyond the grave - and a story magically reminiscent of Goethe's The Sorrows of Young Werther and Salinger's The Catcher in the Rye unfolds before our eyes. Originally conceived as a screenplay, Plenzdorf's modern classic was first published in East Germany in 1973. A satire about the cultural and social limits of the GDR, it has long been a set text in German schools, and its critical and popular success remains unabated.