Empfehlungen basierend auf "Zufallsfamilie: Liebe, Drogen, Gewalt und Jugend in der Bronx"
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von Louise Erdrich
»Erdrich schreibt voller Leichtigkeit, Witz und mit einem scharfen Blick auf die US-Gesellschaft aus der Perspektive von „native americans“. Dabei versteht sie es meisterhaft, gesellschaftspolitische Ereignisse in die Handlung einfließen zu lassen.«
von Jodi Picoult
Ruth Jefferson ist eine der besten Säuglingsschwestern des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut. Dennoch wird ihr die Versorgung eines Neugeborenen von der Klinikleitung untersagt – die Eltern wollen nicht, dass eine dunkelhäutige Frau ihr Baby berührt. Doch eines Tages arbeitet Ruth allein auf der Station und bemerkt, dass das Kind keine Luft mehr bekommt. Sie entscheidet schließlich, sich der Anweisung zu widersetzen und dem Jungen zu helfen. Doch ihre Hilfe kommt zu spät, und Ruth wird von den Eltern des Jungen angeklagt, schuld an dessen Tod zu sein. Ein nervenaufreibendes Verfahren beginnt ...
von Johanne Lykke Holm
Ein brütend heißer Sommer in einer schmutzigen, trägen Stadt am Fluss. India arbeitet an der Universität dieser Stadt und lebt gemeinsam mit ihrem Freund Kallas in einem Wohnkomplex mit Parkanlage. Da lädt Desma, eine Freundin aus Kindertagen, das Paar in ihr großes Haus am Meer ein, und die beiden fahren hin. Dort angekommen, legt sich jedoch eine seltsame, unheimliche Stimmung über die scheinbare Urlaubsidylle. Im Radio wird von verschwundenen Kindern berichtet, ein Mann ertrinkt fast beim Baden, Feuer wüten in der näheren Umgebung. Eines Nachts tauchen drei Kinder auf, die allein sind und nirgendwo hin können. Desma bietet den Kindern Unterschlupf für die Nacht, aber als sich der Waldbrand weiter ausbreitet, sind sie gezwungen, länger zu bleiben. Die Dinge verkomplizieren sich, als India und Kallas eine liebevolle und fürsorgliche Beziehung zu den Kindern aufbauen und letztlich vor der Fragen stehen, wem Kinder eigentlich gehören, ob sie überhaupt jemandem gehören.In Rote Sonne erzählt Johanne Lykke Holm von Gemeinschaft und Familie, von Fürsorge und Verantwortung, aber auch von drohender Gewalt und Unheimlichkeiten, von Versehrungen, die Menschen ein Leben lang prägen. Johanne Lykke Holm schafft mit ihrer kraftvollen und einzigartigen Bildsprache eine intensive Atmosphäre und erzählt eine Geschichte, die so glaubhaft wie metaphysisch ist, traumgleich und gleichzeitig hellwach.
von Charmaine Wilkerson
Als sich Eleanor Bennetts erwachsene Kinder Benny und Byron zu ihrer Beerdigung wiedersehen, bekommen sie ein unerwartetes Erbe zugesprochen: Zum einen einen letzten traditionellen karibischen schwarzen Kuchen, der im Gefrierfach auf sie wartet, um sie an ihre Wurzeln zu erinnern. Und zum anderen die Geschichte ihrer Mutter, aufgenommen auf Tonband, kurz bevor sie starb – gemeinsam mit einer Aufgabe, die für die beiden alles verändert.»Black Cake« erzählt von der unausweichlichen Erfahrung, in die Geschichte der eigenen Familie hineingeworfen zu werden, ihren verheerenden Auswirkungen über Generationen und Kontinente hinweg – und dem Zusammenhalt, den sie stiftet. »Ich war sofort gefesselt.« Bonnie Garmus
von Itamar Vieira Junior
Eine furiose literarische Reise in den Norden Brasiliens.
von Usama Al Shamani
Die irakischstämmige Aida verleugnet ihre Herkunft, was immer wieder zu Streit mit ihrem Freund führt. In ihrer Not setzt sie sich hin und beginnt aufzuschreiben, was sie nicht sagen kann. Geboren in einem iranischen Flüchtlingslager, kam sie mit ihren Eltern und der älteren Schwester in die Schweiz. Die Mädchen gehen zur Schule, aber ihre Eltern kommen mit dem westlichen Alltag nicht zurecht und verklären mehr und mehr ihre Heimat. Der Vater, ein konservativer Theologe, beschliesst schliesslich, mit der ganzen Familie in den Irak zurückzukehren. Aber was für die Eltern die Heimat ist, die sie einst verlassen haben, ist für die beiden Schwestern ein fremdes Land. Als die Ältere verheiratet werden soll, fliehen sie nun ihrerseits und gelangen als unbegleitete Minderjährige in die Schweiz. Aber auch sie lässt die Vergangenheit nicht los.
von Maryam Madjidi
Maryam muss mit ihren Eltern ihr Herkunftsland verlassen. Maryam trennt sich von ihrer Oma und verabschiedet sich von ihren Spielsachen, ihrem Kinderzimmer. Als sie in Frankreich ankommt, fängt alles wieder von vorne an: eine neue Wohnung, ein neues Viertel, eine neue Schule, aber vor allem eine neue Sprache! Maryam merkt schnell, dass sie nur Bahnhof versteht und fühlt sich sehr einsam, bis sie auf jemanden trifft, der sie fragt, wie sie heißt.
von Sejal Badani
Als ihr Vater ins Koma fällt, kehrt Sonya widerstrebend in das Haus ihrer Kindheit zurück. Hier trifft sie nach Jahren in der Fremde auf ihre Mutter und ihre beiden Schwestern Marin und Trisha – als Töchter indischer Einwanderer scheint für sie der amerikanische Traum wahr geworden zu sein.Doch der Schein trügt. Ihr Wiedersehen und die Krankheit ihres Vaters zwingen sie dazu, die Vergangenheit aufzuarbeiten – die Geschichte eines dominanten Mannes, der als Einwanderer in einem fremden Land unter alltäglicher Diskriminierung litt. Mit erschütternder Ehrlichkeit erzählt die Autorin in »Der Weg heim« eine berührende Geschichte des Leids sowie der befreienden Macht der Worte und der Wahrheit.
von Arundhati Roy
Bewegt von dem Ansturm der Erinnerungen und Gefühle, die vom Tod der Mutter hervorgerufen werden, erzählt Arundhati Roy die zutiefst beeindruckende und manchmal verstörende Geschichte ihres eigenen Lebens. Ein intimer, bedeutsamer und sensibel erzählter Blick auf Kindheit und Gegenwart, auf vererbten Widerstandsgeist und die Lebensrealität in Indien. Und eine Geschichte über Geschwister, die zusammenhalten gegen mütterliche Gewalt, sowie eine junge Frau, die ausbricht, um eine der unerschrockensten Stimmen unserer Zeit zu werden.