3.3

Das Lied der letzten Reise

By James A. Sullivan

Format:Softcover
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Der Schwertmagier Garelun sucht Frieden – doch alte Freunde, neue Feinde und ein Wagen voller Schätze machen seine letzte Reise zum Abenteuer.

Science Fiction & Fantasy
400 pagesSoftcover
First published July 3, 2026

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3.3(3 ratings)
Christa StünziReviewed by Christa Stünzi

Was bleibt, wenn das Abenteuer vorbei ist? Die Welt ist gerettet, die Schlacht geschlagen, der Held kehrt heim – und normalerweise endet hier die Geschichte. Doch was, wenn genau dort die spannendere Reise beginnt? Wenn der Held mit seinen Verlusten, seinen Erinnerungen und der Frage zurückbleibt, was von all seinen Abenteuern am Ende wirklich zählt? Genau dort setzt Das Lied der letzten Reise von James A. Sullivan an. Garelun hat nach vielen Jahren genug vom Leben als Abenteurer. Gemeinsam mit seinem Fuchsgefährten Beregaun bricht er zu einer letzten Reise auf, um seine einst versteckten Schätze einzusammeln und danach an seinem Sehnsuchtsort am Meer zur Ruhe zu kommen. Doch die losen Enden eines langen Lebens lassen sich nicht einfach zusammenführen. Wer grosse Schlachten und permanente Action erwartet, ist hier falsch. Die Reise ist langsam, poetisch und philosophisch. Begegnungen, Freundschaft, Verlust, Abschied und Neuanfang bekommen den Raum, den in Fantasyromanen sonst häufig die nächste grosse Bedrohung einnimmt. Und genau das hat mich begeistert: Eine Fantasygeschichte muss nicht immer davon erzählen, wie jemand die Welt rettet. Manchmal liegt das grössere Abenteuer darin, nach allem Erlebten seinen Platz in ihr zu finden. Garelun trägt vieles aus seiner Vergangenheit mit sich. Er hat Verluste erlebt, musste Träume loslassen und kennt die Schuldgefühle eines Menschen, der sich fragt, ob er andere hätte retten können. Trotzdem ist er weder an seinem Schicksal noch an Rache zerbrochen. Er hat das Erlebte verarbeitet und zu einem Teil seines Lebens gemacht, ohne zuzulassen, dass es sein weiteres Leben bestimmt. Damit ist Das Lied der letzten Reise für mich eine philosophische Cosy Fantasy. Der Roman stellt Fragen nach Lebenssinn und Vergänglichkeit, nach der Weitergabe von Wissen und Erfahrungen und immer wieder danach, was wir am Ende zurücklassen: Welche Menschen haben wir auf unserem Weg berührt? Wo haben wir ihr Leben verändert oder vielleicht ein kleines bisschen besser gemacht? Und wie gehen wir weiter, wenn uns das Leben etwas nimmt, das untrennbar zu uns zu gehören schien? Besonders mochte ich Gareluns Haltung gegenüber anderen. Er ist offen, gibt Erfahrungen und Wissen weiter und findet neue Gefährten. Gleichzeitig versucht er nicht, jeden Menschen von seiner Sicht auf das Leben zu überzeugen. Wer nur von Gier, Ruhm oder den eigenen Interessen getrieben wird und sich auf nichts anderes einlassen möchte, den lässt er ziehen. Auch darin steckt eine bemerkenswerte Gelassenheit. Und natürlich macht ein magischer Fuchsgefährte eine Geschichte noch ein kleines bisschen schöner. Beregaun ist aber weit mehr als schmückendes Beiwerk. Je mehr wir über ihn erfahren, desto spannender wird auch die besondere Verbindung zwischen den beiden. Ganz leicht hat es mir das Buch am Anfang allerdings nicht gemacht. Sehr viele Figuren, Namen und Orte prasseln gleichzeitig auf einen ein. Das Glossar war Gold wert – eine Karte hätte ich mir zusätzlich sehr gewünscht. Zwischendurch war ich tatsächlich kurz davor, selbst eine zu zeichnen. 😄 Auch später verlangt die Vielzahl der Figuren Aufmerksamkeit. Dafür ist Das Lied der letzten Reise ein Gesamtkunstwerk. Cover, Illustrationen, Geschichte und selbst der Titel greifen ineinander. Nichts daran scheint zufällig gewählt. Viele Details bekommen im Verlauf der Geschichte eine Bedeutung und fügen sich zu einem stimmigen Ganzen. Ein herzerwärmender, poetischer und philosophischer Cosy-Fantasy-Roman über das Leben nach dem grossen Abenteuer. Über Verlust und Neuanfang, über die Spuren, die wir im Leben anderer hinterlassen – und darüber, dass genau diese Spuren am Ende unsere wertvollsten Schätze sein können. 4/5 ⭐

CKReviewed by CK

Keine große Story, nur ein alter Held, der zu seinem Ruhestandsort reist. Einfach eine Wohlfühlgeschichte, die flüssig geschrieben ist.

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