Empfehlungen basierend auf "Willems letzte Reise"

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von Judith W. Taschler

Nach gründlicher Recherche präsentiert die Autorin einen raffiniert aufgebauten zeitgeschichtlichen Roman mit Tiefgang.

von Hera Lind

"1970, ein abgelegener Bauernhof in der Steiermark: Hier wird das zweieinhalbjährige Heimkind Steffi vom Jugendamt als Pflegekind untergebracht. Die Kinder des Bauern leben wie die Maden im Speck, die Pflegekinder müssen unter sklavenähnlichen Umständen bis zur Erschöpfung täglich barfuß schuften, sogar im Stall übernachten. Bei kleinsten Vergehen wind Steffi geschlagen und muss zur Strafe stundenlang auf Holzscheiten knien. Dann lernt sie eine noch größere Grausamkeit kennen. Da ist sie neun. Als sie schwanger in ein Kloster flüchtet, nimmt ihr Leben eine dramatische Wende..." --

von Deana Zinßmeister

Die Geschichte von der Flucht ihrer Eltern aus der DDR kennt Britta Hofmeister seit Kindesbeinen. Sie selbst kam in der Bundesrepublik zur Welt, wuchs mit ihren Geschwistern behütet auf und hatte nie Grund, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Bis ihr Vater an Demenz erkrankt. Zunehmend verwirrt, beginnt er, von früher zu erzählen. Und bald wird klar: Was bei der Flucht 1961 wirklich geschah, hat er jahrzehntelang verschwiegen. Nun kommt die dramatische Wahrheit ans Licht und stellt die Familie vor eine Zerreißprobe …

von Tamara Petkewitsch

Erinnerungen, Aus dem Russischen von Renate Reschke / / German literature / Duits / German / Allemand / Deutsch / hard cover / dust jacket / 14 x 22 cm / 509 .pp /

von Irina Korschunow

Das Paradebeispiel einer deutschen Familiengeschichte, in der Verhaltensmuster sichtbar werden, die Tausende von Frauenschicksalen geprägt haben – jetzt als Großdruck! 

von Fabio Andina

5. März 1944: In Cremenaga, einem kleinen Dorf an der italienisch-schweizerischen Grenze, wird der Schreiner Giuseppe Vaglio von der deutschen SS verhaftet. Er hat Juden und verletzten Partisanen geholfen, den Grenzfluss Tresa zu überqueren und sich in die Schweiz zu retten. Am 6. Juli 1945, sechzehn Monate nach seiner Verhaftung, kehrt Giuseppe zurück: verwundet, abgemagert, auf einem Ohr taub. Bis an sein Lebensende schweigt Giuseppe – er ist der Großvater von Fabio Andina – über das, was er erlebt hat. Im Roman Sechzehn Monate zeichnet Andina das Bild einer Dorfgemeinschaft, die in Kriegszeiten zusammenhält, obwohl der Faschismus einzelne Dorfbewohner vergiftet. Er porträtiert Giuseppes Frau, die fromme Concetta, die versucht, ihre zwei Kinder nie spüren zu lassen, wie verzweifelt sie ist. Und er begleitet Giuseppe auf seinem Leidensweg durch drei italienische Gefängnisse, auf dem Transport nach Mauthausen und durch den Albtraum der KZ-Zwangsarbeit. Nach Kriegsende kehrt Giuseppe zu Fuß nach Cremenaga zurück. Dass er überlebt hat, verdankt er seinem Schreinerberuf und seiner Liebe zu Concetta, an die er Tag und Nacht denkt und von der er weiß, dass sie auf ihn wartet.

von Dörthe Binkert

Sie macht Geschichtswissen an menschlichen Schicksalen erlebbar, greifbar und begreifbar.

von Kristín Steinsdóttir

Pálina Jónsdóttir wächst im späten 19. Jahrhundert in einer abgeschiedenen Gegend im Osten Islands auf, am Fuß eines Gletschers, mit Blick auf gewaltige Gebirgszüge und das stürmische Meer. In einfachsten Verhältnissen lebend, in einer vielköpfigen Familie und großen, engen Hofgemeinschaft, schwankt sie zwischen Heimatgefühl und Fernweh, träumt von einer glücklichen, sonnigen Zukunft und fühlt sich doch auf der Mädchenschule in Reykjavík nicht wohl. Von Kind an leidet sie unter seelischen Spannungen, die sich, als sie selbst eine Familie gründet und in ihre Heimat zurückgekehrt ist, verschärfen. Die enge, ambivalente Beziehung zum Vater hat ihr Leben großen Belastungen ausgesetzt. "Im Schatten des Vogels" ist Kristíns Steinsdóttirs dritter Roman für Erwachsene, eine auch autobiographisch geprägte und bewegende, poetisch geschriebene Geschichte vom Leid und Glück einer besonderen Frau.

von Anousch Mueller

"Wir waren sechs, die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht." Anousch Muellers Roman Lori erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen wie Haarrisse, deren Ursprung niemand kennt. Mit psychologischem Feingefühl und enormer Intensität erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung, Sprachlosigkeit und Verlust - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen. Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Helena Ross, genannt Leni, mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas nicht stimmt: Weshalb ist ihre Mutter so kühl, ihr Vater voller Sorge? Was hat es mit den Narben an den Händen ihrer Eltern auf sich? Warum lässt ihr Gedächtnis sie im Stich? Als Leni den Mutterpass ihrer Mutter findet, entdeckt sie, dass ihr Gefühl sie nicht trügt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben bestimmt. Im Zentrum des Geheimnisses steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück.