Charlotte und ihre kleine Schwester Emma träumen davon, fliegen zu können. Und tatsächlich wird ihr Wunsch wahr, als sie eines Tages auf dem Schulweg einem Jungen begegnen, der ihnen das Fliegen beibringt. Die beiden sind begeistert, denn mit ein wenig Übung können sie ebenso am Himmel schweben wie die Vögel. Als der Junge sogar ihrer ganzen Klasse das Fliegen lehrt, nimmt der Sommer eine außergewöhnliche Wendung: Gemeinsam fliegen sie alle ans Meer, veranstalten Picknicks und gleiten im Mondlicht über die Wälder. Doch die nachdenkliche Charlotte ahnt, dass der Junge etwas verbirgt. Denn keiner der Erwachsenen kann ihn sehen. Und als der Sommer sich dem Ende neigt, enthüllt der Junge ein Geheimnis, das alles verändern wird … Ein Klassiker der britischen Kinderliteratur und eine wunderbar zeitlose Geschichte über das Erwachsenwerden, mit stimmungsvollen, poetischen Bildern illustriert von Barbara Yelin.
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Sie flogen einen Sommer lang
von Penelope Farmer, Barbara Yelin, Claudia Feldmann
Charlotte und ihre kleine Schwester Emma träumen davon, fliegen zu können. Und tatsächlich wird ihr Wunsch wahr, als sie eines Tages auf dem Schulweg einem Jungen begegnen, der ihnen das Fliegen beibringt. Die beiden sind begeistert, denn mit ein wenig Übung können sie ebenso am Himmel schweben wie die Vögel. Als der Junge sogar ihrer ganzen Klasse das Fliegen lehrt, nimmt der Sommer eine außergewöhnliche Wendung: Gemeinsam fliegen sie alle ans Meer, veranstalten Picknicks und gleiten im Mondlicht über die Wälder. Doch die nachdenkliche Charlotte ahnt, dass der Junge etwas verbirgt. Denn keiner der Erwachsenen kann ihn sehen. Und als der Sommer sich dem Ende neigt, enthüllt der Junge ein Geheimnis, das alles verändern wird … Ein Klassiker der britischen Kinderliteratur und eine wunderbar zeitlose Geschichte über das Erwachsenwerden, mit stimmungsvollen, poetischen Bildern illustriert von Barbara Yelin.
Aktuelle Rezensionen(1)
Von der Angst, erwachsen zu werden Das Kinderbuch „Sie flogen einen Sommer lang“ von Penelope Farmer erzählt von der zwölfjährigen Charlotte, die eines Tages einem geheimnisvollen Jungen begegnet. Er bringt ihr das Fliegen bei – kurz darauf auch ihrer jüngeren Schwester und nach und nach den anderen Kindern der Klasse. Die Erwachsenen dürfen davon nichts erfahren, denn sie können nicht fliegen und würden es bestimmt verbieten. So verbringen die Kinder die gesamten Sommerferien fernab von Eltern und anderen Erwachsenen, nur um gemeinsam zu fliegen und ihre Freiheit auszukosten. Obwohl es kleinere Spannungen gibt – etwa als Thomas „Totty“ beginnt, die Autorität des Jungen in Frage zu stellen und Antworten auf die nie ganz geklärten Fragen nach seiner Herkunft verlangt –, lebt das Buch vor allem von seiner fast traumhaften Atmosphäre. Es vermittelt das Gefühl eines idealisierten Kindheitssommers, voller Freiheit, Geheimnisse und Abenteuer, von dem allen Beteiligten bewusst ist, dass er nie wiederkehren wird. Am letzten Ferientag offenbart der Junge schließlich sein Geheimnis: Er möchte die Kinder mitnehmen, besonders Charlotte. Bei ihm könnten sie für immer Kinder bleiben und weiterhin fliegen. Der Preis dafür wäre jedoch, ihre Familien niemals wiederzusehen. Charlotte ist die Einzige, die sich offen dagegen ausspricht und die anderen Kinder zur Vernunft bringt. Am Ende verabschieden sie sich von dem Jungen – nur ein Mädchen fliegt mit ihm fort, weil sie ihrem traurigen Leben bei einem lieblosen Onkel entkommen möchte. Der Wunsch fliegen zu können fasziniert mich seit meiner Kindheit, weshalb ich Bücher zu diesem Thema besonders gern lese. Die Geschichte erinnert mit ihren Motiven des Fliegens und der ewigen Kindheit stark an „Peter Pan“. Farmer gelingt es, die unterschiedlichen Charaktere der Kinder glaubhaft anzudeuten, auch wenn ich emotional vor allem mit Charlotte und dem geheimnisvollen „Vogeljungen“ mitgefiebert habe. Zwar ist „Sie flogen einen Sommer lang“ als Kinderbuch eingeordnet, doch seine Themen machen es letztlich alterslos. Die Sehnsucht nach Freiheit, die Angst vor Veränderung und die Frage, wohin man eigentlich gehört, dürften Leser jeden Alters berühren. Die Illustrationen des Buches sind hübsch. Schade nur, dass sie nicht farbig gedruckt wurden – das hätte die verträumte Atmosphäre noch stärker unterstrichen und das Buch insgesamt aufgewertet.