Empfehlungen basierend auf "Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen"
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von Kate Zambreno
»Book of Mutter ist ein intensives, originelles und überaus intelligentes Werk. Zambreno untersucht Bilder und Texte aus ihrem Leben und aus Büchern, um ein komplexes Netz von Assoziationen um eine Frau zu schaffen, die seit Jahren tot ist, aber als Geheimnis und Wunde weiterlebt. Ein einzigartiger Text, der es wagt, sich der immensen Macht der Mutter zu stellen.« Siri Hustvedt»Kate Zambreno hat eine neue Form erfunden. Es ist eine Art absolute Gegenwart, das wirkliche Leben in Großaufnahme eingefangen.« Annie Ernaux»[Zambrenos] langer Prozess des Sammelns, Abschweifens, Schreibens und Weglassens ist spürbar. Eine literarische Reflexion über die Trauer und das Erinnern.« Freya Rickert / ekz-Informationsdienste»Schöner kann man das Wesen der Trauer wohl kaum berühren.« Lisa Kreißler / NDR»Oft abstrakt, dann wieder ganz sinnlich.« Ulrich Rüdenauer / SWR2 »lesenswert Kritik«»Kate Zembrano bringt Textsplitter, Zitate, literarische und poetische Miniaturen zusammen und erschafft ein ganz besonderes und kluges Kunstwerk. [...] Mich hat es sehr berührt und inspiriert.« Imke Weiter / Instagram »the_female_reader«»Er könnte nicht besser zum AKI-Verlag passen mit seiner Liebe zu Sprache, Details und Grenzgängen zwischen den Genres und Disziplinen.« Instagram »Kata___lovic«
von Katharina Seck
Wenn die Liebe zu Geschichten ein Licht im Dunkeln istIda ist eine Autorin ohne Worte. Ihr Kopf ist so leer wie die weißen Blätter Papier auf ihrem Schreibtisch. Aus der Not heraus nimmt sie einen Haushaltsjob an und lebt fortan bei der älteren Dame Ottilie, die ungern spricht und mit jedem Tag ohne Worte und Silben ein wenig mehr zu verblassen scheint. In dem heruntergekommenen Herrenhaus findet Ida bald unter dicken Schichten aus Staub, Moder und Vergangenheit unzählige Schätze aus Papier und Erinnerungen; Erinnerungen eines Lebens in Glanz, der nach und nach abblättert. Bald erkennt Ida, dass Ottilies Faden zur Gegenwart zu reißen droht – und Ida Worte finden muss, um Ottilies Verblassen zu verhindern. Im Schein des Kaminfeuers beginnt Ida eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur Ottilies alte Wunden zu heilen vermag, sondern auch Ida eine Antwort auf ihre drängendste Frage liefert – jene nach dem Gewicht der Worte.
von Neige Sinno
»Ein bahnbrechendes Buch – Neige Sinno muss man sich merken.« Les InrockuptiblesDas Buch, über das ganz Frankreich sprach, eine in ihrer radikalen Ehrlichkeit außergewöhnliche Schriftstellerin. Als Kind immer wieder sexueller Gewalt ausgesetzt, erzählt Neige Sinno von einem Familienleben, das um Lügen und Täuschungen herum gebaut ist. Und von den vielen Facetten von Erinnerung, den vielen Gesichtern eines Menschen in Ungeheuerlichkeit und Banalität. Wie werden wir zu denen, die wir sind? Kommt vor Gericht zur Sprache, was in Familien ungesagt bleibt? Neige Sinno erzählt vielstimmig, nähert sich ohne Pathos der Wahrheit. Ein kristallklarer Stil, ein so kluges wie Mut machendes Buch, das in Frankreich die Herzen von Hunderttausenden von Leserinnen und Lesern eroberte.
von Maggie Nelson
Maggie Nelson kennt alle Schattierungen und Geheimnisse der Farbe Blau – stolz hütet sie ihre Sammlung blauer Objekte –, und sie kennt alle Künstler, die dem Blau verfallen waren: ob Joni Mitchell, Billie Holiday oder Yves Klein. Aber zugleich nutzt sie die Farbe, um sich selbst zu erkunden. Denn hinter all dem Nachsinnen über Blau verbirgt sich die Geschichte einer tragischen Liebe. Er, der Prinz des Blauen, hat sie verlassen. Also gibt sie sich mit ganzer Kraft dem hin, was von ihm übrig ist: dem Blau. Kaum jemand hat seinen Schmerz auf so poetische, inspirierende Weise seziert, wie Maggie Nelson es hier tut – eine lyrische, philosophische und sehr persönliche Erkundung der eigenen Leidensfähigkeit.
von Jaqueline Scheiber
geboren 1993 und aufgewachsen im Burgenland, seit 2012 Wahlwienerin, ist Sozialarbeiterin, Mitbegründerin des Young Widow_ers Dinnerclub Wien, Kolumnistin, Autorin und eigens ernannte Selbstdarstellerin. Von 2010 bis 2017 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Minusgold Lyrik und Prosa auf ihrem Blog. Auf dem gleichnamigen Instagram-Account bespricht sie gesellschaftskritische Themen, teilt Teilrealitäten ihres Alltags und verarbeitet Eindrücke in kurzen literarischen Erzählungen.
von Siri Hustvedt
Alles beginnt in einem Sommer in Island. Die Nächte sind lang und hell. Siri Hustvedt, 13, liest David Copperfield und weiß, dass sie Schriftstellerin werden will. Mit 14 liest sie Simone de Beauvoir und wird Feministin. Ihre Wissbegier ist schon früh enorm. Mit Anfang zwanzig flieht sie aus der amerikanischen Provinz zum Studium nach New York, wo sie noch heute lebt. Das Bewegliche, Offene dieser Stadt habe sie immer fasziniert, erzählt Hustvedt der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen im Sommer 2018. Alles Starre, jedes Dogma hingegen ist ihr fremd – kulturelle Stereotype, patriarchale, sexistische Denkmuster, wie sie im Amerika unter Donald Trump wieder an Popularität gewinnen. Siri Hustvedt sucht das Verbindende, nicht das Trennende, eine Vielfalt der Perspektiven. Das Spiel mit Identitäten, auch mit Geschlechteridentitäten bestimmt ihre Romane, das Zusammenwirken verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen ihre essayistischen Texte. Luzide legt Siri Hustvedt dar, dass wahre Denkräume Zwischenräume sind, in denen nicht die Gewissheit regiert, sondern das Sowohl-als-auch.
von Ella Yunis
Vielleicht Müssen Wir Uns Manchmal Verirren, Um Den Richtigen Weg Zu Finden. Kunststudentin Ivy Steckt In Einer Schaffenskrise. Für Ablenkung Soll Eine Assistenzstelle Am Theater Sorgen, Doch Nicht Nur Der Cholerische Boss Stellt Eine Herausforderung Dar. Bald Schon Spielt Ivy Die Hauptrolle In Ihrem Eigenen Liebesdrama - Inszeniert Von Einem Englischen Austauschstudenten, Der Ihr Leben Komplett Auf Den Kopf Stellt. Eine Geschichte über Die Kunst, Sich Zu Trauen. Leserstimmen ,,schnappt Euch Das Buch - Lasst Euch Entführen, öffnet Die Augen Und Herzen Für Die Kunst Und Das Schauspiel Und Für Vieles Mehr - Ihr Werdet Es Nicht Bereuen. - Bibilotta ,,ein Wunderschöner Liebesroman über Die Liebe Und Das Vertrauen Zu Sich Selbst Sowie Anderen. Ich Habe Mich In Der Geschichte Verloren Und Sie Genossen. Eine Ganz Klare Leseempfehlung - Glitastic Books ,,wir In Den Schönsten Farben Ist Niveauvoll, Romantisch Und Dramatisch. Es Geht Eben Nicht Nur Um Die Liebe Und Zwei Menschen, Sondern Ebenso Um Kunst. Dieses Buch Ist Ebenso Ein Kunstwerk! Ich Bin Begeistert. - Lovin Books ,, ... Nach Ein Paar Kapiteln Konnte Man Nicht Mehr Aufhören! - Bluetenzeilenblog ,,eine Authentische, Berührende Geschichte, Die Ich Jedem Nur Ans Herz Legen Kann, Dem Der Sinn Nach Ein Paar Stunden Gefühlsachterbahn Steht! Klare Leseempfehlung! - Reading Is Like Taking A Journey ,,am Ende Hat Die Autorin So Eine Unglaubliche Atmosphäre Aufgebaut, Geladen Voller Emotionen, Dass Sie Mich Zu Tränen Gerührt Hat - Und Das Haben Bisher Nicht Viele Geschafft. - Aretis Und Yunikas Bücherwelt
von Lilly Lindner
"Die Autobiographie der Zeit", der neue Roman der Berliner Schriftstellerin Lilly Lindner, ist fast aphoristisch verknappte Poesie voller Melancholie und Grausamkeit.
von Brigitte Fassbaender
Eine "Sängerin, die das Blut stocken lässt", hat ein Kritiker Brigitte Fassbaender einmal genannt. Bis zu dem Tag, an dem sie ihre Gesangskarriere aus freien Stücken beendete, war sie ein Weltstar der Oper wie des Liedgesangs. In ihrer Autobiographie blickt sie auf ein überreiches Leben, erzählt von großen Künstlern, denen sie begegnet ist, von Glanz und Elend des Sängerberufs und, vor allem, vom Glück der Musik. Mit 21 Jahren wird Brigitte Fassbaender an die Münchner Staatsoper engagiert. Von dort führt sie ihr Weg auf die bedeutendsten Bühnen der Welt. Es ist ein Weg, der von künstlerischen Abenteuern wie von wundervollen Erlebnissen geprägt ist. In ihrem klugen, zutiefst menschlichen Buch spricht sie von den Opern und Liedern, die ihr am Herzen lagen, vom Ethos des Sängers und den Momenten der größten musikalischen Erfüllung. Sie erzählt von Dirigenten und Sängern, Pianisten und Regisseuren, die sie bewundert hat: von Carlos Kleiber bis Claudio Abbado, von Martha Mödl bis Dietrich Fischer-Dieskau und vielen anderen mehr. Freimütig schreibt sie auch über schwierige Themen, etwa über die Qualen der Wechseljahre für eine Sängerin, über Männermacht und Machtmissbrauch, über eigene Versäumnisse. Als sie das Singen aufgibt, erschließt sich ihr ein zweites Leben als Gesangspädagogin, Regisseurin und Intendantin. Ihr Buch ist die wunderbare Geschichte von einer, die auszog, das Staunen zu lernen.
von Julia Wadhawan
Schluss mit der Polarisierung!Julia Wadhawans Vater kommt aus Indien, nur Inder will er keiner sein. Zu Hause spricht er Deutsch, liebt Schnitzel und gibt seiner Tochter zu verstehen: Du bist nicht indisch. Doch das sehen nicht alle so. Zwischen den Zuschreibungen der anderen entwickelt Julia eine Abneigung gegen jede Form von Gruppenzugehörigkeit – bis sie als Journalistin nach Indien reist und das Land sie zwingt, sich zu positionieren. Entlang von Hautfarbe, Religion und Herkunft zeigt die Autorin globale Strukturen auf, die unsere Selbst- und Fremdwahrnehmung mehr bestimmen als die Nationalität. »Sag mir nicht, wer ich bin« ist ihr Plädoyer für Gemeinsamkeit und gegen die drohende gesellschaftliche Spaltung.