Um seine Familie zu retten, muss sich der Jude Isaak Rubinstein in die Gestapo einschleusen und mitten unter Wölfen zum Spion werden ...Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein, der ständig in Angst um seine Familie lebt, bittet eine Widerstandskämpferin um Hilfe. Doch ihre Gegenforderung ist hart: Isaak soll die Gestapo infiltrieren und sich dazu als Sonderermittler Adolf Weissmann ausgeben – jenen Mann, der vom Führerhauptquartier beauftragt wurde, den Mord an einer berühmten Schauspielerin aufzuklären. Was niemand weiß: Der Kriminalist hat den Anschlag, den die Widerstandsgruppe auf ihn verübt hat, überlebt. Mitten unter Wölfen zieht sich das Netz immer weiter zu und die Gefahr, enttarnt zu werden, ist allgegenwärtig …
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Unter Wölfen (Isaak Rubinstein, #1)
von Alex Beer
Um seine Familie zu retten, muss sich der Jude Isaak Rubinstein in die Gestapo einschleusen und mitten unter Wölfen zum Spion werden ...Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein, der ständig in Angst um seine Familie lebt, bittet eine Widerstandskämpferin um Hilfe. Doch ihre Gegenforderung ist hart: Isaak soll die Gestapo infiltrieren und sich dazu als Sonderermittler Adolf Weissmann ausgeben – jenen Mann, der vom Führerhauptquartier beauftragt wurde, den Mord an einer berühmten Schauspielerin aufzuklären. Was niemand weiß: Der Kriminalist hat den Anschlag, den die Widerstandsgruppe auf ihn verübt hat, überlebt. Mitten unter Wölfen zieht sich das Netz immer weiter zu und die Gefahr, enttarnt zu werden, ist allgegenwärtig …
Aktuelle Rezensionen(1)
Einerseits ist es zwar glaubwürdig, das Isaak resigniert wirkt und wenig kämpferisch. Gleichzeitig fand ich es aber auch schwierig... dieses Narrativ vom Juden, der sich quasi zur Schlachtbank führen lässt und dann in letzter Sekunde von einer Deutschen gerettet wird... Nun ja, es wäre an der Zeit mal darüber nach zu denken, Juden und Jüdinnen auch mal anders darzustellen. Spannung kam mir persönlich etwas zu wenig auf. Mir fehlte der stärkere Fokus auf der Tatsache das Isaak jederzeit enttarnt werden könnte. Er hat einerseits auch kaum Zeit großartig Angst zu entwickeln, aber gleichzeitig wirkt es manchmal so, als ob die Autorin vergessen hätte, das z.B. seine Familie in großer Gefahr schwebt oder eben auch im Raum steht, das Isaak eben kein Ermittler ist und im Grunde nicht wirklich weiß, was er tut. Und das sorgt dann dafür das es unpassend eingestreut wirkt, wenn die Familie Rubinstein doch erwähnt wird. Eben als ob es der Autorin dann wieder eingefallen wäre, wer ihre eigene Romanfigur so ist. Und das ist auch der Grund weshalb ich das zum Teil als weichgespült empfunden habe. An anderer Stelle verlieren sich die Figuren in Nazi-Floskeln, die wie im Theater einstudiert wirken, die aber kein lebendiges Gespräch kennzeichnen. Irgendwie hat die Autorin das Wien der 20er Jahre mit ihren Emmerich Romanen lebendiger und glaubwürdiger erzählt. Keine Ahnung woran das genau liegt. Vielleicht konnte sie sich in die Mentalität der Zeit besser hineinversetzen. Glaubwürdig war dagegen das Rubinstein nicht sofort als Jude entlarvt wird. Es wäre einfach niemand auf die Idee gekommen seine Identität zu hinterfragen. Was nicht sein kann, wird auch nicht als solches erkannt. Zugleich hat mich noch etwas gezwickt... Quasie der Stein im Schuh. Es ist an ein paar Stellen einfach zu weichgespült. Zu wenig sperrig. Es gab mehrere Möglichkeiten die Handlung in eine weniger glatt gebügelte Richtung zu lenken und diese Chancen hat die Autorin nicht genutzt. Da bleibt dann statt echter Grausamkeiten mehr so Wunschvorstellung und Kitsch zurück. Ich fand das Ganze am Ende trotzdem nicht wirklich schlecht zu lesen. Ich persönlich hätte mir eben mehr Tiefe und ein paar Wendungen gewünscht, die stärker an die Realität angelehnt sind.