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Sorj Chalandon erzählt eindringlich davon, wie unerbittlich Schuld und Verdrängung ein ganzes Leben bestimmen können.
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von Rita Falk
Geschichten vom Abschiednehmen, vom Sterben, vom Loslassen gehören zum Leben. Eine erzählt Rita Falk in ihrem Roman ›Hannes‹ sensibel und eindringlich.
von Catalin Dorian Florescu
In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte - zeitlich zwischen dem Ende der 20er- und Anfang der 50er-Jahre angesiedelt - weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich und in dichten, fantastischen Bildern das Schicksal der Obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen.
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»Der Bürgerkrieg dauerte Jahre, Armut prägt noch heute das Land, an der Geringschätzung von Frauen hat sich nicht viel geändert. Als Hoffnung bleibt nur: Das Leid ist nun bezeugt in einem wirklich großen Roman.«
von Walter Kempowski
Zu dem Zeitpunkt, an dem Kempowskis Roman äTadellöser & Wolffä aufhört, beginnt dieser zweite in sich abgeschlossene und für sich allein verständliche Band. Im Rostock des Jahres 1945, das von der Roten Armee besetzt ist, erlebt der Erzähler mit seiner Mutter und seinem Grossvater die Wirren der Nachkriegszeit. Sie erleben Hunger, Plünderung, Gewalt, aber noch zwischen Trümmern, schwarzem Markt und Hamsterfahrten beginnen die ersten Anfänge des Wiederaufbaus. Der Erzähler geht nach Wiesbaden, erhält eine Stellung im Lebensmitteldepot der amerikanischen Besatzungsmacht, kehrt aber bald zu einem Besuch nach Rostock zurück, der unerwartet endet.