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Wir schon wieder 16 jüdische Erzählungen

von Dana von Suffrin

Format:eBook

Dass es heute in Deutschland wieder eine jüdische Literatur gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn vieles die hier versammelten Schriftstellerinnen und Schriftsteller trennt, vereint sie jüdische Sozialisierung, geistige Tradition und ein fragiles Verhältnis zur deutschen Mehrheitsgesellschaft. Am 7. Oktober ist das allen wieder aufs Deutlichste bewusst geworden. In diesem Kontext ist die Idee zu Jüdisch, deutsch etc. entstanden. Dana von Suffrin konnte eine Vielzahl prominenter Beiträgerinnen und Beiträger gewinnen, und so versammeln sich trotz aller Differenzen – politisch, persönlich, künstlerisch – in diesem Band 16 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, um in Prosastücken, Erzählungen oder Essays über das zu schreiben, was sie gerade bewegt.Mit Beiträgen von Adriana Altaras, Maxim Biller, Zelda Biller, Yevgeniy Breyger, Joe Fleisch, Marina Frenk, Lena Gorelik, Elfriede Jelinek, Dmitrij Kapitelman, Olga Mannheimer, Eva Menasse, Slata Roschal, Linda Rachel Sabiers, Dana von Suffrin, Ljudmila Ulitzkaja, Dana Vowinckel.

Geschichte, Geistes- & Gesellschaftswissenschaften
17 SeiteneBook
Erschienen an: 2024-08-13

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(1 ratings)
noraRezension von nora

was für eine achterbahnfahrt! in "wir schon wieder" versammeln sich 16 kurzgeschichten aus den perspektiven von sehr unterschiedlichen autor:innen. die idee des buches ist, die wahrnehmung und erfahrung(en) von jüd:innen in deutschland nach dem 7. oktober 2023 festzuhalten. nicht alle kurzgeschichten nehmen direkt bezug auf den 7. oktober oder israel/palästina überhaupt, stehen aber dort als jüdische stimme. in manchen essays habe ich mich sehr wiedergefunden, würde diese differenzierten stimmen in mancher debatte gerne lauter hören. von anderen texten habe ich mich regelrecht abgestoßen gefühlt. wenn elfriede jelinek den palästinenser:innen "die aufnahme in die zivilisation" abspricht prallt das auf eva menasses text, der sich mit dem deutschen (also nicht dem dem "importierten") antisemitismus auseinandersetzt. mancher text liest sich wie eine whatsapp-nachricht, die direkt nach einem schrecklichen ereignis, ohne viel zu konzeptualisieren, niedergeschrieben ist und vor allem den zweck hat, der eigenen community vom eigenen schmerz zu erzählen. solche texte sind wichtig, aber in einem gebundenen buch hätte ich mir von manchen autor:innen mehr reflexion gewünscht.

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