Der zweite Roman Meyrinks, der dem Phantastischen verpflichtet ist. »Ottokar hält sie umfangen und spricht zu ihr von einer nahenden Zeit des Glücks, der Pracht und der Herrlichkeit. – Mit allem Glanz der Erde will er sie umgeben. Keinen Wunsch wird sie haben, den er ihr nicht erfüllen könnte. – Unter seinen Küssen zerbricht die Phantasie die Fessel »Unmöglichkeit«. Aus der Hütte im Lindenhof wird ein Palast. – Sie sieht in seinen Armen das Luftschloß erstehen, das er für sie baut. – Er reißt sie an sich und sie fühlt, daß sie sein Blut empfängt und Mutter sein wird. – Und sie weiß, daß er sie damit unsterblich gemacht hat – daß aus der Brunst die Inbrunst keimen wird – daß aus Verweslichem das Unverwesliche sprießt: das ewige Leben, das eins aus dem andern gebiert.«
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Walpurgisnacht
von Gustav Meyrink
Der zweite Roman Meyrinks, der dem Phantastischen verpflichtet ist. »Ottokar hält sie umfangen und spricht zu ihr von einer nahenden Zeit des Glücks, der Pracht und der Herrlichkeit. – Mit allem Glanz der Erde will er sie umgeben. Keinen Wunsch wird sie haben, den er ihr nicht erfüllen könnte. – Unter seinen Küssen zerbricht die Phantasie die Fessel »Unmöglichkeit«. Aus der Hütte im Lindenhof wird ein Palast. – Sie sieht in seinen Armen das Luftschloß erstehen, das er für sie baut. – Er reißt sie an sich und sie fühlt, daß sie sein Blut empfängt und Mutter sein wird. – Und sie weiß, daß er sie damit unsterblich gemacht hat – daß aus der Brunst die Inbrunst keimen wird – daß aus Verweslichem das Unverwesliche sprießt: das ewige Leben, das eins aus dem andern gebiert.«
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