Empfehlungen basierend auf "Was ist was?, Bd.55, Das Alte Rom"
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von Neil MacGregor
Was uns eine steinerne Säule über einen großen indischen Herrscher erzählen kann, der seinem Volk Toleranz predigt, was spanische Dukaten uns über die Anfänge der globalen Währung verraten, oder was ein viktorianisches Teeservice uns über die Macht des Britischen Empires offenbart - Neil MacGregor beschreibt all diese Objekte nicht einfach nur, sondern erschließt uns durch ihre Betrachtung immer auch ein Stück Weltgeschichte. Wer den hier versammelten Dingen - vom afrikanischen Faustkeil bis zur Solarlampe Made in China - auf diese Weise begegnet, sieht die Geschichte als ein großes Kaleidoskop - kreisend, vielfältig verbunden, unentwegt voller Überraschungen. Ein intellektuelles und ästhetisches Vergnügen von der ersten bis zur letzten Seite und eines der außergewöhnlichsten historischen Bücher der letzten Jahre.
von Eva-Maria Schnurr
Mythen, Macht und die Angst vor der schwarzen Magie: die Geschichte der Hexenverfolgung in EuropaDer Beginn der Frühen Neuzeit war auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands und in ganz Europa eine Zeit des Umbruchs und der Verunsicherung, in der althergebrachte Wahrheiten infrage gestellt wurden. Zugleich wuchs die Furcht der Menschen vor dem nahenden Ende der Welt und mit ihr die Angst vor Hexerei und schwarzer Magie, die viele für das wahrgenommene Unheil verantwortlich machten. In diesem Buch nehmen renommierte Historikerinnen und SPIEGEL-Autoren das gewaltsame Kapitel der Hexenprozesse und die Schicksale der Opfer neu in den Blick. Sie untersuchen, warum zahlreiche Frauen und Männer als vermeintliche Hexen oder Hexenmeister verfolgt, brutal gefoltert und grausam hingerichtet wurden. Dabei entlarven sie verbreitete Mythen über jene dunkle Epoche und zeigen, dass hinter der Verfolgung oftmals Machtinteressen, soziale Konflikte und politische Rivalitäten steckten. Mit zahlreichen Abbildungen.Ausstattung: mit Abb.
von Martin Zimmermann
Was ich über die Weltgeschichte wissen darf... und kann: Herausgeber und Autor der Einführungen in die Kapitel ist Professor für Alte Geschichte an der Universität München. Die Beiträge stammen von verschiedenen Historikern. Die kurzen Aufsätze von je zwei Seiten sind gut verständlich, überblickbar und berücksichtigen Geschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart weltweit. Sie zoomen je einen exemplarischen Tatbestand (historisches Ereignis, geschichtliche Situation, Institution oder Person etc.) heran. So entsteht ein interessantes, ansprechendes, stattliches Buch mit Texten, die auf prägnante Art historische Erkenntnisse anschaulich machen. Mit der Kürze der Texte, mit kleinen Illustrationen und klärenden Randnotizen kommt das Buch den Leseeigenarten heutiger Jugendlicher verständnisvoll entgegen. Ab 14 Jahren, ausgezeichnet, Ruedi W. Schweizer.
von Kerstin Lücker
Wussten Sie, dass die Neuzeit nicht nur mit Leonardo und Luther, sondern auch mit Christine de Pizan und Isabella von Kastilien begann?
von Erik Hornung
In doppelter Hinsicht haben die Pharaonen des Neuen Reiches (1540- 1070 v. Chr.) in ihren Gräbern Schätze aufgehäuft: in Form kostbarer Beigaben, wie man sie aus dem Grabschatz des Tutanchamun kennt, und in Form von Wandbildern, die einen tiefen Einblick in die altägyptische Schau des Jenseits geben, dem die Toten angehören. Der Reichtum an Details, der hier ausgebreitet wird, ist nie wieder erreicht worden und macht das Tal der Könige zu einer unerschöpflichen Quelle für den ägyptischen Totenglauben und zu einer der kultur- und geistesgeschichtlich wichtigsten Stätten. Der Band versucht, ein Gesamtbild dieser faszinierenden Welt der Gräber und der religiösen Texte zu vermitteln. Er trägt die Informationen zusammen, die man in Reiseführern und in den Erklärungen der Dragomane vergeblich sucht.
von Stefan Weinfurter
Stefan Weinfurter schreitet in dem vorliegenden Buch noch einmal jenen Weg ab, den die Geschichte von den Franken zu den Deutschen genommen hat, und vermittelt in einer dichten, lebendigen und facettenreichen Erzählung das Grundwissen über die Entstehungszeit des Heiligen Römischen Reiches im Mittelalter. Rund eintausend Jahre sollten vergehen, ehe sich aus frühen fränkischen Reichsbildungen das Volk formte, das schließlich unter dem Namen der Deutschen seinen Platz in der Historie fand.Diese Zeitspanne umfasst die gesamte Epoche des Mittelalters und ist in politischer, kultureller und religiöser Hinsicht von zahllosen Einflüssen und Wechselfällen geprägt. So verliefen die darin eingewobenen Entwicklungen bei genauerem Hinsehen sehr viel windungsreicher und viel weniger zielorientiert, als es vielleicht im Rückblick zunächst scheinen mag: Wie wäre unsere Geschichte verlaufen, wenn der Franke Chlodwig sich nicht hätte taufen lassen und daraufhin auch sein Volk den christlichen Glauben angenommen hätte? Was wäre geschehen, wenn König Karl, bevor er zum Kaiser gekrönt und der Große wurde, auf einem seiner zahllosen Kriegszüge gefallen oder wenn König Otto I. den Ungarn auf dem Lechfeld unterlegen wäre? Welche Konsequenzen hätte es gehabt, wenn Gregor VII. im Investiturstret Kaiser Heinrich IV. niedergerungen und die weltliche Herrschaft dauerhaft unter das Joch des Papsttums gezwungen hätte? Welche Entwicklung hätte das Reich genommen, wenn 1348 nicht die große Pest ausgebrochen und dadurch europaweit bis zu einem Drittel der Bevölkerung hinweggerafft worden wäre?So wird bei der Lektüre dieses Buches auch stets jener machvolle historische Prozess deutlich, dessen ganz verschiedenartige Faktoren die Ausformung des Reiches und die Frühzeit der deutschen Geschichte bestimmten.
von Adam Zamoyski
Einleitung 1. Der aufgeschreckte Löwe 2. Der Retter Europas 3. Die Friedensstifter 4. Ein Krieg für den Frieden 5. Diskrete Verhandlungen 6. Farce in Prag 7. Das Spiel um Deutschland 8. Die ersten Walzertakte 9. Ein Stück vom Kuchen 10. Diplomatie des Schlachtfelds 11. Triumph in Paris 12. Frieden 13. Die Londoner Runde 14. Gerechte Vereinbarungen 15. Die Bühne wird gerichtet 16. Punkte auf der Tagesordnung 17. Noten und Bälle 18. Ferienzeiten für die Fürsten 19. Ein Friedensfest 20. Guerre de plume 21. Ein politisches Karussell 22. Diplomatische Explosionen 23. Kriegstanz 24. Krieg und Frieden 25. Der sächsische Handel 26. Unerledigte Punkte 27. Der Flug des Adlers 28. Die Hundert Tage 29. Der Weg nach Waterloo 30. Wellingtons Sieg 31. Die Bestrafung Frankreichs 32. Letzte Riten 33. Disharmonisches Konzert 34. Der Stillstand Europas Anhang Anmerkungen Literatur Bildnachweis Personenregister
von Christoph Nonn
Auch 200 Jahre nach seiner Geburt ist Otto von Bismarck eine hochgradig umstrittene, von Mythen umwobene Gestalt. Christoph Nonn schaut hinter die Legenden und entdeckt einen Mann, dessen Zeit unserer heutigen verblüffend ähnlich ist. Kriegstreiber oder Friedenspolitiker, Modernisierungsverhinderer oder weißer Revolutionär, Nationalheld oder Dämon der Deutschen: Die Liste der Beinamen, die Bismarck gegeben worden sind, ist lang. Doch der "Reichsgründer" war weder ein Übermensch noch ein Monster. Er feierte spektakuläre Erfolge und erlebte die größten Pannen, er war ein jähzorniger Choleriker und ein liebevoller Ehemann, ein treuer Freund Wilhelms I. ebenso wie ein rücksichtsloser Vollblutpolitiker. Aus solchen scheinbaren Widersprüchen setzt dieses Buch eine neue Sicht auf den "Eisernen Kanzler" jenseits der Mythen zusammen und zeichnet das Bild eines pragmatischen preußischen Konservativen. Dabei wird der Preuße Bismarck zum ersten Mal konsequent in die europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts eingeordnet, die durch wachsende internationale und globale Vernetzung geprägt war - wie unsere heutige Welt auch.
von Cyprian Broodbank
Seit der Frühzeit des Menschen hat das Mittelmeer die Welt unserer Vorfahren nachhaltig geprägt. Der Archäologe Cyprian Broodbank entwirft ein grandioses historisches Panorama dieses Meeres – von den Tagen der ersten Begegnung der Hominiden mit dem neuen Lebensraum vor 1,5 Millionen Jahren bis zum Beginn der Klassischen Antike. Cyprian Broodbank führt uns an die Küsten des Mittelmeers und lässt die angrenzenden Kulturräume längst vergangener Epochen wieder lebendig werden. Gemeinsam mit ihm umrunden wir wieder und wieder das Mittelmeer und lernen die seit den Tagen der Jäger und Sammler aufblühenden Gesellschaften kennen. Wir begleiten die ersten Menschen, die sich bereits in Einbäumen auf die See wagten, besuchen Fischer, Bauern und Handwerker in ihren Dörfern und lernen die Machtzentren der Alten Welt kennen, deren Herrscher und Eliten Rohstoffe und andere Schätze aus "Übersee" begehrten. Wir erkennen das immer engmaschigere Netz der Hochkulturen, das sich nach und nach über das Meer in der Mitte breitet, und sehen Handelsschiffe und Kriegsflotten, die von der Straße von Gibraltar bis nach Tyros und von Etrurien bis Alexandria das Mittelmeer durcheilen, um an dessen unfassbarem Reichtum teilzuhaben, von dem noch in unseren Tagen atemberaubende archäologische Zeugnisse künden.