3.6

Spitzenreiterinnen

von Jovana Reisinger

Format:Hardcover

Tina, Olivia, Claudia, Elle, Gala, Marie Claire, Brigitte, Joy, Grazia – bohaterki tej powieści noszą imiona zaczerpnięte z tytułów popularnych czasopism, utrwalających stereotypy na temat kobiet i mężczyzn.W tej książce stają się bohaterkami, które próbują ułożyć sobie życie wbrew patriarchalnemu systemowi.Dla każdej z nich zapalnikiem zmian staje się inna sytuacja: wdowieństwo, nieplanowana ciąża, nowa miłość, niepłodność, zaręczyny, spadek czy przypadkowe spotkanie z inną kobietą. Z niemałą dozą sarkazmu autorka pokazuje, w jaki sposób jej bohaterki uczą się rozpoznawać własne pragnienia i stawiać granice, aby wreszcie podążać wytyczoną przez siebie drogą. Czy każdej z nich uda się osiągnąć zamierzony cel?

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
257 SeitenHardcover
Erschienen an: 2021

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.6(43 ratings)
ZottelRezension von Zottel

Die unglücklichen Frauen in diesem Buch sind Sportwagenwitwen oder Aushilfsgaleristinnen, bald Verheiratete oder schon wieder Verlassene oder sie sind anderweitig traurig. Sie alle haben gemeinsam, dass sie warten, ertragen und sich an dem männlichen Blick orientieren. Diese Rahmenbedingungen hinterfragen die Figuren dabei zu keinem Zeitpunkt, zu eng sitzt das Korsett. Was spannend klingt war am Ende literarische irgendwie platt umgesetzt. Die Frauen empfand ich als sehr eindimensional, vielleicht sogar zu Stereotyp. Möglicherweise wollte die Autorin genau diese Frage auslösen: Kann man als Frau in der patriarchalen Ordnung überhaupt etwas anderes sein als eine Nebenhauptfigur?

CarolinRezension von Carolin

Das Buch ist gut, keine Frage, aber ich fand die meisten Figuren kaum spannend. Ich mochte Tina und Lisa. Ich habe die ganze Zeit gewartet, dass sie sich noch treffen. Ich mochte nicht wie ihre Geschichten so offen stehen gelassen wurden, ich hatte das Gefühl da fehlt noch ein Monat. Barbara und Emma fand ich nicht spannend, vielleicht weil ihre Lebensrealität so weit entfernt von meiner ist (alter lol) aber sie haben nichts mit mir gemacht. Verena und Laura haben mich nicht interessiert. Ich habe mich immer wieder erwischt, wie ich vorblättere um zu sehen, wann endlich wieder Tina oder Lisa vorkommen. Ein gutes Buch, aber nichts was mich bewegt oder noch lange zum nachdenken bringen wird. Die meisten Figuren werde ich schnell wieder vergessen 3.5✨

PiaRezension von Pia

Man muss die Tonalität dieses Buches mögen; absolut sarkastisch und in Teilen zutiefst bayerisch stellt Jovana Reisinger das Leben verschiedener Frauen dar. Als Frau kann man über diese Geschichten leider nicht schmunzeln, da man immer in irgendeiner Form von den hier dargestellten Unzumutbarkeiten betroffen ist, die gleichzeitig in unserer Gesellschaft so normal sind. Nur wer Feminismus versteht kann dieses Buch verstehen und vermutlich nur wer sich mit Feminismus befasst wird dieses Buch lesen, was das eigentliche Problem schön abbildet, daher, ein gutes Buch!

Lena SchalentierRezension von Lena Schalentier

Aus dem Leben gegriffene Szenen, so subtil in ihrer feministischen Kritik und so witzig zugleich. Toll.

nessaboRezension von nessabo

Jovana Reisinger begleitet in "Spitzenreiterinnen" mehrere Frauen, die sie nach typischen "Frauenzeitschriften" benennt. Dabei bearbeitet sie sehr wichtige Themen wie Abhängigkeit in der Ehe/Beziehung, Einsamkeit und Konkurrenzdruck. Für andere Themen hätte ich mir ausdrücklich eine Inhaltswarnung gewünscht, zumal sie schon wirklich recht explizit behandelt werden (CN: häusliche Gewalt, Fehlgeburt). Ich bin hin- und hergerissen in meiner Bewertung. Das Buch ist kurz gehalten, bei einem deutlich höheren Seitenumfang hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten. Denn so spannend die Themen auch sind, die Figurenzeichnung und der verwendete Ton sind schon Gewöhnungssache. Sarkastische Texte mag ich durchaus, hier war es mir an einigen Stellen etwas zu viel bzw. konnte ich die Figuren dadurch nicht wirklich in der Tiefe greifen. Andererseits wurde durch die sarkastische und überspitzte Darstellung der Gedanken in meinen Augen sehr gut herausgestellt, wie absurd ein Leben im Patriarchat sein kann und wie unbegreiflich manche Schutzmechanismen von Betroffenen sind (ohne das kritisieren zu wollen). Die jeweiligen Enden der Geschichten sind eher offen, das mag ich schlicht nicht so. Allerdings: Feministischer Fortschritt ist auch noch nicht an seinem Ziel angelangt, von daher halte ich es für ein sinnvoll gewähltes Stilmittel. Ich mochte, dass die Figuren um verschiedene Ecken miteinander in Verbindung standen und dass die Männer nie namentlich genannt werden, hätte mir aber eine stärkere Solidarität unter den Frauen gewünscht. Wer kein Problem mit Sarkasmus hat und etwas Kurzweiliges sucht, bei dem mensch trotzdem ab und zu um die Ecke denken muss, kann dem Buch ruhig eine Chance geben.

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