Empfehlungen basierend auf "We are Volcanoes Die Öko-Visionärinnen: Rachel Carson, Lynn Margulis, Donna Haraway"

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von Katharina Volk

Mit ihren Vorstellungen von einer »neuen Moral« und »freier Liebe« war Alexandra Kollontai (1872–1952) ihrer Zeit voraus. Sie selbst bezeichnete sich als sexuell emanzipierte Kommunistin, die das Schicksal von Frauen zum Sozialismus geführt habe. Alexandra Kollontai kämpfte in der Russischen Oktoberrevolution und wurde 1917 Volkskommissarin für soziale Fürsorge. Weltweit war sie die erste Frau im diplomatischen Dienst, als sie 1922 die junge Sowjetunion im Ausland vertrat. Kollontai war überzeugt, eine Revolution könne nur erfolgreich sein, wenn sie das gesamte Leben revolutioniert. Sie übte nicht nur scharfe Kritik an der monogamen, lebenslangen Ehe, sondern auch am bürgerlichen Verständnis von Elternschaft. Damit machte sie sich nicht nur Freunde unter den Genossinnen und Genossen. Sie forderte ein neues Verständnis von Liebe, das dem der Solidarität ähnelt, und neue Formen des Zusammenlebens, die Zusammenhalt und Gemeinschaft fördern. Ihre Ideen sind noch immer Utopie, aber noch immer aktuell in einer Zeit, in der Kollektivität im Sinne von Solidarität und Gemeinsamkeit über Grenzen hinweg dringender denn je ist.

von Rebecca Buxton

Die herausragendsten Frauen der Philosophiegeschichte Diese 20 Philosophinnen muss man kennen – Rebecca Buxton und Lisa Whiting haben Porträts der wichtigsten Denkerinnen aus allen Epochen und Erdteilen zusammengestellt. Ein Einsteigerbuch für Feministinnen und alle, die es werden wollen. Mit Texten über: Hypatia, Diotima, Ban Zhao, Mary Wollstonecraft, Lalla, Mary Astell, Harriet Taylor Mill, Mary Anne Evans (George Eliot), Edith Stein, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Iris Murdoch, Mary Midgley, Elizabeth Anscombe, Mary Warnock, Sophie Bosede Oluwole, Angela Davis, Iris Marion Young, Anita L. Allen und Azizah Y. al-Hibri. »Man möchte nochmal studieren nach dieser aufregenden Lektüre.«Barbara Weitzel, Welt am Sonntag

von Emma Southon

Emma Southon promovierte in Alter Geschichte, gab dann aber nach einigen Jahren als Dozentin für antike und mittelalterliche Geschichte die akademische Welt auf und begann, zu ihrem eigenen Vergnügen zu schreiben. Nach ihren ersten beiden hochgelobten Büchern erscheint nun ihr drittes Buch erstmals auch auf Deutsch. Rita Gravert, Jahrgang 1989, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, Spanische Philologie und Interdisziplinäre Lateinamerikastudien in Berlin. Sie übersetzt Bücher aus dem Englischen und Spanischen, u.a. von Florence de Changy, George Monbiot, Marisa Reichardt und K. L. Walther. Caroline Weißbach, Jahrgang 1990, studierte Germanistik und Internationale Literaturen in Tübingen und Nebraska. Sie übersetzt Bücher aus dem Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autor:innen gehören Florence de Changy, Kate Summerscale und Robin Waterfield.

von Lena Wildenstein

Ein spannender Roman über drei Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts für die Rechte der Frauen kämpfen - und die Geschichte der ersten deutschen Frauenärztin. Für alle Leserinnen der CHARITÉ und der ÄRZTIN-Trilogie. Eine Hommage an all diejenigen, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts für die Emanzipation der Frau stritten Berlin 1907. Mit vielen Hoffnungen ist die junge Sylterin Clara in die große Stadt gekommen, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen: Sie möchte Frauenärztin werden – genauso wie ihr großes Vorbild Hermine Heusler-Edenhuizen, die ebenso wie sie aus Friesland stammt. Ihre Schwestern können diesen Wunsch nicht verstehen und versuchen, ihn ihr auszureden. Und auch in Berlin stößt Clara zunächst nur auf Widerstände: Eine Frau will Ärztin werden - unerhört! Die Professoren nehmen sie nicht ernst, weil sie eine Frau ist, lassen sie nur als Gasthörerin zu, und die männlichen Kommilitonen setzen alles daran, um sie von der Universität zu vertreiben. Glücklicherweise findet Clara schnell Verbündete in ihren Studienkolleginnen Ida und Vicki, die ihren Traum teilen. Clara aber hat noch einen besonderen Grund für ihren Berufswunsch: Sie möchte endlich herausfinden, warum in ihrer Familie so viele Frauen unfruchtbar sind … Ein großes Sittengemälde Berlins zur Kaiserzeit und während der Weimarer Republik, eine Geschichte der Frauenheilkunde und der Roman über drei starke junge Frauen, die gegen alle Widerstände für ihre eigenen und die Rechte der Frauen kämpfen. .

von Charlotte Kerner

Marie Curie (1867-1934) -- Bertha Von Suttner (1843-1914) -- Selma Ottilia Lagerlöf (1858-1940) -- Sigrid Undset (1882-1949) -- Emily Greene Balch (1867-1961) -- Rosalyn Sussman Yalow (1921-) -- Mutter Teresa (1910-) -- Gertrude B. Elion (1918-) -- Aung San Suu Kyi (1945-) -- Nadine Gordimer (1923-) -- Rigoberta Menchú (1959-) -- Toni Morrison (1931-) -- Christiane Nüsslein-volhard (1942-) -- Wisława Szymborska (1923-) Charlotte Kerner (hrsg.). Includes Bibliographical References: P. 448-469.

von Karina Urbach

Als Victoria 1837 im Alter von achtzehn Jahren den Thron bestieg, hätte niemand ihr zugetraut, eine erfolgreiche Königin zu werden – geschweige denn, ein ganzes Zeitalter zu prägen. Die Historikerin Karina Urbach erzählt in dieser glänzend geschriebenen Biografie, wie Victoria in ihrer 63-jährigen Regierungszeit allen politischen Stürmen und persönlichen Widrigkeiten standhielt und zur mächtigsten Frau des 19. Jahrhunderts wurde.Ohne Queen Victoria (1819 – 1901) hätte die britische Monarchie kaum überlebt. Sie erfand die Familienmonarchie und wurde damit zu einem moralischen Kompass für die aufsteigende Mittelschicht. Mit resolutem Machtinstinkt erlangte sie den Titel einer Kaiserin von Indien und inszenierte die Monarchie als wichtigstes Symbol des britischen Empires. Bis zuletzt blieb das Herrschaftswissen der Queen für die politischen Eliten unersetzlich. Karina Urbach schildert Victoria als Monarchin und Mutter, als Strippenzieherin dynastischer Diplomatie wie als Zentralgestirn einer viktorianischen Fortschrittswelt. Sie zeigt sie in ihrem Egoismus und ihrer Großzügigkeit, ihren Wutausbrüchen, ihrem Mitgefühl – vor allem aber in ihrem enormen Charme. Diese Biografie zeichnet ein frisches, lebendiges Bild der großen Königin, die durch die Heiraten ihrer Kinder zur «Großmutter Europas» wurde und so auch die Geschicke des ganzen Kontinents prägte.

von Melinda Gates

Die Stiftung von Melinda und Bill Gates investiert jedes Jahr Milliarden Dollar in den Kampf gegen Hunger und Armut. Nun meldet sich Melinda Gates, eine der einflussreichsten Frauen dieser Erde, zu Wort und fordert: Wer die Welt zu einem gerechteren Ort machen will, muss die Rechte der Frauen stärken. Noch immer leben in etlichen afrikanischen Ländern Frauen in Armut und Abhängigkeit, weil sie weder ihre Familienplanung bestimmen können noch eine echte Chance auf Bildung haben. In Pakistan, Afghanistan und anderswo steigt das Risiko, an Polio zu erkranken, weil eine flächendeckende Versorgung mit Impfstoffen nicht möglich ist. Und noch immer sind es vor allem Frauen, die überall auf der Welt für geringeren oder gar keinen Lohn arbeiten. Melinda Gates, eine der einflussreichsten Frauen der Welt, setzt sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Bill für die Bekämpfung von Hunger und Armut, für die Verbesserung von Gesundheit und Bildungschancen ein. Ihr besonderer Augenmerk gilt dabei den Frauen, denn sie ist überzeugt: Wenn Frauen die Chance auf eine gute Ausbildung erhalten und die Möglichkeit, ihre Familienplanung selbst in die Hand zu nehmen, können Probleme wie Hunger, Not und Kindersterblichkeit effektiv bekämpft werden. Melinda Gates hat sich selbst als junge, begabte Informatikerin in einer absoluten Männerdomäne durchsetzen und ihren Platz erkämpfen müssen. Heute ist sie eine der wohlhabendsten und einflussreichsten Frauen der Welt und nutzt ihre Stimme, um die Situation der Frauen überall zu verbessern. Ein kämpferisches und wichtiges Buch, das aktueller nicht sein könnte.

von Angelika Overath

Die Geschichten der 18 Frauen, die Angelika Overath porträtiert, sind ganz unterschiedlich, aber eines verbindet sie: die Liebe zum Engadin, wo sie alle leben, wobei manche zugezogen sind, andere ihr Heimatdorf nie verlassen haben. Von der 25-jährigen Studentin bis zur 83-jährigen Journalistin wird ein breites Spektrum an Lebensentwürfen aufgezeigt, die alle einzigartig sind. Sie bilden ein Panorama des weiblichen Teils der Engadiner Bevölkerung und zeigen für einmal nicht berühmte Personen, die Aussergewöhnliches geleistet haben, sondern diejenigen, deren Wirken zum Engadiner Alltag beiträgt: eine Kindergärtnerin, eine Hüttenwartin, eine Bäuerin oder eine Reinigungskraft beispielsweise. Inspirierend, berührend und zugänglich sind diese Porträts von Engadiner Alltagsheldinnen.

von Thomas Kielinger

"Ich weiß, dass ich zwar den Leib eines schwachen, kraftlosen Weibes habe, dafür aber Herz und Mark eines Königs, noch dazu eines Königs von England." Elisabeth I. hat Englands Aufstieg zur Weltmacht begründet. Sie war die mächtigste Frau ihrer Zeit, und sie hat auf der europäischen Bühne nicht selten mit den Waffen einer Frau gekämpft. Thomas Kielinger erzählt das dramatische Leben der großen Tudor-Königin mit Verve und historischer Tiefenschärfe. Schon früh hatte Elisabeth I. (1533 - 1603) beschlossen, nie zu heiraten, um ihre Macht nicht mit einem Mann teilen zu müssen. Doch ihre zahllosen Freier aus anderen Herrscherhäusern spielte sie über Jahrzehnte gegeneinander aus, um England den Frieden zu sichern. Sie wollte Königin aller Engländer sein, nicht nur der Protestanten oder Katholiken, und bewahrte ihr Land vor den Glaubenskriegen der Epoche. Ihr Sieg über die Armada machte England unangreifbar und nährte das Bewusstsein ihrer Landsleute, eine Nation zu sein. Elisabeth war hochgebildet, scharfzüngig, von taktischer Klugheit und großem Weitblick. Alle konnte sie in ihre Schranken weisen, ihre Berater, ihre Favoriten, ihr Parlament - und ihre größte Konkurrentin, Maria Stuart. Thomas Kielingers glänzende Biographie zeigt, wie Elisabeth I. in ihren 44 Jahren auf dem Thron England bis zum heutigen Tag geprägt hat.

von Jane Ridley

Ein Psychogramm der Persönlichkeit der legendären Königin (1819-1901) als Tochter, Ehefrau, Mutter, Herrscherin, Grossmutter, analysiert die Autorin Queen Victorias Wandlung und Agieren in unterschiedlichen Lebensphasen. Rezension: Zum 200. Geburtstag von Queen Victoria erschienen bereits jüngst Julia Bairds 597 Seiten umfassende, hervorragende Biografie (2018) sowie Karina Urbachs wesentlich erweiterte Neuausgabe (2011; 2018), eine weitere 378 Seiten starke Victoria-Biografie erscheint demnächst (Edith Sitwell, 2019). Der vorliegende Titel mit nur gut 100 Seiten Text bringt kaum Politisches, doch er bietet ein brillantes Psychogramm der Persönlichkeit der Königin als Tochter, Ehefrau, Mutter, Vertraute, Herrscherin, Grossmutter. Sorgsam belegt und detailreich entwickelt sich das Bild einer starrköpfigen, egozentrischen, emotional labilen, sprunghaften Frau, manipulierend und manipulierbar, ganz nebenbei dekonstruieren sich gängige Mythen um Victoria und Albert. - Bestechend scharf analysierend geht die Autorin der Wandlung und dem Agieren Victorias im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Rolle und Privatleben in unterschiedlichen Lebensphasen nach - ein aufregender Lesestoff, der o.g. breiten Lebensbildern als einsichtsvolle Ergänzung in möglichst vielen Bibliotheken beigefügt werden sollte. (2)