3.0

Treibsand: Erinnerungen einer Europaerin

von Sybille Bedford

Format:Hardcover

"In this memoir, Sybille Bedford takes us on an epic personal journey from World War I Berlin via the writers' and artists' bohemia of the Cote d'Azur in the 1920s, to post-World War II London, New York, Paris, and Rome." "Following no maxim but the need for a place and a space to write, Sybille Bedford's life has been that of the free-spirited, committed precarious, passionate, and frequently impoverished. At the same time it has been a life richly full of incident, impetuousness, danger, fun, friends, lovers, mentors, art, and writing." Whether evoking the simple joys of a slow dinner with friends under the open sky or tracing the heart-rending outline of an intimate betrayal, recalling a madcap twenty-four-hour dash from northern France to Rome, or remembering a languorous summer on Capri, Sybille Bedford offers us a reflection on how history imprints itself on private lives.

Biografien & Memoiren
320 SeitenHardcover
Erschienen an: June 28, 1906

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(1 ratings)
JuliaRezension von Julia

Sybille war meine Begleitung in den Champagne-Urlaub und unterhielt mich mit ihren Plaudereien über die Berühmtheiten, Katastrophen und Lebensgeschichten des letzten Jahrhunderts gut. Allerdings springt sie viel zwischen Jahren und Momenten hin und her, sodass ich, wenn mich die Neugier packte, häufig enttäuscht wurde, da es nicht in die Tiefe, sondern in die nächste Anekdote ging. Zudem sind diese Memoiren eher selbstrefentiell - eine Kenntnis ihrer anderen Romane ist sinnvoll. Aber da diese Bücher sensationell gute Unterhaltung sind, würde ich sie eh jedem ans Herz legen. Insgesamt macht das Buch Spaß, seltsamerweise selbst dann, wenn sie Krisen und Tiefpunkte sowohl historischer als auch privater Art schildert. Das ergibt sich aus Bedfords lebendigem, sprudelnden Erzählstil - oft hat man das Gefühl mit ihr im Schatten zu sitzen, irgendwo an der Riviera, eine offene Flasche Wein auf dem Tisch und Tante Billy erzählt eben wieder mal was Interessantes, z.B. wie Aldous Huxley ihr in London zur Staatsbürgerschaft verhielf, sie Thomas Manns Pudel durch die USA chauffierte oder sie das Marmorbad ihrer kleiner Hütte auf einem römischen Dach ruinierte. „Mein Vater war ein Feinschmecker, er wusste, was gut war, wann und wo man Lebensmittel einkaufte, wie man sie zubereitete und servierte. Er war selbst ein guter Koch, hatte sich mit den bekannten Köchen seiner Zeit angefreundet, mit ihnen Champagner getrunken (den sie tranken, um kühlen Kopf zu bewahren), in der Hitze des Gefechts sogar aus der Flasche getrunken, die er mit der linken Hand hielt, während die Rechte mit einem Löffel oder Hackmesser hantierte.“ „Gewiss, nachdem der Zug die Alpen überquert hatte und langsam in ein sonniges, fruchtbares Tal fuhr, hatte ich einen Zustand schierer Freude erlebt, die Erfüllung einer Sehnsucht, die in vielen von uns schlummert, die wir im Regen geboren wurden.“

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