Empfehlungen basierend auf "Schau mir in die Augen, Dürer! Die Kunst der Alten Meister erklärt von Susanna Partsch"
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von Judith Mackrell
Heute ist das Guggenheim-Museum eine der touristischen Hauptattraktionen Venedigs. Dieser reich bebilderte Band erzählt erstmals die spannende Geschichte des Palazzos. Die Millionenerbin und Mode-Ikone Luisa Casati, die Salonnière Doris Castlerosse und die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim machten ihn zum glamourösen und berüchtigten Treffpunkt der internationalen Künstlerszene und der High Society: Man Ray, Pablo Picasso, Cole Porter und Yoko Ono u. v. a. gingen hier ein und aus. Das Porträt einer singulären Stadt, die Geschichte eines außergewöhnlichen Hauses und dreier atemberaubender Frauen
von Kei Ohkubo
Arte ist eine junge Adlige, die im Florenz des 16. Jahrhunderts – der Geburtsstunde der Renaissance – lebt. Eine junge Frau mit einem großen Traum: Sie will Malerin werden. Doch in diesem Jahrhundert ist das alles andere als normal – geschweige denn möglich für eine Frau von adligem Stand. Maler zu werden, ist allein Männern erlaubt! Doch Arte will das nicht akzeptieren und beginnt ihren Kampf gegen die Diskriminierung – mit harter Arbeit und ihrer immer positiven Art! Ein Votum für die Gleichberechtigung und die schönen Künste, das auch als Anime-Serie umgesetzt wird.
von Walter Benjamin
Als Walter Benjamin diesen Aufsatz 1936 im Pariser Exil in französischer Übersetzung publizierte, blieb das erhoffte Echo aus. Inzwischen gehört er zum Kanon der Ästhetik, der Medienwissenschaft und der politischen Theorie. Die Abhandlung, die in ihrem Kern von einer weltgeschichtlichen Krise der Tradition handelt, hat paradoxerweise den Status eines klassischen Textes gewonnen, der selbst zum festen Bestand der Überlieferung gehört. Der Text der vorliegenden Ausgabe wurde am Nachlass überprüft. Besonders interessante Alternativversionen einiger Abschnitte werden im Anhang wiedergegeben. Ein Zeilenkommentar und ein Nachwort geben wertvolle Verständnishilfen.
von Anka Muhlstein
Seine Werke schmücken die großen Museen weltweit: der Maler Camille Pissarro (1830-1903) war einer der Begründer der seinerzeit revolutionären französischen Malschule, die sich gegen die Sehkonventionen der akademisch-realistischen Malerei wandte. Er war eng befreundet mit Monet und Renoir, Mary Cassatt und Berthe Morisot, Unterstützer von Cézanne, Gauguin und van Gogh und wurde als der Älteste der Gruppe von seinen Freunden liebevoll »Vater des Impressionismus« genannt. Und doch fühlte er sich zeitlebens auch als Außenseiter in der Künstlerszene. Auf einer Antilleninsel in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren, prädestinierte den jungen Mann nichts dazu, Maler zu werden. Die Kunstkennerin und Historikerin Anka Muhlstein zeichnet ein facettenreiches, intimes Porträt dieses unabhängigen Geistes und großen Malers. Pissarros berühmte Stadtbilder von Paris, seine Bilder der Landschaft um den Ort Pontoise bei Paris, wo er mit seiner Familie lebte, seine neuartigen Porträts von Frauen und Männern bei der Arbeit auf dem Feld: all das erscheint mit Kenntnis von Pissarros Lebensweg und unermüdlichem Kampf für die Anerkennung seiner Kunstauffassung in neuem Licht. Dabei stützt sich die Biografin unter anderem auf Pissarros umfangreiche, sehr persönliche Briefwechsel mit Malerkollegen und mit seinen Söhnen, die ebenfalls Maler wurden. So wurde der Vater des Impressionismus auch zum Patriarchen einer Künstlerfamilie.
von Otl Aicher
Otl Aichers Texte sind Erkundungen einer "Welt als Entwurf". Sie gehören substantiell zu seiner Arbeit. In der Bewegung durch die Geschichte von Denken und Gestalten, Bauen und Konstruieren versichert er sich der Möglichkeiten, die Existenz menschlich einzurichten. Nach wie vor geht es um die Frage, unter welchen Voraussetzungen Zivilisationskultur herstellbar ist. Diese Voraussetzungen müssen erstritten werden gegen scheinbare Sachzwänge und geistige Ersatzangebote.Otl Aicher streitet gern. So enthält dieser Band neben Berichten aus der Praxis und historischen Exkursen zu Design und Architektur auch polemische Einlassungen zu kulturpolitischen Themen. Mit produktivem Eigen-Sinn streitet Aicher vor allem für die Erneuerung der Moderne, die sich weitgehend in ästhetischen Visionen erschöpft habe. Noch immer sei der "Kultursonntag" wichtiger als der Arbeitsalltag.Wolfgang Jean Stock
von Giorgio Vasari
Aus Vasaris »Lebensbeschreibungen«, der ältesten Kunst- und Künstlergeschichte (Ausgabe von 1568), sind die drei Renaissance-Genies herausgegriffen, in denen nicht nur er die Vollendung einer Entwicklungsgeschichte der Kunst sah: der zukunftweisende Erfinder Leonardo, der »göttliche« Michelangelo und »il graziosissimo« Raffael.
von Friedrich Dönhoff
»Das Publikum spürt, ob du wahrhaftig bist oder nicht, egal, ob du vor drei Menschen auftrittst oder vor tausend.«
von Aldo Rossi
Aldo Rossi verfolgte in seiner 1966 erschienen Publikation L’Architecttura della Città die städtebauliche Entstehung und Entwicklung der großen europäischen Metropolen und legte damit seine Theorie zum Umgang mit den historisch gewachsenen Strukturen dar. Die 1973 in der Reihe der Bauwelt Fundamente erstmals erschienene deutsche Ausgabe gehört bis heute zur Pflichtlektüre für Studierende, Architekten und an der Architektur Interessierte.
von G.E. Lessing
In seiner 1766 erschienenen kunsttheoretischen Schrift 'Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie' arbeitet Gotthold Ephraim Lessing die grundlegenden künstlerischen Unterschiede zwischen bildender Kunst und Literatur heraus und greift damit in die ästhetischen Diskussionen seiner Zeit ein. Er wendet sich gegen die Auffassung, nach der ein Gegenstand poetischer Beschreibung nur dann als schön gilt, wenn er auch als Plastik oder in einem Gemälde dargestellt werden kann. Ausgehend vom Vergleich zwischen der spätantiken Laokoon-Gruppe und Vergils Erzählung der Ereignisse um Laokoon in der 'Aeneis' leitet Lessing ab, dass die Poesie die geistigere und weitere Kunst sei und dass ihr die Vorrangstellung gegenüber der bildenden Kunst zukomme. Lessings 'Laokoon' stieß auf lebhafte Resonanz und hatte einen großen Einfluss auf die bildenden Kunst und die Kunsttheorie. Mit einem Nachwort von Ingrid Kreuzer.
von Paul Zanker
Unter Augustus entsteht in Rom ein Herrschaftsmythos, der die gesamte Bilderwelt der Epoche prägt. Nicht nur die Kunstwerke unterliegen der bestimmenden Kraft dieses Mythos; alle Arten sozialer Begegnung, die sich zu Bildern verdichten: religiöse Rituale, Staatsakte, Geselligkeit werden geformt.Moderne Erfahrung würde hier die Wirkungen eines Propagandaaparates vermuten.Was sich tatsächlich ereignete, zeigt Paul Zanker in einem Buch, das unerwartete Einblicke in die Gesellschaft des augusteischen Zeitalters und ihre Mentalität bietet und das zu lesen ein intellektuelles Vergnügen ist.