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By Johannes Willms

«Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen» – so ließ der wohl berühmteste Diplomat der Weltgeschichte einmal den spanischen Gesandten wissen, als dieser ihn an ein nicht eingehaltenes Versprechen erinnerte. Johannes Willms geht in seinem neuen Buch dem rätselhaften Genie jenes Mannes nach, der es mit unnachahmlicher Geschmeidigkeit verstand, in sechs verschiedenen Regimen sechsmal eine führende Rolle einzunehmen und das vollständig besiegte Frankreich ohne die geringste Gebietsabtretung durch den Wiener Kongress zu lotsen. Talleyrands Opportunismus mit seinen geradezu mythischen Dimensionen hat ihm bis heute bei den Historikern eine schlechte Presse und heftige moralische Verurteilungen eingetragen. Anders als das gängige Bild vom skrupellosen Verräter portraitiert Willms' neue Biographie Talleyrand erstmals jenseits aller Klischees als Phänotyp seiner Zeit – einer Epoche gewaltiger sozialer und politischer Umbrüche, von der seine hochadlige Gesellschaftsschicht besonders stark betroffen war.

By Hermann Heller, Gerhart Niemeyer

Hermann Heller ; In Der Bearbeitung Von Gerhart Niemeyer. Includes Bibliographical References And Index.

By Hans-Hermann Hoppe

In diesem Werk beschreibt Hans-Hermann Hoppe die Grundlagen des Libertarismus und erläutert die korrekte Anwendung des Nichtaggressionsprinzips. Anhand dessen grenzt er Linkslibertäre aufgrund ihres Verständnis von "Leben und leben lassen" aus und wendet sich der politischen Rechten zu.

By Max Weber

About the AuthorMax Weber, Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalokonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Gottingen; 1889 Promotion uber die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift uber Romische Agrargeschichte; Ordinarius fur Nationalokonomie in Freiburg und Heidelberg, fur Staatswirtschaft in Munchen; Redakteur des Archiv fur Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und des Grundriss der Sozialokonomik; gestorben 1920.

By Maxim Biller

Maxim Billers schriftstellerisches Werk ist eine großangelegte Suche nach Wahrheit. Seine Literatur ist der umfassende Versuch, das Unvereinbare zu vereinbaren, Schmerz in Erkenntnis zu verwandeln sowie bequeme Konventionen aufzuspüren und zu sprengen. Dabei übernehmen Billers Essays weit mehr als eine Nebenrolle. Sie führen nicht nur vor, dass die Gattung im Kern eine zutiefst literarische ist, sondern auch, wie die Literatur in Sachen Wahrheitsfindung der Wissenschaft oder dem Journalismus voraus sein kann. Dieser Band versammelt eine repräsentative Auswahl an Texten aus den letzten drei Jahrzehnten, in denen sich Biller insbesondere mit der deutschen, jüdischen und amerikanischen Literatur sowie mit deutscher Gesellschaft, Politik und Geschichte auseinandersetzt. In ihrer zeitlosen Gültigkeit, stilistischen Brillanz und argumentativen Wucht prägten und prägen sie die Gattung in der deutschsprachigen Literatur maßgeblich.

By Christiane Tietz

«Ein grauenerregendes Schauspiel für alle nicht Schwindelfreien»: So beschrieb der bedeutendste Theologe des 20.Jahrhunderts sein Denken. Christiane Tietz erzählt in dieser ersten deutschsprachigen Biographie seit Jahrzehnten Karl Barths Leben im Widerspruch gegen den theologischen Mainstream, gegen den Nationalsozialismus und privat, unter einem Dach mit Ehefrau und Geliebter, im Widerspruch mit sich selbst. Ihr anschauliches Buch lässt einen der faszinierendsten Denker des letzten Jahrhunderts neu entdecken.Während sich deutsche Dichter und Denker im Ersten Weltkrieg am Erlebnis von Gemeinschaft und Transzendenz berauschten, trat der Schweizer Theologe Karl Barth (1886 1968) allen Versuchen entgegen, in der Kultur oder den eigenen Gefühlen Göttliches zu finden. Gerade das machte ihn frei für höchst irdische Engagements: Er galt als «roter Pfarrer», war federführend an der «Theologischen Erklärung von Barmen» beteiligt, dem Gründungsdokument der Bekennenden Kirche, und protestierte gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Christiane Tietz geht überzeugend den Wechselwirkungen zwischen Barths persönlicher und politischer Biographie und seiner Theologie nach. Zahlreiche neu erschlossene Dokumente beleuchten weniger bekannte Seiten Barths, etwa seine langjährige «Notgemeinschaft zu dritt», die er mit seiner Frau und seiner Mitarbeiterin Charlotte von Kirschbaum führte. So entsteht das anschauliche Porträt eines Theologen, der sich selbst als «Gottes fröhlicher Partisan» bezeichnete, der als Prophet und genialer Geist verehrt und als Kritiker gefürchtet wurde und der wie kein Zweiter die Theologie eines ganzen Jahrhunderts geprägt hat.

By Axel Kuhn

Der Reihenherausgeber Professor Dr. Gerhard Henke-Bockschatz ist Professor für Didaktik der Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main.

By Karl Philipp Moritz

Karl Philipp Moritz (15.9.1756 Hameln – 26.6.1793 Berlin) wuchs in einem religiös-restriktiven Elternhaus auf. Seit 1778 unterrichtete er am renommierten Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Mit Goethe hielt er sich 1786–88 in Italien auf, wo er seine Ideen zur Eigengesetzlichkeit (Autonomie) der Kunst entwickelte, die auf Goethe und die Weimarer Klassik großen Einfluss ausübten. 1789 wurde er Professor an der Berliner Akademie der Künste. In seiner Zeitschrift für »Erfahrungsseelenkunde« widmete er sich psychologischen Fragen, die Eingang in seinen bedeutenden »psychologischen Roman« Anton Reiser fanden, der seine eigene, von hoher Begabung, aber tiefem persönlichen Unglück geprägte Bildungsgeschichte negativ beschreibt.

By Volker Reinhardt

Eine sehr gelungene Biografie des Renaissance-Denkers Niccolò Machiavelli (1469-1527), die sein Wirken differenzierend in den historischen Kontext stellt. Rezension : Die Rezeption des Renaissance-Denkers Niccolò Machiavelli (1469-1527) ist mannigfaltig: Den einen galten oder gelten seine Werke als zynisches Rezeptbuch für skrupellose Macht-Junkies oder Diktatoren, anderen als Vordenken eines demokratischen Systems; Rousseau vermutete darin eine versteckte Anleitung zum Sturz von Tyrannen ... In dieser sehr gelungenen Biografie wird das Leben des scharfsinnigen Denkers nachgezeichnet. Der Autor, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg, stellt seinen Protagonisten und dessen Gedanken dabei eingebettet in den Kontext seiner Zeit vor - ein "Biotop", in dem mit brutalsten Mitteln um die Macht gerungen wurde und der Gedanke eines demokratischen Rechtsstaats im heutigen Sinne noch weit entfernt war. Eingebunden in diesen Kontext, so der Autor, muss man Machiavelli einordnen und verstehen - als einen, der als Mensch im Florenz der Renaissance das Spiel der Macht illusionslos durchschaute, über Wege aus den Krisen seiner Zeit nachdachte und dabei aber sehr wohl ein Ideal im Auge hatte. Empfohlen neben R. King: "Machiavelli". (2) (id zur Originalausgabe 2012)

By Theodor Mommsen

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