3.6

Tender is the Flesh: The dystopian horror everyone is talking about! Tiktok made me buy it!

von Agustina Bazterrica

Format:Softcover
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A FINANCIAL TIMES BOOK OF THE YEAR'A hideous, bold, unforgettable vision of the future' i-D'A thrilling dystopia that everyone should read' DazedIf everyone was eating human meat, would you?Marcos is in the business of slaughtering humans - only no one calls them that. He works with numbers, consignments, processing. One day, he's given a specimen of the finest quality. He leaves her tied up in an outhouse, a problem to be disposed of later.But she haunts Marcos. Her trembling body, and watchful gaze, seem to understand. And soon, he becomes tortured by what has been lost - and what might still be saved...

Science-Fiction & Fantasy
221 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2020-11-05

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Aktuelle Rezensionen(4)

3.6(20 ratings)
Aimebelle BautistaRezension von Aimebelle Bautista

I felt rage and disgust reading this book, thought provoking is an understatement. Humans are truly the virus of the world.

redstoneRezension von redstone

"The human being is the cause of all evil in this world. We are our own virus." Tender is the flesh, ein Buch von Agustina Bazterrica aus dem Jahr 2017, handelt von einer dystopischen Zukunft in welcher Tierfleisch durch einen Virus vergiftet wurde und nicht mehr essbar ist. Dementsprechend wurde der Verzehr von Menschenfleisch unter bestimmten Voraussetzungen durch die Regierung legalisiert. Ein Buch, welches es wirklich in sich hat. Das Buch glänzt durch detaillierte Beschreibungen der Welt und Gesellschaft; wie sich diese zum Essen von Menschenfleisch entwickelt hat und auch welche Voraussetzungen getroffen werden (müssen), um dies legal zu tun. Dabei wird auf provozierende Weise auf die Sprache hingewiesen, wie diese das Denken und auch die Realität formt, um unter anderem auch die Moral der Menschen zu verformen. Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit dem Setting der aktuellen Weltsituation. Der thematische Schnitt zur Hälfte des Buches, bei welchem mehr auf die innere (Gefühls)welt von Marcos - dem Protagonisten - eingegangen wird, hat dem Buch nochmal mehr Persönlichkeit gegeben. Tender is the flesh gibt Anstöße um über die eigene Moral nachzudenken und vor allem auch die eigene Ethik zu reflektieren. Zwar fehlt mir die Charaktertiefe des Protagonisten und auch der Nebencharaktere, allerdings punktet das Buch durch die Themen der Menschenrechte und der Moralvorstellungen, welche angeschnitten werden. Das Buch ist es definitiv wert gelesen zu werden, allerdings sollten Personen mit schwachem Magen gewarnt sein.

KaiRezension von Kai

Eine Dystopie in die man sich sehr leicht versetzen kann, da sie nicht mit vielen fiktiven Elementen spielt. Genauso wie der Protagonist sich fühlt, genauso verloren fühlt man sich bei dem Schreibstil, der nur noch mehr, das kalte, rohe und erschreckende Geschehen berichtet. Tatsächlich in einem Tag durchgelesen, da es viel zu interessant war die Gedankengänge zu verstehen. Vor allem beim unheimlichen Ende wird einem etwas mulmig. Kombiniert mit diesem Gänsehaut-erweckenden letzten Satz… ein geniales Buch. Würde ich immer weiter empfehlen.

LisaRezension von Lisa

Erschreckend ehrlich und grausam - ein etwas anderer Blick auf das menschliche Konsumverhalten Marcos arbeitet als Produktion-Manager in einer Schlachterei und verantwortet den kompletten Ablauf von der Einlieferung, Vorbereitung, Schlachtung und Verteilung. So weit, so gut. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um Tier-, sondern um Menschenfleisch. In dieser Erzählung werden Menschen zum Fleischverzehr gezüchtet und Kannibalismus wird, aufgrund eines Virus, welches den Verzehr von tierischem Fleisch unmöglich macht, weltweit als völlig normal angesehen. Marcos hadert mit diesem System und versucht dies, so gut es geht, zu verstecken. Seine persönliche, tragische Geschichte spielt allerdings ebenfalls eine große Rolle. Eine morbide und ekelhafte Geschichte … äh Moment, wieso eigentlich? Wieso wird mir beim Lesen schlecht, nur weil es sich um Menschenfleisch handelt? Wäre mir bei Tierfleisch nicht ebenfalls schlecht geworden? Soviel zur Doppelmoral. Der Spiegel, den Agustina Bazterrica den Lesenden vorhält, könnte krasser nicht sein. Worte schaffen einen Perspektivenwechsel, der es in sich hat und so viele Fragen aufwirft. Dafür liebe ich Literatur. Das Buch kommt gänzlich ohne den erhobenen Zeigefinger und ohne Vorwürfe aus, ist sehr nüchtern und schonungslos geschrieben, und genau das lässt das Hirn rattern. Ich sag nur noch eines: Diese Buch hat auf jeden Fall meine uneingeschränkte Empfehlung - eben wegen dieser zutiefst bedrückenden, surrealen, melancholischen Zukunftsvision. JEDER sollte sich das meiner Meinung nach durchlesen um wachgerüttelt zu werden, um einen einmaligen tiefen Schock zu bekommen, denn darin sehe ich persönlich den Sinn dieses Romans!

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