Empfehlungen basierend auf "Unheil Roman"
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von James Baldwin
Baldwins explizitester, leidenschaftlichster RomanWarum hat Rufus Scott - ein begnadeter schwarzer Jazzer aus Harlem - sich das Leben genommen? Wegen seiner Amour fou mit der weissen Leona, einer Liebe, die nicht sein durfte? Verzweifelt sucht Rufus' Schwester Ida nach einer Erklärung. Aber sie findet nur Wahrheiten, die neue Wunden schlagen, - auch über sich selbst. Wie ihr Bruder war Ida lange bereit, sich selbst zu verleugnen, um ihren Traum zu verwirklichen, den Traum, Sängerin zu werden. Wie ihr Bruder hat sie ihre Wut auf die Weissen, die sie diskriminieren. Bis jetzt. Baldwin verwickelt uns in ein gefährliches Spiel von Liebe und Hass - vor der Kulisse eines Amerikas, das sich selbst in Trümmer legt.
von Max Porter
»Ein aufwühlender, spannender, stilistisch beeindruckender Roman.« Guy Helminger, Luxemburger Tageblatt, 31.10.2020
von Willi Fährmann
Auf der Flucht: 1943. Deutsche Kinder werden mit der "Kinderlandverschickung" in vermeintlich sichere Gebiete gebracht. Über hundert Mädchen und ihre Lehrer versuchen in einem kleinen Ort in Österreich ein geordnetes Leben aufrechtzuerhalten. Doch der Krieg rückt immer näher. Im März 45 müssen Kinder und Lehrer vor den anrückenden Russen fliehen. Auf ihrem abenteuerlichen Weg nach Hause erleben die Mädchen Hunger und Hartherzigkeit, aber auch viele hilfsbereite Menschen, die mit dazu beitragen, das fast alle Kinder glücklich zu Hause ankommen. Millionen Kinder und Jugendliche wurden im zweiten Weltkrieg von der Familie weggebracht, als die Bombardierung in den Städten zunahm. Mir ist jedoch kein anderes Buch bekannt, das das Thema Kinderlandverschickung so eindrücklich aufgreift. Subtil schildert der Autor, wie sehr die Kinder durch Erziehung und Propaganda manipuliert wurden, wie erst langsam, oft durch eigene schlimme Erlebnisse, durchsickert, was in Deutschland in diesen Schreckensjahren passiert ist. Ab 12 Jahren, ****, Irene Beglinger-Flückiger.
von Slawomir Mrozek
AA, der Intellektuelle, und XX, der Gastarbeiter, teilen sich einen Kellerraum als Unterkunft und gehen sich nach Kräften auf die Nerven. Zwar sind sie beide Emigranten desselben Landes, doch sind die Verbindungen zwischen beiden nur allzu brüchig. Am Silvesterabend kommt es zum Showdown.
von Javier Marías
Nach dem hoch gelobten Roman »Berta Isla« (2019) erscheint nun zum Spanien-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse der neue Roman von Javier Marías: »Tomás Nevinson«. Eigentlich hat Tomás Nevinson mit dem Geheimdienst abgeschlossen. Doch sein ehemaliger Chef verführt ihn mit einem neuen Auftrag: Nevinson soll in einer spanischen Kleinstadt eine Terroristin, die sich an früheren Anschlägen der ETA und der IRA beteiligt hat, aufspüren und beseitigen. Als er mit einer Frau, die als Zielperson in Frage kommt, eine Beziehung eingeht, gerät er in Gewissenskonflikte. Lassen sich Schuld und Unschuld zweifelsfrei erkennen? Und darf man einen Menschen töten, um ein größeres Verbrechen zu verhindern? »Tomás Nevinson« ist eine meisterhafte Mischung von Spionageroman, erotischem Abenteuer und moralischer Reflexion. »Vermutlich der beste Roman, den Javier Marías bisher geschrieben hat,« El País
von Wladimir Medwedew
»Der Bürgerkrieg dauerte Jahre, Armut prägt noch heute das Land, an der Geringschätzung von Frauen hat sich nicht viel geändert. Als Hoffnung bleibt nur: Das Leid ist nun bezeugt in einem wirklich großen Roman.«
von Boris Leonidovič Pasternak
Das Schicksal eines russischen Arztes, zugleich ein dichterisches Bild russischen Lebens und Denkens in der Revolutionszeit.