Format:Hardcover

England im Jahr 1520: Das Königreich ist nur einen Pulsschlag von der Katastrophe entfernt. Sollte der König ohne männlichen Erben sterben, würde das Land durch einen Bürgerkrieg verwüstet. Henry VIII. möchte seine Ehe annullieren lassen und Anne Boleyn heiraten. Der Papst und ganz Europa sind dagegen. Die Scheidungsabsichten des Königs schaffen ein Machtvakuum, in das Thomas Cromwell tritt: Die Werkzeuge dieses politischen Genies sind Bestechung, Einschüchterung und Charme. Aus der Asche persönlichen Unglücks steigt er auf und bahnt sich seinen Weg durch die Fallstricke des Hofes, an dem "der Mensch des Menschen Wolf" ist. Hilary Mantel hat mit Wölfe etwas sehr Rares geschaffen: einen wahrhaft großen Roman, der seinem historischen Gewand zum Trotz höchst zeitgemäß ist. Auf einzigartige Weise erforscht er die Choreografie der Macht. "Hieb- und stichfest ausgedacht und doch voll schauriger Anklänge, stellenweise auch sehr witzig sobald der Leser dieses 766-Seiten-Buch fertig gelesen hat, will er mehr." The Guardian

Historische Romane
767 SeitenHardcover
Erschienen an: 2010-08-23

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.9(8 ratings)
AnnaRezension von Anna

"Wölfe" ist das Buch, das mit am längsten auf meinem SuB lag und ich habe mich endlich entschieden, die Geschichte zu lesen. Ich habe bereits etliche Historische Romane im Tudor Zeitalter gelesen. Ich kenne mich recht gut aus und deshalb war Thomas Cromwell sicher kein Fremder für mich. Was für mich ungewohnt war, war die Tatsache, dass er der Protagonist der Handlung war. In den Büchern, die ich zuvor gelesen hatte, war er meistens der Bösewicht. So hatte ich bei "Wölfe" einen Perspektivwechsel. Und dieser Perspektivwechsel war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht nur, weil mir Cromwell eher unsympathisch war, sondern auch, weil Hilary Mantel einen sehr ausschweifenden Erzählstil hat. Sie beschreibt jeden Gedanken, jede Handlung, alles, was Cromwell in den Sinn kommt, sehr ausführlich und genau. Man fühlt sich, als wäre man bei allem dabei und zwar in voller Länge. Wir erleben so, wie Cromwell nach England und in Kardinal Wolseys Dienste gelangt. Wir erfahren, wie er versucht den Kardinal zu retten, wie er die Seiten wechselt und sich die Boleyns zu einer Art Verbündeten macht. Er gibt sich alle Mühe selbst aufzusteigen, geht dabei sehr klug und gerissen vor. Er versucht vor allem König Henry lesen zu lernen und dies gelingt ihm immer mehr. Hilary Mantel versteht es die Geschichte aufzuschreiben und versucht hierbei die Lücken zu füllen, die die Geschichtsschreiber ausgelassen haben. Bis zu einem gewissen Grad war es auch sehr interessant in Cromwells Kopf zu stecken. Doch viele Stellen war zu ausufernd, zu langatmig, zu anstrengend. Ich bin recht schnell durch das Buch durchgekommen aber ich muss auch zugeben, dass es mich wirklich angestrengt hat. Leider. Ich liebe eigentlich historische Romane in diesem Setting und war gerne wieder in dieser Zeit unterwegs. Allerdings habe ich mir von diesem Buch mehr Spannung und mehr Geschwindigkeit erhofft. Deshalb leider kein Highlight für mich.

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