Empfehlungen basierend auf "Vincent van Gogh"

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von Judith Mackrell

Heute ist das Guggenheim-Museum eine der touristischen Hauptattraktionen Venedigs. Dieser reich bebilderte Band erzählt erstmals die spannende Geschichte des Palazzos. Die Millionenerbin und Mode-Ikone Luisa Casati, die Salonnière Doris Castlerosse und die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim machten ihn zum glamourösen und berüchtigten Treffpunkt der internationalen Künstlerszene und der High Society: Man Ray, Pablo Picasso, Cole Porter und Yoko Ono u. v. a. gingen hier ein und aus. Das Porträt einer singulären Stadt, die Geschichte eines außergewöhnlichen Hauses und dreier atemberaubender Frauen

von unknown author

Die zahlreichen Briefe Vincent van Goghs, insbesondere an seinen Bruder Theo, aber auch an Künstlerfreunde wie Paul Gauguin, Paul Signac oder Émile Bernard zeigen den Maler als Autor, der wie kaum ein anderer die Besonderheit und eigenwillige Schönheit seiner Gemälde zu beschreiben wusste. Er beschreibt nicht nur seine Arbeit als Künstler, die Suche nach neuen Motiven, sondern auch seine Auffassungen von Kunst und künstlerischen Fragestellungen.Dieser Band versammelt die schönsten Briefpassagen und Bildbeschreibungen, stellt sie den darin beschriebenen Werken gegenüber und präsentiert den wohl prominentesten Maler der Moderne als ebenso begabten Sprachkünstler. Ein kenntnisreiches Nachwort der Herausgeber rundet den Band ab.

von Desmond Morris

Wie lebten sie wirklich, die inzwischen so berühmten Künstlerinnen und Künstler? Desmond Morris gehörte zu ihrem Kreis und kennt ihre Vorlieben, Freundschaften und dramatischen Zerwürfnisse. Er porträtiert einsame Wölfe, rebellische Vorkämpferinnen, brillante Exzentriker. Seine zweiunddreißig Lebensbilder der Surrealisten sind selbst Geschichte.

von Oscar Wilde

Schon bald nach seinem Erscheinen 1890 wurde "Das Bildnis des Dorian Gray" als unmoralisch und skandalös empfunden. Oscar Wilde antwortete darauf nur: »So etwas wie ein moralisches oder ein unmoralisches Buch gibt es nicht. Bücher sind entweder gut oder schlecht geschrieben. Das ist alles.« Was Wilde erschuf, ist ein Fest der Dekadenz und des Dandyismus, ein perfekt ausgeklügeltes Spiel der Realität und Fiktion. Seine Geschichte eines jungen Schöngeists spielt im England des späten 19. Jahrhunderts: Der wohlhabende Dorian Gray besitzt ein Porträt, das statt seiner altert, während er sich hemmungslos seinen Vergnügungen und Ausschweifungen hingeben kann. Dieses Geheimnis versucht er zu wahren – mit allen Mitteln. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

von Walter Benjamin

Als Walter Benjamin diesen Aufsatz 1936 im Pariser Exil in französischer Übersetzung publizierte, blieb das erhoffte Echo aus. Inzwischen gehört er zum Kanon der Ästhetik, der Medienwissenschaft und der politischen Theorie. Die Abhandlung, die in ihrem Kern von einer weltgeschichtlichen Krise der Tradition handelt, hat paradoxerweise den Status eines klassischen Textes gewonnen, der selbst zum festen Bestand der Überlieferung gehört. Der Text der vorliegenden Ausgabe wurde am Nachlass überprüft. Besonders interessante Alternativversionen einiger Abschnitte werden im Anhang wiedergegeben. Ein Zeilenkommentar und ein Nachwort geben wertvolle Verständnishilfen.

von Anka Muhlstein

Seine Werke schmücken die großen Museen weltweit: der Maler Camille Pissarro (1830-1903) war einer der Begründer der seinerzeit revolutionären französischen Malschule, die sich gegen die Sehkonventionen der akademisch-realistischen Malerei wandte. Er war eng befreundet mit Monet und Renoir, Mary Cassatt und Berthe Morisot, Unterstützer von Cézanne, Gauguin und van Gogh und wurde als der Älteste der Gruppe von seinen Freunden liebevoll »Vater des Impressionismus« genannt. Und doch fühlte er sich zeitlebens auch als Außenseiter in der Künstlerszene. Auf einer Antilleninsel in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren, prädestinierte den jungen Mann nichts dazu, Maler zu werden. Die Kunstkennerin und Historikerin Anka Muhlstein zeichnet ein facettenreiches, intimes Porträt dieses unabhängigen Geistes und großen Malers. Pissarros berühmte Stadtbilder von Paris, seine Bilder der Landschaft um den Ort Pontoise bei Paris, wo er mit seiner Familie lebte, seine neuartigen Porträts von Frauen und Männern bei der Arbeit auf dem Feld: all das erscheint mit Kenntnis von Pissarros Lebensweg und unermüdlichem Kampf für die Anerkennung seiner Kunstauffassung in neuem Licht. Dabei stützt sich die Biografin unter anderem auf Pissarros umfangreiche, sehr persönliche Briefwechsel mit Malerkollegen und mit seinen Söhnen, die ebenfalls Maler wurden. So wurde der Vater des Impressionismus auch zum Patriarchen einer Künstlerfamilie.

von Otl Aicher

Otl Aichers Texte sind Erkundungen einer "Welt als Entwurf". Sie gehören substantiell zu seiner Arbeit. In der Bewegung durch die Geschichte von Denken und Gestalten, Bauen und Konstruieren versichert er sich der Möglichkeiten, die Existenz menschlich einzurichten. Nach wie vor geht es um die Frage, unter welchen Voraussetzungen Zivilisationskultur herstellbar ist. Diese Voraussetzungen müssen erstritten werden gegen scheinbare Sachzwänge und geistige Ersatzangebote.Otl Aicher streitet gern. So enthält dieser Band neben Berichten aus der Praxis und historischen Exkursen zu Design und Architektur auch polemische Einlassungen zu kulturpolitischen Themen. Mit produktivem Eigen-Sinn streitet Aicher vor allem für die Erneuerung der Moderne, die sich weitgehend in ästhetischen Visionen erschöpft habe. Noch immer sei der "Kultursonntag" wichtiger als der Arbeitsalltag.Wolfgang Jean Stock

von Aldo Rossi

Aldo Rossi verfolgte in seiner 1966 erschienen Publikation L’Architecttura della Città die städtebauliche Entstehung und Entwicklung der großen europäischen Metropolen und legte damit seine Theorie zum Umgang mit den historisch gewachsenen Strukturen dar. Die 1973 in der Reihe der Bauwelt Fundamente erstmals erschienene deutsche Ausgabe gehört bis heute zur Pflichtlektüre für Studierende, Architekten und an der Architektur Interessierte.

Das »Wörterbuch der Architektur« bietet Worterklärungen und Begriffsdefinitionen aus der Fachsprache der Architekten und Kunsthistoriker. Es konzentriert sich auf die gängigsten historisch verankerten Bezeichnungen von Bauten, Bauteilen, -formen, -ornamenten, -techniken und -materialien aus der europäischen Baukunst seit der Antike. Das reich bebilderte Sachwörterbuch ist erweitert durch sechs Musterbeschreibungen von Bauten oder Bauteilen unterschiedlicher Epochen. Von Abakus bis Zwiebelhelm, vom archaischen Megaron bis zum Penthouse: In alphabetischer Reihenfolge werden die Grundbegriffe der europäischen Baukunst seit der Antike erläutert. Viele sind durch Zeichnungen veranschaulicht. Exemplarische Baubeschreibungen am Ende des Buches zeigen Möglichkeiten auf, wie architektonische Gegebenheiten sprachlich wiedergegeben werden können. Mit dem kleinen, handlichen Format eignet sich dieser Band ideal als Nachschlagewerk für Unterricht und Studium wie auch für die Besichtigung unterwegs.

von Paul Zanker

Unter Augustus entsteht in Rom ein Herrschaftsmythos, der die gesamte Bilderwelt der Epoche prägt. Nicht nur die Kunstwerke unterliegen der bestimmenden Kraft dieses Mythos; alle Arten sozialer Begegnung, die sich zu Bildern verdichten: religiöse Rituale, Staatsakte, Geselligkeit werden geformt.Moderne Erfahrung würde hier die Wirkungen eines Propagandaaparates vermuten.Was sich tatsächlich ereignete, zeigt Paul Zanker in einem Buch, das unerwartete Einblicke in die Gesellschaft des augusteischen Zeitalters und ihre Mentalität bietet und das zu lesen ein intellektuelles Vergnügen ist.