Empfehlungen basierend auf "Wie es uns gefällt Roman"
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von Anatoly Pristavkin
Ein autobiographischer Roman, mit dem der Autor Weltruhm erlangte. Ein wiederentdecktes Meisterwerk: berührend und bristant. Fünfhundert Kinder aus einem Moskauer Waisenhaus werden im Sommer 1944 in den Kaukasus verschickt, unter ihnen Saschka und Kolka. Die elfjährigen Zwillinge hoffen, endlich ihren quälenden Hunger hinter sich zu lassen. Doch bereits ihre Ankunft wird von bedrohlichen Detonationen in den nahe gelegenen Bergen begleitet. Bewaffnete Tschetschenen, die der Zwangsaussiedlung entfliehen konnten, setzen sich erbittert gegen die russischen Eindringlinge zur Wehr - und die Brüder geraten nach Momenten überwältigenden Glücks in größte Gefahr. Anatoli Pristawkin bringt die politischen Realitäten so ungeschönt zur Sprache, dass sein Werk in Russland erst mit Beginn der Perestroika erscheinen durfte.»Obwohl Pristawkin keine Empathie vorgibt, die kein Opfer für seinen Täter zu empfinden braucht, vermag er dennoch, Verständnis für die Tschetschenen zu wecken, die in Rußland bis heute die Schwarzen geblieben sind. Das ist dann schon die hohe Kunst der Literatur und womöglich noch wichtiger, als den Feind zu lieben: ihn zu verstehen.« Navid Kermani. - Jetzt in aktualisierter und überarbeiteter Übersetzung der unzensierten Fassung.
von Joachim B. Schmidt
Lárus, Aushilfe im Altenheim und Taugenichts, trifft auf Grímur, einen ehemaligen Fischer. Der eine hat das Leben noch vor sich, beim anderen geht es zu Ende. »Der Schlächter« wird Grímur genannt, man raunt sich zu, er soll einen Mord begangen haben. Und während Lárus seine Drogendealerei immer mehr aus der Hand gleitet, entwickelt sich eine unwahrscheinliche Freundschaft zwischen dem Alten und dem Jungen – die beide ihre Geheimnisse mit sich tragen.
von Willi Fährmann
Auf der Flucht: 1943. Deutsche Kinder werden mit der "Kinderlandverschickung" in vermeintlich sichere Gebiete gebracht. Über hundert Mädchen und ihre Lehrer versuchen in einem kleinen Ort in Österreich ein geordnetes Leben aufrechtzuerhalten. Doch der Krieg rückt immer näher. Im März 45 müssen Kinder und Lehrer vor den anrückenden Russen fliehen. Auf ihrem abenteuerlichen Weg nach Hause erleben die Mädchen Hunger und Hartherzigkeit, aber auch viele hilfsbereite Menschen, die mit dazu beitragen, das fast alle Kinder glücklich zu Hause ankommen. Millionen Kinder und Jugendliche wurden im zweiten Weltkrieg von der Familie weggebracht, als die Bombardierung in den Städten zunahm. Mir ist jedoch kein anderes Buch bekannt, das das Thema Kinderlandverschickung so eindrücklich aufgreift. Subtil schildert der Autor, wie sehr die Kinder durch Erziehung und Propaganda manipuliert wurden, wie erst langsam, oft durch eigene schlimme Erlebnisse, durchsickert, was in Deutschland in diesen Schreckensjahren passiert ist. Ab 12 Jahren, ****, Irene Beglinger-Flückiger.
von Nikola Hotel
Eines Nachts entdeckt die junge Studentin Isa im Wald einen schwer verletzten Mann. Der beherrschte, zerrissene Alexej fasziniert sie. Obwohl sie sein Verhalten äußerst seltsam findet, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Doch dann verschwindet Alexej, ohne Spuren zu hinterlassen. Als wenig später ein Kolkrabe ihre Nähe sucht, ahnt Isa, dass eine Verbindung zwischen Alexej und diesem Raben bestehen muss … Preisträger Autoren@Leipzig Award der Leipziger Buchmesse 2013 (Platz 3 in der Kategorie Belletristik) »Unglaublich für mich, dass dies ein Erstlingswerk ist. Denn hier stimmt einfach alles.« – Mephista »Lest dieses Buch und spürt, was es bedeutet, wenn einem durch die Brille der Literatur eine sinnliche Welt erschlossen wird.« – Scriba-Redaktion »Ein phantastischer Roman sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene. Intelligent, mystisch, einfühlsam und spannend zugleich.« – Tanja
von Dick Francis
Zu viel Ehrlichkeit schafft Feinde, zumal im Rennsport, wo nicht jeder saubere Hände hat. Außer John Dereham - und es wird ihm zum Verhängnis.
von Wilfried Meichtry
»Es ist kein Unglück, hier geboren zu sein. Ein besonderes Glück ist es aber auch nicht.«Dieser Roman erzählt von einem fantasievollen Jugendlichen, der an der rohen Enge der katholischen Dorfwelt der 1970er und 1980er Jahre leidet und gegen eine unnahbare Erwachsenenwelt ankämpft, die vor lauter Schweigen die Worte vergessen hat. Immer mehr zieht sich der Junge, der nach Nähe und Zuneigung sucht, in die Welt seiner Fantasie zurück und wird zum Außenseiter im Dorf. Als er zufällig entdeckt, dass er einen Onkel hat, der vor Jahrzehnten spurlos verschwunden ist, ist er überzeugt, in diesem seinen einzig wahren Verwandten gefunden zu haben. Bei seinen Nachforschungen allerdings rennt er erneut gegen eine Mauer des Schweigens an.
von Ken Follett
Europa 1941. Hermia Mount, Agentin Im Mi-5, Fragt Sich, Wieso Die Britische Fliegerstaffel So Hohe Verluste Zu Beklagen Hat. Zur Selben Zeit Stößt Harald Olufsen, Ein 18-jähriger Oberschüler Im Besetzten Dänemark, Auf Eine Geheime Radarstation Der Deutschen. Er Fertigt Eine Zeichnung An, Die Er Seinem Bruder Arne Gibt. Dieser Ist Mitglied Der Widerstandsgruppe 'mitternachtsfalken'. Arne Ist Mit Hermia Verlobt Und Ihm Ist Klar, Dass Sie Die Information Unbedingt Erhalten Muss. Doch Ehe Er Sie Weitergeben Kann, Kommt Er Unter Rätselhaften Umständen Ums Leben. Harald Ist Entschlossen, Da Weiterzumachen, Wo Sein Bruder Aufgehört Hat. Doch Die Polizei Ist Den Widerstandskämpfern Auf Die Spur Gekommen.
von Christoph Ransmayr
›Der fliegende Berg‹ ist die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya, nach dem Land Kham und in die Gebirge Osttibets aufbrechen, um dort, wider besseres (durch Satelliten und Computernavigation gestütztes) Wissen, einen noch unbestiegenen namenlosen Berg zu suchen, vielleicht den letzten Weißen Fleck der Weltkarte. Auf ihrer Suche begegnen die Brüder nicht nur der archaischen, mit chinesischen Besatzern und den Zwängen der Gegenwart im Krieg liegenden Welt der Nomaden, sondern auf sehr unterschiedliche Weise auch dem Tod. Nur einer der beiden kehrt aus den Bergen ans Meer und in ein Leben zurück, in dem er das Rätsel der Liebe als sein und seines verlorenen Bruders tatsächliches, lange verborgenes, niemals ganz zu vermessendes und niemals zu eroberndes Ziel zu begreifen beginnt. Verwandelt von der Erfahrung, ja der Entdeckung der Wirklichkeit, macht sich der Überlebende am Ende ein zweites Mal auf den Weg.
von Christoph Ransmayr
Das ist natürlich der beste Buchtitel aller Zeiten. Und die Größe seiner Sprache, die über unsere Zeit weit hinausgeht.