Empfehlungen basierend auf "Zwischen Vergangenheit und Zukunft"
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von Arthur Schopenhauer
Der komplette Schopenhauer: Jeder Band bringt den integralen Text in der originalen Orthographie und Interpunktion Schopenhauers; Übersetzungen und seltene Fremdwörter sind in eckigen Klammern eingearbeitet; ein Glossar wissenschaftlicher Fachausdrücke ist als Anhang jeweils dem letzten Band der Welt als Wille und Vorstellung, der Kleineren Schriften und der Parerga und Paralipomena beigegeben. Die Textfassung geht auf die historisch-kritische Gesamtausgabe von Arthur Hübscher zurück; das editorische Material besorgte Angelika Hübscher.
von Søren Kierkegaard
In diesem Band sind vier kürzere Abhandlungen Kierkegaards aus der Zeit von 1843 bis 1849 vereinigt, die jedoch nicht minder zentral sind für Kierkegaards philosophisch-theologisches Denken als die frühen großen Schriften.›Die Krankheit zum Tode‹ (1849) untersucht ebenso wie die Abhandlung ›Der Begriff der Angst‹ (1844) das Wesen der Sünde. Während Kierkegaard im ›Begriff der Angst‹ dieses Phänomen als die Voraussetzung der Erbsünde bewußt nur psychologisch analysiert, geht er in ›Die Krankheit zum Tode‹ unmittelbar von christlichen Voraussetzungen aus und wendet sich scharf gegen Hegel, der nach seiner Ansicht die Kernbegriffe des christlichen Glaubens, vor allem den Schuldcharakter der Sünde – und damit das Hauptstück des Glaubens – auflöst. »Die Krankheit zum Tode ist Verzweiflung« und »Verzweiflung ist die Sünde«. Sünde liegt, christlich verstanden, nicht in der Erkenntnis, sondern im Willen, ihr Gegensatz ist nicht Tugend, sondern Glaube. Nur im Glauben ist die Sünde überwunden, die Krankheit geheilt.Auch die Abhandlung ›Furcht und Zittern‹ (1843) beschäftigt sich mit einem Zentralthema christlicher Philosophie, sie stellt den Versuch dar, das Wesen des Glaubens neu zu bestimmen. ›Furcht und Zittern‹ ist wohl das persönlichste Werk Kierkegaards, das, wie er 1849 in seinem Tagebuch vermerkt, sein eigenes Leben reproduziere.Die vierte Schrift des Bandes, die gleichzeitig mit ›Furcht und Zittern‹ erschien, ›Die Wiederholung‹ ist vor dem biographischen Hintergrund von Kierkegaards Verlobung mit Regine Olsen zu sehen. Sie variiert das gleiche Thema wie ›Furcht und Zittern‹, jedoch in einer kunstvollen literarischen Form, in der Liebesgeschichte eines jungen Menschen, an der das philosophische Problem der Wiederholung dargestellt wird.
von Marc Aurel
Marc Aurels »Selbstbetrachtungen« sind als wichtiges Werk der Stoa zentral im Philosophiestudium. Gernot Krapingers Neuübersetzung in zeitgemäßer Sprache ist mit reichen Erläuterungen versehen, die Traditionen in der antiken Philosophie sowie Querbezüge aufzeigen. Dazu werden Begriffe und die genannten Personen erklärt, es gibt einen Stammbaum und ein Nachwort zum Autor sowie zu Entstehungskontext und Wirkung seines einflussreichen Werkes.
von Anna Schriefl
Die Stoa war eine der bedeutendsten Philosophenschulen der Antike. Ihr Einfluss erstreckt sich bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Neuerdings greifen Philosophen wieder vermehrt Elemente der antiken Stoa auf, aber auch Psychologen und Therapeuten orientieren sich an stoischen Grundsätzen. Und immer mehr Menschen versuchen, ihre eigene Lebensführung »stoisch« auszurichten. Damit wird die Stoa heute wieder ähnlich ernst genommen wie in der Antike: nicht nur als philosophisches System, sondern auch als Lebenskunst. Anna Schriefls Einführung liefert einen Überblick über die gesamte Lehre der antiken Stoa (Logik, Physik, Ethik) und ihren Einfluss bis heute.
von Baptiste Morizot
Wenn wir die Natur und uns selbst begreifen wollen, müssen wir unsere ausgetretenen Pfade verlassen. Erst abseits von ihnen kommen wir der Tiefe und Vielfalt von Leben und Umwelt auf die Spur. Der Philosoph Baptiste Morizot hat sich immer wieder in die Wildnis gewagt, um die Perspektiven der Tiere und ihre Gewohnheiten kennenzulernen. Wer ihn dabei begleitet, trifft auf Wölfe und Bären, lernt ihre Geheimnisse kennen. Morizots Erkundungen eröffnen einen neuen Blick auf das Wesen des Menschen und die Frage, wie wir mit anderen Arten kommunizieren können. Die Kunst des Spurenlesens kann uns dabei helfen, das Verhältnis von Mensch und Natur neu zu erfahren. (Quelle: buchhandel.de).
von Baruch de Spinoza
Baruch de Spinoza: Ethik. In geometrischer Weise behandelt in fünf TeilenEdition Holzinger. TaschenbuchBerliner Ausgabe, 2016, 4. AuflageVollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael HolzingerEthica ordine geometrico demonstrata. In den Hauptteilen zwischen 1662 und 1665 entstanden und in den Jahren bis zu Spinozas Tod (1677) mehrfach überarbeitet. Erstausgabe in: Opera posthuma, Amsterdam 1677. Erste deutsche Übersetzung durch J. L. Schmidt unter dem Titel »Baruch von Spinozas Sittenlehre«, Frankfurt am Main und Leipzig 1744. Der Text folgt der Übersetzung durch Jakob Stern von 1888.Textgrundlage ist die Ausgabe: Spinoza: Ethik. Aus dem Lateinischen von Jakob Stern. Herausgegeben von Helmut Seidel, Leipzig: Philipp Reclam jun., 1975.Herausgeber der Reihe: Michael HolzingerReihengestaltung: Viktor HarvionUmschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Porträt des Philosophen Baruch de Spinoza, Ölgemälde um 1665, im Besitz der Gemäldesammlung der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.Gesetzt aus der Minion Pro, 10 pt.
von Anna-Lisa Dieter
»Susan Sontag hat mein Leben verändert. Die Beschäftigung mit ihr hat mir schlagartig klargemacht: Denken kann glamourös sein, und es kann unsere Sinne schärfen.« Susan Sontag ist Kult. Für Generationen von Studierenden ist die New Yorker Intellektuelle ein Vorbild, ihre Essays zu Politik und Popkultur, aber auch zu Philosophie, Fotografie, Literatur und Sexualität sind bewusstseins- und stilprägend. Ihr bewegtes Leben (und Liebesleben) an der Seite zahlreicher Berühmtheiten – von Andy Warhol bis Annie Leibovitz – hat ebenfalls zum Mythos Sontag beigetragen. Anna-Lisa Dieter resümiert: Susan Sontag hat dem Denken erst Glanz verliehen – und es dabei geschafft, zum moralischen Gewissen Amerikas zu werden.
von undefined Aristoteles
Das Glück ist das höchste Gut des Menschen – aber worin besteht ein glückliches Leben? Und wie wird man ein guter Mensch? In der zehn Bücher umfassenden Nikomachischen Ethik grenzt Aristoteles Tugenden von Affekten und von tadelnswerten Charaktereigenschaften ab, untersucht die Bedeutung von Werten wie der Freundschaft und gibt gewissermaßen einen Leitfaden für ein gutes, tugendhaftes und glückliches Leben. Als ein Hauptwerk der westlichen Ethik ist die Nikomachische Ethik ein zentraler Text im Philosophiestudium. Diese Ausgabe bietet eine gut lesbare Neuübersetzung in zeitgemäßer Sprache und einen neuen Kommentar.
von Martin Heidegger
Heidegger gibt in seiner Vorlesung von 1951/52 auf die im Titel gestellte Frage keine Antwort, die man einfach nur zur Kenntnis nehmen müsste. Denn: »In das, was Denken heißt, gelangen wir, wenn wir selber denken. Damit ein solcher Versuch glückt, müssen wir bereit sein, das Denken zu lernen.« Das aber heißt, dass wir noch nicht – jedenfalls nicht eigentlich – denken. Warum? Heidegger fand in diesem Text den nötigen Schritt des Denkens deutlicher gemacht als in allen seinen anderen Schriften. Mark Michalski hat für diesen Band ein neues Nachwort verfasst.