Empfehlungen basierend auf "Von allem Anfang an (German Edition)"
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von Thomas Bernhard
In Bernhards 1985 zuerst erschienener »Komödie« treffen sich der Privatgelehrte Atzbacher und der Musikphilosoph Reger an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Wiener Kunsthistorischen Museum. Atzbacher nimmt die außergewöhnliche Verabredung zum Anlaß, den in Betrachtung versunkenen Reger zu beobachten. Der Zweiundachtzigjährige, der seit dreißig Jahren aus Wien für die Times Musikkritiken schreibt, hat im Kunsthistorischen Museum seine Kunstbetrachtung zur Perfektion entwickelt: Sie besteht darin, jedes Kunstwerk, das für vollendet gehalten wird, so lange zu studieren, bis dessen Fehler aufgedeckt sind.
von Erich Kaestner
"Obwohl die Millionäre aus der Mode gekommen sind und obwohl ich nicht einmal weiß warum, ist, dessenungeachtet, die Hauptfigur dieses Buches ein Millionär. Das ist nicht meine Schuld. Sondern es kam so..." Erich KästnerGeheimrat Tobler, ein Mann, dem Fabriken, Banken, Warenhäuser und viele Millionen gehören, gewinnt in dem Preisausschreiben seiner eigenen Firme den 2. Preis: zehn Tage Winterurlaub im Grandhotel Bruckbeuren. Zum Entsetzen seiner Familie entschließt er sich, die Reise anzutreten, und zwar "endlich einmal ohne den üblichen Zinnober", als armer Teufel namens Schulze. Das Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf.
von Bruno Schulz
"Das Sanatorium zur Sanduhr" ist ein Buch über die verrinnende und die stehenbleibende, über die wuchernde, sich verästelnde und die rückwärts ablaufende Zeit. Es ist ein Buch über die Jahreszeiten mit ihrem Licht und ihren Gerüchen, aber auch ein Buch der kindlich-zarten Erotik, und nicht zuletzt ein Buch der grotesken Gestalten, das ein phantastisches Universum eröffnet. Nach der hochgelobten Neuübersetzung von "Zimtläden" liegt nun auch Schulz' zweites Buch in einer meisterhaften Neuübersetzung vor, die seine überbordend lebendige Sprache stilsicher ins Deutsche bringt.
von Ehm Welk
1. Aufl. der Neuauflage, Hinstorff, Rostock, 2012. 445 S. mit zahlreichen Illustrationen von Egbert Herfurth, 22 cm, Pappband mit Lesebndchen u. Schutzumschlag, (Umschlag etwas fleckig)
von Heinrich Böll
Walter Fendrich, Hauptfigur dieser Liebesgeschichte in den Wirtschaftswunderjahren, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach dem Krieg begann er ziellos mehrere Berufsausbildungen, versuchte sich erfolglos als Banklehrling, Tischler und Verkäufer, und auch seine Elektrikerlehre schloß er ohne Begeisterung ab. Schließlich findet er ein einträgliches Auskommen als Waschmaschinen-Mechaniker, ohne jedoch mit seinem Leben zufrieden zu sein. Das ändert sich, als sein Vater ihn in einem Brief bittet, die Tochter eines Kollegen vom Bahnhof abzuholen. Die Begegnung mit der zwanzigjährigen Hedwig, einer flüchtigen Bekannten aus Kindertagen, wird für Walter zum Wendepunkt. Er setzt alles daran, die junge Frau zu gewinnen, und legt dabei eine Entschlossenheit an den Tag, die ihn an seine Kindheit erinnert. Er wuchs auf in ärmlichen Verhältnissen und war von einem gierigen, geradezu zwanghaftem Verlangen nach Brot besessen. Die Hartherzigkeit seiner Umgebung trieb ihn in den Diebstahl, und schließlich ging es Walter nur noch um Geld. Es wurde zum einzigen Lebenszweck, und erst die Macht, mit der ihn die Liebe zu Hedwig erfasst, führt ihn zu lange vergessenen Wertmaßstäben zurück. Informieren Sie sich auch über das größte editorische Unternehmen in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch: Heinrich Böll, Werke 1 - 27 Kölner Ausgabe
von Franz Fühmann
Der eine Expressionist, dessen schmales Werk in den Kanon der deutschsprachigen Literatur gehört: ein Lyriker und Dramatiker, der an den Erlebnissen während des Ersten Weltkrieges zerbricht. Der andere, ebenfalls ein großer unter den Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, der den Zweiten Weltkrieg erlebt, gläubig den Propagandisten des Herrenmenschentums folgend. Jener, verpönt im Dritten Reich und lange danach noch ins Abseits gestellt, dieser, der trotzdem nicht von ihm lassen kann – Georg Trakl undFranz Fühmann. Als Fühmann kurz vor der Kapitulation Deutschlands ein Bändchen mit Gedichten von Trakl ersteht, beginnt eine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk des Österreichers, die schließlich im autobiografisch-essayistischen Buch Vor Feuerschlünden (in Westdeutschland Der Sturz des Engels) kulminiert. In der Begegnung mit Trakls Gedichten versucht Franz Fühmann, einen zentralen Konflikt seines Lebens auszuloten, den zwischen Dichtung und Doktrin [.]; beide waren in mir verwurzelt, und beide nahm ich existentiell. Die Beschäftigung mit Trakl, so bekennt Fühmann, deckt eigene Widersprüche auf, die ihn schließlich nicht nur zu einem anderen Verständnis für dessen Dichtung führen, sondern auch seinen eigenen Standort als Schriftsteller neu bestimmen lassen.
von Fred Uhlman
Zwei 16jährige Jungen besuchen die gleiche exklusive Schule. Der eine, Hans Schwarz, ist der Sohn eines Arztes, der andere, Konradin von Hohenfels, entstammt einer reichen Adelsfamilie. Zwischen den beiden entspinnt sich eine innige Freundschaft. Bis ein Jahr später die Beziehung zerbricht. Die Geschichte spielt 1933 in Deutschland. (Buchdeckel verso).
von Dylan Thomas
»Wir erleben diese walisische Stadt Llareggub, ihre Einwohner und ihre Selbstbekenntnisse als ein poetisches Werk, dessen Beschwörung und Provokation sich bei jeder Begegnung wiederholen.« – Hans Bender
von Daniel Kehlmann
Der Prosaautor Daniel Kehlmann ist auch ein begnadeter Theaterautor. Wer mal wieder Theaterstücke lesen möchte, dem sei dieses sprachgewaltige Buch empfohlen – es lohnt sich.