Alles begann an dem Tag, als Jack und ich den Zuschlag für das Haus erhielten. Es sollte unser Zuhause werden, unser sicherer Hafen, gelegen in einer ruhigen Londoner Nachbarschaft. Keiner von uns konnte ahnen, was danach geschehen würde. Da war zuerst dieser merkwürdige Geruch, dann Jack, der glaubte, nachts unten Schritte zu hören. Und dann das, was wir auf dem Dachboden fanden. Wir wollten es ignorieren, dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Bis die Leiche hinter unserem Haus entdeckt wurde ...
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The House - Du warst nie wirklich sicher
von Simon Lelic, Friederike Achilles
Alles begann an dem Tag, als Jack und ich den Zuschlag für das Haus erhielten. Es sollte unser Zuhause werden, unser sicherer Hafen, gelegen in einer ruhigen Londoner Nachbarschaft. Keiner von uns konnte ahnen, was danach geschehen würde. Da war zuerst dieser merkwürdige Geruch, dann Jack, der glaubte, nachts unten Schritte zu hören. Und dann das, was wir auf dem Dachboden fanden. Wir wollten es ignorieren, dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Bis die Leiche hinter unserem Haus entdeckt wurde ...
Aktuelle Rezensionen(1)
<b>"Was bedeutet… Shit. Ich weiß nicht, was es bedeutet. Vielleicht bedeutet es, dass ich einfach nur paranoid bin. Aber da gibt es doch diesen Spruch: Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass niemand hinter dir her ist."</b> Jack und Sydney haben so lange nach einem Haus in London gesucht, dass sie ihr Glück gar nicht fassen können, als sie zu einem unschlagbar günstigen Preis den Zuschlag für dieses alte Schätzchen bekommen. Gut, das Haus steht voll mit unfassbar viel Zeug vom Vorbesitzer, aber das hier soll ihr Nest werden. Hier wollen sie gerade nach Sydneys schwieriger Vergangenheit zur Ruhe kommen. Doch wie soll man zur Ruhe kommen, wenn sich die merkwürdigen Ereignisse nur so aneinander reihen? Was hat die tote Katze auf dem Dachboden zu bedeuten? Was die gesammelten Schätze eines kleinen Mädchens, obwohl der Vorbesitzer kinderlos gewesen war? Als dann auch noch eine Leiche hinter dem Haus gefunden wird, können Jack und Sydney nicht mehr ignorieren, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt… In „The House“ erzählen Jack und Sydney ihre Geschichte – obwohl zu Anfang gar nicht so ganz klar ist, woraus diese Geschichte überhaupt besteht. In wechselnden Kapiteln, die sie jeweils aus ihrer Sicht beschreiben, decken sie nach und nach die Vorgänge auf, die sich in ihrem neuen, trauten Heim zugetragen haben. Mit ’nach und nach‘ meine ich wirklich sehr, sehr bruchstückhaft. Die beiden ergehen sich wahnsinnig lange in kruden und äußerst vagen Andeutungen, was eine gewisse Zeit lang auch einen Spannungsbogen aufgebaut hat. Man möchte natürlich unbedingt wissen, was geschehen ist! Nach einer Weile aber war der Bogen überspannt. Zu viele zu nebulöse Andeutungen und vergleichsweise wenig Informationen, die preis gegeben wurden, haben dafür gesorgt, dass ich das Buch beinahe zur Seite gelegt hätte. Wenn man genügend Geduld aufbringt und sich weiter durch die ersten 100 Seiten voller vager Hinweise arbeitet, kommt die Geschichte aber langsam doch ins Rollen. Der Titel „The House“ ist dabei allerdings reichlich irreführend. Irgendwie hat er bei mir die Erwartung geweckt, dass es sich um ein Gruselhaus drehen würde. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Das Haus an sich markiert eigentlich nur mit seinem Kauf den Beginn der Geschichte, danach spielt es keine große Rolle mehr, was ich schade fand, denn ich hatte mir ausgehend vom Klappentext und dem Titel eine etwas andere Story erhofft. Interessant war sie trotzdem, voll ernster Themen wie Kindesmisshandlung, selbstzerstörerisches Verhalten und Vertrauensbrüche. Insbesondere der Plottwist am Ende, über den ich natürlich an dieser Stelle nicht mehr verraten möchte, wusste mich letztlich doch zu überraschen. Der Schreibstil an sich war angenehm. Dadurch, dass Sydney und Jack ihre Kapitel erzählen, als würden sie es wirklich einer dritten Person schildern, hatten die einzelnen Kapitel so was wie einen Flow. Wenn ich jemandem eine Begebenheit schildere, ergehe ich mich auch nicht in zehnseitigen Landschaftsschilderungen und genau so halten es auch Jack und Sydney, was mir gut gefallen hat. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich die Figuren zwar mochte, aber keine emotionale Verbindung herstellen konnte. Sympathisch waren mir die beiden Protagonisten schon, von mitfiebern und mitfühlen aber keine Spur. „The House“ erzählt an und für sich eine ganz interessante Geschichte, die allerdings sehr sehr langsam Fahrt aufnimmt und sich als eine andere entpuppt als man angesichts des Titels vielleicht erwartet. Man braucht schon ein bisschen Durchhaltevermögen, um sich zum Kern vor zu arbeiten. Wenn man das aber mitbringt, findet man in „The House“ durchaus lesenswerte Lektüre.