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By Selma Meerbaum-Eisinger
Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.
By Jan Ulenbrook
Die kürzeste Gedichtform von Weltrang – das ist das klassische Haiku. Das Ziel dieser Dichtung: einen Moment so in Worte zu fassen, dass trotz der Knappheit des sprachlichen Ausdrucks dessen Weltgehalt fassbar wird. Diese Auswahl, gegliedert in die Themen Neujahr, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, führt in Gärten mit blühenden Kirschbäumen, über taubedeckte Wiesen im Morgengrauen und auf schneebedeckte Bergpässe, die in der Wintersonne glitzern. Ein poetischer Gang durch die Jahreszeiten.
By Else Lasker-Schüler
Gottfried Benn nannte sie »die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Ihre Gedichte beschwören in üppiger, prunkvoller und zugleich zarter Sprache die Poetisierung des Lebens in sich verdunkelnder Zeit. Die jüdischen und orientalischen Phantasien, ihre Masken und Rollen als Prinz Jussuf von Theben, Tino von Bagdad oder der ›Malik‹ haben jedoch nie ihre Klarsicht getrübt, bis hin zum letzten berühmten Gedichtband »Mein blaues Klavier«, 1943 im Jerusalemer Exil erschienen. Die vorliegende Edition stellt das lyrische Gesamtwerk Lasker-Schülers vollständig und in chronologischer Ordnung vor. Jedem Gedicht werden detailreiche Informationen beigegeben: über den (auto)biographischen Hintergrund der mit der Bohème und dem Berliner Kulturbetrieb der Weimarer Zeit vernetzten Dichterin wie auch zum breiten Anspielungshorizont der jüdischen Tradition. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin
By Johann Wolfgang Goethe
Ob »Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut!«, »Füllest wieder Busch und Tal / Still mit Nebelglanz« oder »Zum Sehen geboren, / Zum Schauen bestellt« – unzählige Verse aus Goethes lyrischem Werk sind auch heute noch gern verwendete Bonmots. Mehr als dreitausend Gedichte schrieb Goethe, in unterschiedlichsten Formen, Traditionen und zu den verschiedensten Themen. Mit diesem an Umfang und Bedeutung außergewöhnlichen Werk hat er das deutschsprachige Gedicht der Neuzeit erst eigentlich ermöglicht: »Prometheus«, »Erlkönig« oder die Sammlung »West-östlicher Divan« sind Klassiker im besten Sinne des Wortes. Die 50 schönsten und bekanntesten Gedichte des Dichterfürsten laden dazu ein, sein großes lyrisches Werk (wieder) zu entdecken! – Mit einer kompakten Biographie des Autors.
By Dietrich Bode
Er nimmt ab und zu, er zieht bei Ebbe das Wasser ins Meer und wirft es bei Flut an Land, er lockt die Schlafwandler aus den Betten und treibt in vollem Zustand die Empfindlichen zum Wahnsinn, bringt die Hunde zum Heulen, die Liebenden zueinander – er, oder sie: la luna, der Mond. Die 150 schönsten Mond-Gedichte der deutschen Literatur, von über 80 Autoren: konkurrenzlos vollmondig!
By Johann Wolfgang von und Erich (Herausgeber) Trunz Goethe (Verfasser)
Goethes Gedichte erscheinen in diesem Band in einer Anordnung, welche die großen Epochen seines Schaffens deutlich werden läßt: Sturm und Drang, die ersten Weimarer Jahre, die Zeit der Klassik, die Alterswerke. Innerhalb dieser zeitlichen Gruppen bleibt das durch Inhalt und Form Zusammengehörige beieinander: die Balladen, die Elegien usw. Manche dieser Gruppen hat Goethe selbst zusammengestellt, z.B. die Römischen Elegien und die Sonette. Der Band zeigt die ganze Weite von Goethes lyrischem Werk. Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz.
By Arthur Rimbaud
Arthur Rimbaud, einer der wortgewaltigsten und bis heute meistgelesenen Dichter Frankreichs, leitete mit freien Versen und einer umfassenden Revolte gegen die Tradition die lyrische Moderne ein. In dem berühmten symbolistischen Dreigestirn Mallarmé-Verlaine-Rimbaud war er sicherlich der Radikalste - die Bewegung des Surrealismus ist ohne ihn nicht zu denken. Diese zweisprachige Ausgabe bietet eine Übertragung, die sich in ihrer Klarheit von den bisherigen deutschen Traditionen des Rimbaud-Übersetzens (expressionistischem Pathos wie modernistischer Auflösung der Form) gleichermassen abhebt. Enthalten sind sämtliche Gedichte Rimbauds, die Zyklen IDoUne saison en enferIDk und IDoIlluminationsIDk, dazu die beiden ?Seher-Briefe? mit Rimbauds Dichtungstheorie. Kommentar, Nachwort und Zeittafel runden den Band ab.
By Kurt Schwitters
Der Band bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das Werk des Pioniers experimenteller Dichtung, des Schöpfers von „Merz“ und „Anna Blume“, des Dadaisten Kurt Schwitters.