Empfehlungen basierend auf "Unser Weg nach morgen"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Elina Penner

»Dieses Buch ist großartig.«

von Matthias Jügler

»Feinfühlig und zugleich kraftvoll erzählt Matthias Jügler in diesem spannenden Roman davon, dass die Vergangenheit nie vorbei ist.« Julia SchochFür Katrin und Hans wird der Alptraum aller Eltern wahr: Nach der Geburt verlieren sie noch im Krankenhaus unweit von Leipzig ihr erstes Kind – und kurz darauf auch sich als Paar. Denn Katrin quälen Zweifel an der Darstellung der Ärzte, Zweifel, von denen Hans nichts wissen will. Als Katrin Jahre später stirbt, wird klar, dass sie mit ihren Befürchtungen womöglich Recht hatte. Bei seinen Recherchen, die ihn tief in die Geschichte der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Klären kann er all seine Fragen in Zusammenhang mit dem Tod des Säuglings nicht, doch der Gedanke daran, in einem entscheidenden Moment seines Lebens versagt, etwas versäumt, einen Fehler begangen zu haben, lässt ihn künftig nicht mehr los. Da klingelt eines Tages das Telefon und sein Sohn ist am Apparat. Aufgewachsen in einer Adoptivfamilie, unterscheidet sich seine Vorstellung von der Vergangenheit grundlegend von dem, was Hans ihm erzählt. Wird sich die Kluft, die das Leben in einem Unrechtsstaat und vierzig fehlende gemeinsame Jahre gerissen haben, wieder schließen lassen? Matthias Jügler zeichnet das bewegende Porträt eines traumatischen Verlustes, erzählt von folgenschweren Zweifeln, von der Kraft des Neubeginns und dem heilsamen Erleben der Natur. Ein feinsinniger Familienroman über ein dunkles Kapitel ostdeutscher Geschichte. – »Wahrhaftig und voller Hoffnung.« Anne Rabe

von Hélène Gestern

Der Erste Weltkrieg und 100 Jahre danach - berall dieselbe Sehnsucht nach Frieden und MenschlichkeitElisabeths Leben ndert sich schlagartig, als sie unerwartet ein Bndel alter Briefe und dazu ein verwunschenes Haus fernab von Paris erbt. Die junge Historikerin taucht ab in die rtselhaften Briefe, die Alban von der Front des Ersten Weltkriegs seinem Dichterfreund Anatole schrieb. Auf der Suche nach Antworten findet Elisabeth Erinnerungen von Zeitzeugen, Tagebcher und verblffende Fotos aus dem Krieg. Ihre Recherche fhrt sie von Paris ber Brssel nach Lissabon und immer wieder zurck in ihr friedliches Landhaus, wo sie nach und nach ein Mosaik aus Lebensgeschichten zusammensetzt, voller Leid, Liebe und Hoffnung. Ein bewegender wie spannender Roman ber das 20. Jahrhundert.

von Monika B., Karin Jäckel

Monika B. - Ich bin nicht mehr eure Tochter - bk337; Bastei Lübbe Verlag; Hrg. Karin Jäckel; pocket_book; 1995

von Oxana Kalemi

Es sollte ein Job für drei Monate sein, als Kellnerin in einem Club in Rumänien. Sie braucht das Geld für die Zukunft ihrer drei kleinen Kinder. Doch was sie dort in Wirklichkeit erwartet, ist ein wahrer Albtraum, kaum vorstellbar im 21. Jahrhundert: Der Club ist ein Bordell, ihre neuen Arbeitgeber entpuppen sich als europaweit agierende Menschenhändler. Eine schreckliche Zeit voller Angst und Gewalt beginnt, Oxana wird immer wieder verkauft, nach Italien, Deutschland, England verschleppt. Doch ihr gelingt das Unglaubliche, sie gibt niemals die Hoffnung auf und schafft es sich zu befreien. Ein erschütternder Bericht über die dunkelste Seite unserer Gegenwart.

von Reine-Marie Paris

Camille Claudel war unbestritten eine der wenigen großen Bildhauerinnen unserer Zeit. Ihr Leben aber blieb ein Rätsel, eher verstellt als erhellt durch einige bekannte schlagwortartige Akten und Gerüchte: sie war eine sehr eigenwillige Künstlerin, sie war die Geliebte Auguste Rodins, ihr Leben endete in Alkohol und Armut, sie starb in einer Nervenheilanstalt. Auch um anderen spekulativen Deutungen dieses Lebens entgegenzutreten, gab Reine-Marie Paris, eine Enkelin Paul Claudels, ihr Buch heraus. Ihr stand als einziger das Familienarchiv der Claudels offen, und sie hält sich in ihrer Darstellung streng an die Fakten.Camille Claudel wurde 1864 geboren. Schon früh entdeckte sie ihre künstlerische Begabung. Die Familie zog 1881 nach Paris. Dort trat sie in die Académie Colarossi ein, gründete bald mit zwei anderen jungen Künstlerinnen ein eigenes Atelier. Irgendwann um diese Zeit – ein genaues Datum ist nicht bekannt – tritt sie in Rodins Atelier ein, wird seine Gehilfin. Eine jahrelange stürmische Liebe verbindet die beiden, eine quälerisch intensive Beziehung, die schließlich zerbricht. Künstlerisch wächst die Anerkennung für das Werk Camilles, obwohl es immer an der Arbeit Rodins gemessen wird. Dann beginnt der Abstieg. Nach dem Zerbrechen der Bindung an Rodin wird es für sie schwer, eine unabhängige Existenz aufrechtzuerhalten. Sie braucht die Zuwendungen ihres berühmten Bruders, Paul Claudel, sie trinkt, verwahrlost, treibt sich nachts in den Straßen von Paris herum, wird schließlich von der Familie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.Über die Biographie hinaus enthält das Buch eine Auswahl aus den Briefen, eine Darstellung ihrer Krankheitsgeschichte sowie Werkkatalog und Bibliographie. Bernard Howells schrieb ein Nachwort über Camilles Beziehung zu ihrem Bruder Paul. 70 Schwarzweiß- und 6 Farbfotos dokumentieren das bildhauerische Werk.

von Mónica Subietas

Auf mehreren Zeitebenen führt uns Mónica Subietas durch diese Geschichte von Familiengeheimnissen und Raubkunst. Sprachlich und atmosphärisch dicht erzählt [...]

von Rabea Edel

Rabea Edels Roman umspannt Jahrzehnte und verknüpft Zeitgeschichte mit persönlichem Schicksal. Im Mittelpunkt: eine unangepasste Frau, flirrend, poetisch und mutig, die isch entscheidet, dem scheinbar Vorherbestimmten etwas Eigenes entgegenzusetzen. Raisa lebt allein mit ihrer Mutter Martha und das schon immer. An ihren Vater hat sie keine Erinnerung. Ihr Name ist das Einzige, was sie von ihm bekommen hat – besser so, sagt Martha. Doch Raisa beginnt, Fragen zu stellen. Als der Nachbarsjunge Mat verschwindet, beginnt Martha zu erzählen. Von der Großmutter Dina. Von Lügen, die schützen, und Lügen, die in Gefahr bringen. Von der Liebe ihres Lebens und ihrem größten Verlust. Rabea Edel zeichnet in ihrem Buch die bewegende Lebensgeschichte ihrer Mutter und das Portrait einer Nachkriegsgeneration, die im Schatten der Gewalt und des Schweigens aufgewachsen ist. Sie erzählt von der Kraft der Liebe und von der Rückeroberung der eigenen Geschichte durch die Sprache. Ein Buch wie ein Kaleidoskop, das vor allem die Frauen in den Blick nimmt – und die weibliche Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.

von Blanca Imboden

Nelly ist mit ihren 77 Jahren eine fröhliche, selbstbewusste, gesunde und recht muntere Witwe. Trotzdem zieht sie ins Altersheim, weil ihre Tochter Trudi den dringenden Wunsch hat, ihr gemütliches Elternhaus durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Trudi verspricht ihrer Mutter zwar eine coole Einliegerwohnung, aber da macht Nelly – auch ein wenig trotzig – nicht mit. Dann lieber grad ab ins heimelig. Dort wird es ihr aber schon bald ganz unheimelig langweilig, und sie überlegt sich, dass sie – jetzt, wo sie so viel Zeit hat – eigentlich auf Reisen gehen könnte. Nicht weit, nur durch die Schweiz. Nicht lang. Nur immer für einen Tag. Die Idee dahinter: Sie will das Abc abreisen. Und so macht sie sich auf den Weg nach Ascona, nach Buochs, nach Chur und erlebt dabei einiges. Sie macht neue Bekanntschaften, lernt die Drogenfahndung kennen, muss einen Panflötenspieler abwimmeln und bringt sogar das Leben ihrer Enkelin Kim durcheinander. Natürlich nicht mit Absicht. Mit Absicht zieht sie aber ihre Aktion »Spiegeleier für alle« durch, und die, die wird ein voller Erfolg. Die Quintessenz aller gemachten Erfahrungen überrascht Nelly, denn sie begreift: Sie ist zwar alt, aber sooo alt dann doch wieder nicht. Und schließlich lässt sie die Erkenntnis zu: »Ich will eigentlich nur eins: raus! Und wieder leben, möglicherweise sogar wieder lieben.

von Falun Ellie Koos

Falun Ellie Koos, geboren 1992, ist Schriftsteller und Filmemacher. Koos' Debütroman "Zähe Hunde" wurde für eine Vielzahl an Preisen nominiert, u.a. für die Shortlist des wichtigen Libris-Literaturpreises, und von der Zeitung Het Parool zu einem der zehn besten Bücher des Jahres gewählt. Koos gewann 2022 den Joost-Zwagerman-Essaypreis und erhielt 2023 ein Cronestipendium für vielversprechende Autor:innen der Stadt Utrecht. Andrea Kluitmann, geboren 1966, studierte Germanistik und Filmwissenschaft in Bochum und Amsterdam. Heute arbeitet sie als Übersetzerin von Romanen, Theaterstücken und Graphic Novels und gibt Interviewtraining und Deutschunterricht.