3.4

Ruhm; Ein Roman in neun Geschichten (German Edition)

von Daniel Kehlmann

Format:Hardcover

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten, nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein bekannter Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen, ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Ein weltweit gelesener Esoterik-Guru steht kurz vor dem Selbstmord, eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen Arbeit und Verstand.Neun Episoden ordnen sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild: ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen, ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
208 SeitenHardcover
Erschienen an: 2009-01-19

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.4(43 ratings)
Luis ALVRezension von Luis ALV

Was für ein großartiges, spannendes und spaßvolles Buch! Ralf Tanners und Mollwitz waren meine Lieblingserzählungen. Eine Gefühlen von Absurdität und Verzweiflung durchdringt alle Erzählungen, besonders Auristos Blancos Geschichte. Aber alle sind sehr grauhaft, richtig angeschaut. Das ist nicht ein Buch wie _Martian Chronicles_, wo eine Geschichte durch Zeit erzählt wird, sondern eine fast gleichzeitige Tableau Vivant gezahlt wird. Der Boss und seine Affäre haben alle diese Geschichten ausgebrochen, und minimal Details aus eine davon sind noch andere Ausbrechungen anderer Erzählungen. Mein Lieblings von Kehlmann.

sinniRezension von sinni

MEISTERWERK

KiraRezension von Kira

Sorry aber nein… Das allerschlimmste war für mich definitiv das Kapitel "Ein Beitrag zur Debatte", welches aus der Sicht eines Bloggers stattfindet. Das ganze Kapitel ist aus seiner Sicht in der "Jugendsprache" geschrieben, und das war das Schlimme

BiankaRezension von Bianka

Ein Roman in neun Geschichten. Ich habe bisher noch nicht erlebt, wie ein Autor neun verschiedene Seiten von sich zeigen kann. Daniel Kehlmann schreibt unterhaltsam, temporeich, humorvoll, schwunghaft, heiter und leicht zugänglich. Andererseits kam es mir teilweise sogar unheimlich und schauderhaft vor, wie er die einzelnen Kurzgeschichten miteinander verwebt, ohne, dass der Leser erahnen kann, was als nächstes passiert - was am Ende aus den Protagonisten wird. Ich hatte noch nie einen so verrückten Traum, wie in der Nacht nach dem Lesen dieses Buches. Dabei wirkt das Buch und auch die ersten Erzählungen eher unscheinbar und leicht, jedoch sind sie in ihrer Tiefe gesehen so viel eindrucksvoller, so intelligent verknüpft und besonders. Zum Inhalt will ich gar nicht viel sagen, denn am Ende bleibt dem Leser sowieso nur ein großes Fragezeichen im Kopf übrig, welches aber sowas von zum Weiterdenken anregt. Dieses Buch lässt mich auch heute noch nicht los - eine großartige Leistung! Ein Kritikpunkt ist für mich allerdings, dass ich vom großen deutsch-österreichischen Autor noch etwas mehr erwartet habe und ich glaube, dass sein Meisterwerk noch in eines seiner anderen Werke schlummert und von mir gelesen werden will! Ein kurzer, aber aussagekräftiger und intensiver Roman und deswegen auch definitiv empfehlenswert.

Hannah  HärtlRezension von Hannah Härtl

Zugegebenermaßen hatte ich doch einige Erwartungen an Kehlmanns "Ruhm" 👍. Besonders aufgrund des immensen Lobes auf der Rückseite des Buches 🤓. Relativ schnell wurde mir klar, dass sich der Roman aus 9 Kurzgeschichte zusammensetzt, die alle irgendwie miteinander zu tun haben 😊. Das ist zwar durchaus interessant aber meiner Meinung nach bei weitem nicht so genial umgesetzt, wie auf dem Buchumschlag angekündigt. Allgemein müsste man eigentlich jede einzelne Geschichte unabhängig bewerten, da sie sich sowohl inhaltlich aber auch durch den Schreibstil enorm unterscheiden. Leider 😡. So mangelt es besonders dem Teil um den Internetblogger, der in vermeintlichem "Blogger-Deutsch" geschrieben wurde, enorm an Authentizität. Dass da kein Lektor eingegriffen hat, verstehe ich nicht! Sowas von drüber das ganze Kapitel! Ich dachte wenn ich noch einmal "voll Container" lese, versenke ich das Buch auf direktem Wege im Meer 🆘🆘. Die anderen Geschichten fand ich allerdings sehr interessant und reivoll, wobei es mir besonders die Episode um die Dame, die sich auf den Weg zur Sterbehilfe in die Schweiz macht, angetan hat 👍. An dieser Stelle fand ich übrigens auch die Verknüpfung zu einer anderen Kurzgeschichte genial 😉. https://einweitererliteraturblog.wordpress.com/ https://www.instagram.com/buechergeblaetter/

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