Empfehlungen basierend auf "Schelmpflicht Wortspiel ist Reinmeingebiet"
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von Selma Meerbaum-Eisinger
Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.
von Else Lasker-Schüler
Gottfried Benn nannte sie »die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Ihre Gedichte beschwören in üppiger, prunkvoller und zugleich zarter Sprache die Poetisierung des Lebens in sich verdunkelnder Zeit. Die jüdischen und orientalischen Phantasien, ihre Masken und Rollen als Prinz Jussuf von Theben, Tino von Bagdad oder der ›Malik‹ haben jedoch nie ihre Klarsicht getrübt, bis hin zum letzten berühmten Gedichtband »Mein blaues Klavier«, 1943 im Jerusalemer Exil erschienen. Die vorliegende Edition stellt das lyrische Gesamtwerk Lasker-Schülers vollständig und in chronologischer Ordnung vor. Jedem Gedicht werden detailreiche Informationen beigegeben: über den (auto)biographischen Hintergrund der mit der Bohème und dem Berliner Kulturbetrieb der Weimarer Zeit vernetzten Dichterin wie auch zum breiten Anspielungshorizont der jüdischen Tradition. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin
von Eugen Gomringer
1972 erstmals erschienen, ist der Band »konkrete poesie« längst selbst ein maßgebender Bestandteil der Geschichte dieser avantgardistischen Lyrikform nach dem Zweiten Weltkrieg geworden. Eugen Gomringer, Mitbegründer der Konkreten Poesie und Herausgeber der Anthologie, legt nun eine erheblich erweiterte Neuausgabe vor. Sie macht augenfällig, dass diese Form der Poesie, die mit der Sprache spielt, auch im 21. Jahrhundert höchst lebendig ist. Neu aufgenommene Autorinnen und Autoren sind: Hannes Bajohr, Ute Bernhard, Friedrich W. Block, Ingrid Isermann, Michael Lentz, Cia Rinne, Axel Rohlfs, Volker Seitz.
von Holm-Uwe Burgemann, Tanasgol Sabbagh, Heike Geißler, Enis Maci, Eva von Redecker, Moshtari Hilal, Sinthujan Varatharajah, Judith Schalansky
»Es ist möglich, liebe Leserin, die du dieses Buch zum ersten Mal beginnst, schreibe ich, bevor ich hier anfange, sich die Welt als eine gläserne Vase vorzustellen, für die es zwei Zustände gibt: zuerst den intakten, in der sie noch Blumen hält und in dem sich das durch sie hindurchgehende Licht sanft zum Regenbogen bricht; und dann jenen zersprengten, in dem Scherben den Boden übersäen wie die Überreste kleiner Muscheln den Strand. Eine Literatur, die aus der Geschichte kommt, um unsere Gegenwart zu beschreiben, müsste beantworten, was hier geschehen ist. Ihre Aufgabe bestünde in einer Scherbenlese; während es nun in deinen Händen liegt, die Scherben neu zusammenzusetzen.« Denn wohin wir in diesen Tagen auch schauen, die Verhältnisse sind längst ermattet. Die Vase, die eben noch Blumen hielt, ist nicht mehr, das Licht hat sich zerstreut. Beständig scheinen wir unter dem Eindruck jener endlosen Krise zu leben, die mit dem Anthropozän gleichbedeutend geworden ist: Der Mensch leidet unter seiner eigenen Gegenwart. Und doch erzählen die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht zuerst von jener planetaren, moralischen oder seelischen Erschöpfung, die wir landläufig damit verbinden. Sie handeln davon, was es braucht, um zu erzählen von dieser Welt, die nicht mehr ist, was sie nie war und niemals jemals sein wird. Dieses Buch entstand anlässlich von TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, einem Literaturfestival, das ein Mal im Jahr von PRÄPOSITION und dem Klingspor Museum in Offenbach am Main veranstaltet wird. Das Format, der Farbraum, die Materialität und die strenge Mittelachse seiner Texte erinnern an Taschenbibel und ästhetisches Manifest gleichermaßen. So hinterlassen uns die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht nur eine melancholische Beschreibung dieser unruhigen Zeit, sondern auch eine hoffnungmach- ende Aussicht: »Man wird daraus einmal alle Konsequenzen ziehen.« 224 Seiten, 12 x 18 cm fadengeheftete Klappenbroschur Salzer EOS blauweiß 1,75-fach 90 g/m² Peyer Peydur Feinleinen 220 g/m² Sonderfarben Pantone Neon-Orange und Bronze-Metallic Artwork: Ruth Roxane Eckrich Custom Type Design: Laucke Siebein Schriften: Oracle Triple (ABC Dinamo), Shinka Mono (Aeiou Tools)
von Erich Kästner
Die Klassiker der deutschen und weltweiten Literatur in einer einzigartigen Reihe. Lesen Sie die besten Werke großer Schriftsteller und Autoren auf Ihrem Kindle Reader. Digital überarbeitet und in allerbester Qualität.Eine Sammlung der schönsten Gedichte des bekannten deutschen Dichters.
von Wolfram Groddeck
Interpretationen zu: Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehen ... - Fortgehn - Karussell - Orpheus, Euridike, Hermes - Archaischer Torso Apollos - Der Blinde - Der Ball - An Hölderlin - Die achte Elegie - Die zehnte "Duineser Elegie" und zwei der "Sonette an Orpheus" (I,11 und II,1).
von Dorothy Parker
Dorothy Parker verkörpert alles, was man gemeinhin mit New York in Verbindung bringt: Rastlosigkeit und Moderne, Esprit und Erfolg, aber auch Härte, Grausamkeit und Einsamkeit. Dorothy Parker ist die New Yorker Schriftstellerin schlechthin. Dorothy Parkers Gedichte sind stets ein Zusammenspiel aus Witz und Melancholie, aus Trauer und Scherz, aus Pathos und Spott. Ebenso wie ihre Erzählungen zeichnet sich ihre Lyrik durch einen charakteristischen Mix aus Selbstmitleid und Zynismus aus. Ein Abgleiten in Kitsch vermeidet sie durch Schnoddrigkeit und Ironie.
von Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke, geborenam 4. Dezember 1875 in Prag. Nach dem Besuch der Piaristen-Schule in Prag, der Kadettenschule in St. Pölten, der Militäroberrealschule in Mährisch-Weißkirchen und der Handelsakademie in Linz Studium in Prag und München; 1897 Übersiedlung nach Berlin. 1900 Anschluss an die Worpsweder Malerkolonie und Heirat mit der Bildhauerin Clara Westhoff. Fortsetzung seiner ausgedehnten Reisen u. a. nach Paris, Rom, Capri, Tunis und Spanien sowie Aufenthalt auf Schloss Duino als Gast der Fürstin Marie von Thurn und Taxis. Während des Ersten Weltkriegs lebte Rilke vor allem in München und ab 1919 in der Schweiz, wo ihm Freunde den Turm des Schlosses Muzot als Wohnung zur Verfügung stellten. Er starb am 29. Dezember 1926 in einem Sanatorium in Valmont bei Montreux. Ulrich Häussermann, geboren 1928, langjährige Tätigkeit in der Lehrerausbildung des Goethe-Instituts, zahlreiche Fachpublikationen und Lehrbücher zur deutschen Sprache und Literatur. Daneben Veröffentlichungen auf literaturgeschichtlichem und kunstwissenschaftlichem Gebiet. Im Aufbau-Verlag erschien 2000 der von ihm herausgegebene Band "Rainer Maria Rilke: Hundert Gedichte".
von Ulla Hahn
Liebeslyrik, die bleibtUlla Hahn gehört zu den beliebtesten Lyrikern der Gegenwart. Schon „Herz über Kopf”, ihr 1981 erschienener erster Gedichtband, fand begeisterte Leserinnen und Leser. Mit großer Lust führt die Autorin darin die Spielarten der Liebe vor und schlägt einen Bogen vom Allerprivatesten, der Liebe zwischen Mann und Frau, zum Alleröffentlichsten, der Liebe zum Menschen und zum Leben. Damals wie heute sind die bildkräftigen Gedichte poetischer Ausdruck für unsere modernen Liebes- und Lebenssituationen und wieder und wieder lesenswert.Ulla Hahns Debütband, für den die Autorin mit dem renommierten Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet wurde, liegt nun in geschmackvoller Neuausgabe vor.
von Rilke, Rainer Maria, Häussermann, Gisela, Häussermann, Ulrich
Deutschsprachiger Autor (1875-1926). - Die hundert schönsten Rilke-Gedichte. Im Mittelpunkt der von Gisela und Ulrich Häussermann herausgegebenen Sammlung stehen die Gedichte aus Rilkes früher und mittlerer Lebenszeit: Sie laden den Leser ein, mitzuhören auf die Stimmen und hintergründigen Töne im Herbsttag, den geschmeidigen Schritten des Panthers zu folgen, mitzugehen auf den Spuren eines Mädchens, dessen Weg ein frühes Gedicht zeichnet. Bilder und Beobachtungen, Farben und Klänge erfreuen jeden, der sich diesen Versen unbefangen nähert.