Geschickt verknüpft Walsh die Ereignisse der Vergangenheit, die Auswirkungen bis in die Gegenwart haben, hält die Spannung lange aufrecht.
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Schneesturm
von Tríona Walsh, Birgit Schmitz
Geschickt verknüpft Walsh die Ereignisse der Vergangenheit, die Auswirkungen bis in die Gegenwart haben, hält die Spannung lange aufrecht.
Aktuelle Rezensionen(4)
Themen: Murder Mystery, Stalking, Freundschaft, Lügen, Geheimnisse Kurzmeinung: An sich ein guter Spannungsaufbau, doch leider etwas vorhersehbar. Rezension: "Schneesturm" lag schon eine Weile auf meinem SuB, ehe ich mich für das Hörbuch entschieden habe, damit das Buch nicht noch ein Jahr verstaubt. Und ich muss sagen, dass ich das Hörbuch sehr mochte. Christiane Marx liest sehr ansprechend und spannungsvoll, die düstere Atmosphäre wird gekonnt vermittelt. Die Handlung nimmt nur langsam an Fahrt an und trotzdem wurde es nie zu langatmig. Stattdessen kommen immer mehr Fragen auf, jede:r wirkt irgendwann verdächtig, sodass es bis zum Schluss spannend bleibt. Letztlich muss ich aber sagen, dass es etwas vorhersehbar war und ich über die Täterenthüllung und den Zusammenhang mit der Vergangenheit nicht ganz so überrascht war. Ich mochte aber den Erzählstil und die Beschreibungen, wie das Misstrauen zwischen den Freund:innen immer weiter wächst. Immer wieder kam die Frage auf, wer lügt und wem man trauen kann, sodass der Mystery-Faktor bis zum Ende hin gegeben war. Auch wenn ich das Ende erahnt habe (aber auch nicht von Anfang an), wurde ich bis zum großen Finale gut unterhalten. "Schneesturm" ist ein gelungener Thriller, ohne Blutrünstigkeit, aber einem schleichenden Spannungsaufbau, der Gänsehaut beschert.
Die Idee war schön, die mordende Person aber von vornherein ersichtlich.
3.5 ★
Vielleicht hätte mich schon die unpassende Aufmachung abschrecken sollen... Ich habe selten einen so vorhersehbaren Plot erlebt. Dazu kam eine klischeehafte und sehr flache Figurenzeichnung. Cara, die Hauptfigur ist zunächst selten dämlich und scheint die einfachsten, extrem offensichtlichen Zusammenhänge nicht zu begreifen um dann plötzlich Madame Superschlau zu sein und alles auf einem Silbertablett zu präsentieren. Das mag in anderen Romanen funktionieren, aber hier ist es der Autorin definitiv nicht gelungen das zu einem glaubwürdigen Abschluss zusammen zu fügen. Zu Mal sowieso recht durchschaubar war, was in der Vergangenheit wirklich passiert ist, und wie die restlichen Ereignisse und der Mord damit zusammenhängen. Das ganze hätte vielleicht noch gerettet werden können, wenn Atmosphäre aufgekommen wäre. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, Aber für mich kam überhaupt keine winterliche Stimmung auf. Die Handlung spielt ja wärend eines Schneesturms auf einer deshalb abgeschotteten Insel. Aber Kälte? Echte Gefahren? Fehlanzeige. Und die alte Freundschaft der Clicque? Ehrlich gesagt, merktem an nicht mal, das sie sich vor zehn Jahren mal gut gekannt haben dürften. Es wird auch hier zwar viel erzählt, aber wenig wirklich gezeigt. Die Figuren agieren so vor sich hin. Es verwebt sich aber nicht zu einem echten gemeinsamen agieren oder umeinander herum tänzeln. Klar, es soll auch erzählt werden, das sich die alte Freundschaft längst aufgelöst hat. Aber auch dann sollte man merken, das es einmal anders war. Doch solche feinen Nuancen kann die Autorin meiner Meinung nach einfach nicht darstellen. Die Auflösung: Viel zu konstruiert. Ich finde die Autorin hat sich zu sehr darin verstrickt, verworrende Plotteile zusamen zu basteln. Auch hier blieb Spannung auf der Srecke. Stattdessen wird schnell noch aus dem Nichts (und auch nicht nachfühlbar) ein bisschen Romantik miteingestreut, etwas aufgesetzt wirkende Trauer am Grab und dann eine überkonstruierte Auflösung zu präsentieren, die mir nur noch ein Augenrollen entlockt hat. Das war mit Abstand einer der schlechtesten Thriller, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.