Das sechste Massenaussterben schreitet voran. Raptor und die deleuzianische Wer?-Ratte sind Professoren am Theriozentrischen Institut. Hier werden vehement die Tiere ins Zentrum der künstlerischen Aufmerksamkeit gestellt. Während Wer?-Ratte ihren Studierenden erfolgreich das Tierezeichnen vermittelt, wird der Tiertheoretiker Raptor von Selbstzweifeln geplagt: Sind seine Strategien, den menschlichen Exzeptionalismus zu demontieren, eigentlich wirksam? Erweist er den Tieren am Ende einen Bärendienst? Und ob Wer?-Ratte ihn eigentlich mag?Tiere sind zentrale Bedeutungsträger*innen in Bilderbuch und Comic. Doch wie werden diese Tiere überhaupt erst formal erzeugt? Lena Winkel verknüpft grundlegende Positionen der Cultural Animal Studies mit Comictheorie und Illustrationswissenschaft und diskutiert, welches Potential zur Kultivierung einer tiersensiblen Medienkompetenz im Medium Illustration steckt. Dabei geht sie auf zwei Weisen vor: Einmal klassisch akademisch, einmal zeichnend und erzählend in der Form eines Comics. »Tiere richtig zeichnen« ist folgerichtig als Wendecover konzipiert, das so auch formal praktische und theoretische Erkenntniswege verzahnt. Von der einen Seite lässt sich der Comicteil lesen, von der anderen Seite die komplementäre Theorie.
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Tiere richtig zeichnen (Human-Animal Studies)
von Lena Winkel
Das sechste Massenaussterben schreitet voran. Raptor und die deleuzianische Wer?-Ratte sind Professoren am Theriozentrischen Institut. Hier werden vehement die Tiere ins Zentrum der künstlerischen Aufmerksamkeit gestellt. Während Wer?-Ratte ihren Studierenden erfolgreich das Tierezeichnen vermittelt, wird der Tiertheoretiker Raptor von Selbstzweifeln geplagt: Sind seine Strategien, den menschlichen Exzeptionalismus zu demontieren, eigentlich wirksam? Erweist er den Tieren am Ende einen Bärendienst? Und ob Wer?-Ratte ihn eigentlich mag?Tiere sind zentrale Bedeutungsträger*innen in Bilderbuch und Comic. Doch wie werden diese Tiere überhaupt erst formal erzeugt? Lena Winkel verknüpft grundlegende Positionen der Cultural Animal Studies mit Comictheorie und Illustrationswissenschaft und diskutiert, welches Potential zur Kultivierung einer tiersensiblen Medienkompetenz im Medium Illustration steckt. Dabei geht sie auf zwei Weisen vor: Einmal klassisch akademisch, einmal zeichnend und erzählend in der Form eines Comics. »Tiere richtig zeichnen« ist folgerichtig als Wendecover konzipiert, das so auch formal praktische und theoretische Erkenntniswege verzahnt. Von der einen Seite lässt sich der Comicteil lesen, von der anderen Seite die komplementäre Theorie.
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