Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist.
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Roxy
von Neal Shusterman, Jarrod Shusterman
Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Isaac ahnt nicht, dass Roxy kein normales Mädchen ist, sondern eine Droge, hergestellt in einem Labor, um die Menschen von ihrem Schmerz zu befreien. Und Millionen Menschen lieben sie dafür. Doch das ist Roxy nicht genug. Sie will beweisen, wie tödlich sie ist.
Aktuelle Rezensionen(3)
Mir hat die Idee, aus Sicht der Drogen zu schreiben sehr gefallen. Irgendwo fühlt man sich sogar schlecht für Addison, anfangs vielleicht sogar für Roxy, weil man weiß, sie können nicht anders handeln. Andererseits gibt es dann Figuren wie Al oder Hiro, die gar nicht versuchen menschlich zu wirken und die negativen Eigenschaften der Drogen extrem gut “verkörpern”. All das um zu sagen: Wenn ich mir vorstelle, wie sich Drogen als Menschen verhalten würden, wäre es genau so, wie im Buch beschrieben. Den Verlauf der Geschichte fand ich spannend aufgebaut, auch das Konzept der Party ließ sich einfach erschließen. Ich musste allerdings mehrmals im Buch nachschlagen, welcher menschliche Name zur welcher Droge gehört, und wie die Hierarchie aussah. War okay, hat aber natürlich manchmal den Lesefluss etwas gestört. Besonders wenn der Name gar nicht aufgelistet war und man erstmal rätseln musste, zu welcher Droge er wohl gehören könnte. Dann gibt es noch Isaac und Ivy, die beiden Protagonisten, wobei ich Ivy als Person viel spannender fand als Isaac. Bei Ivy ist der Konflikt und ihre Motivation sofort klar, bei Isaac könnte man fast denken, es gibt keine Motivation für ihn, die Droge zu nehmen (wobei das vielleicht auch viel realistischer ist, Sucht kann nunmal jeden treffen). Der Leistungsdruck den Isaac am Anfang spürt, ist nicht so klar definiert wie der bei Ivy. Hätte mir da etwas mehr gewünscht. Und weil es ein Jugendbuch ist, darf natürlich die extrem klischeehafte Jugendsprache nicht fehlen. Wirklich mein einziger fetter Minuspunkt, der aber nicht nur ein Problem mit diesem Buch, sondern mit fast jedem Buch in dem Genre ist. Würde es weiterempfehlen, aber mit der Anekdote, dass sehr viel Fokus auf einer Liebesgeschichte mit zwei sehr leicht vergessbaren Charakteren liegt. Denn ich verstehe, warum Roxy im Fokus steht, aber für mich war sie einer der uninteressantesten Figuren im Buch. Ich fand ihr Ende ganz gut. Und obwohl man schon das ganze Buch über weiß, was am Ende passieren wird, hat es mich trotzdem berührt, weil man an die Betroffenen denkt. Deswegen war der Epilog sehr treffend und teilweise sogar emotional.
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/07/08/roxy-ein-kurzer-rausch-ein-langer-schmerz/ Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – dieses Buch hat mich komplett überrascht. Ich wusste nicht einmal, dass es existiert, und frage mich wirklich, wie es mir bisher entgehen konnte. Als großer Fan von Neal Shusterman war es für mich eigentlich keine Frage, ob ich es lesen würde – ich lese sowieso alles, was er schreibt. In diesem Fall bin ich komplett ohne Vorwissen eingestiegen, nicht einmal den Klappentext hatte ich gelesen, was ich meistens bewusst so halte. Besonders bei Neal Shusterman braucht es das auch nicht – seine Bücher sind immer eine Entdeckung für sich. Anfangs war ich etwas verwirrt, da mir nicht sofort klar war, wer der Erzähler ist und wie die Geschichte aufgebaut ist. Aber schon nach wenigen Seiten habe ich mich zurechtgefunden – und ab da war ich völlig gefesselt. Was Shusterman (zusammen mit seinem Sohn Jarrod) in "Roxy" gelungen ist, ist nicht nur ein eindrucksvoller Roman über Abhängigkeit und Drogenmissbrauch – es ist eine tiefgründige, kreative und vor allem erschütternd realitätsnahe Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Besonders beeindruckend ist die Art, wie die Substanzen personifiziert werden: Roxy (Oxycodon) tritt als verführerisch-dominante Figur auf, fast wie eine toxische Geliebte, während Addison (Adderall) eher kumpelhaft wirkt. Diese Darstellung ist unglaublich einprägsam und macht das komplexe Thema greifbarer, besonders für jüngere Leser:innen. Dabei ist das Buch alles andere als Moral erinnernd – es urteilt nicht, sondern erzählt. Es zeigt zwei unterschiedliche Wege in die Sucht: Ivy, die durch Leistungsdruck immer wieder zu Adderall greift, um die Erwartungen ihrer Eltern, der Schule und ihrer Freunde zu erfüllen. Ihre „Sucht“ ist psychologisch getrieben – sie glaubt, die Medikamente zu brauchen, um ihr „bestes Ich“ zu erreichen. Dabei trifft sie durchaus bewusste Entscheidungen, was das Ganze noch tragischer macht. Selbst wenn es „nur“ Paracetamol gewesen wäre – der übermäßige Gebrauch bleibt nicht ohne Folgen. Das Buch macht klar: Es geht nicht nur darum, was man nimmt, sondern warum. Auf der anderen Seite steht Isaac, dessen Weg in die Abhängigkeit viel körperlicher, unkontrollierter verläuft. Sein Körper übernimmt irgendwann die Kontrolle, und genau das zeigt, wie unterschiedlich Suchtverläufe aussehen können. Beide Geschichten sind intensiv, erschütternd und realitätsnah – und beide verdeutlichen, dass Drogenabhängigkeit nicht nur „die anderen“ betrifft. Auch kluge, leistungsstarke, „anständige“ Menschen können hineinrutschen – unter Druck, aus Überforderung, aus emotionaler Not. Die Nebenhandlung rund um die „Party“ der Substanzen, ihre Hierarchien, ihre Eigenheiten – das alles ist extrem kreativ umgesetzt und funktioniert hervorragend als Allegorie. Es gibt sogar eine Art Geschwisterbeziehung zwischen den Substanzen, bei der die „braven“ Medikamente den „abgerutschten“ Brüdern gegenüberstehen. Das wirft wichtige Fragen auf: Wer entscheidet, was gefährlich ist? Was passiert, wenn Hilfe zur Gewohnheit wird? Und wo liegt die Grenze zwischen Gebrauch und Missbrauch? Auch die Rolle der Eltern ist ein schmerzlicher, aber zentraler Aspekt. Es wird deutlich, dass sie nicht absichtlich versagen – aber ihr emotionales Fernbleiben, ihre fehlende Präsenz hinterlassen Spuren. Gerade das macht die Geschichte umso tragischer, weil niemand der „Böse“ ist – sondern alle Figuren in einem System gefangen sind, das von Erwartungen, Druck und Unsicherheiten geprägt ist. Fazit: „Roxy“ ist ein mutiges, originelles und tiefgründiges Buch, das ein sensibles Thema mit kreativer Kraft behandelt. Die Personifizierung der Substanzen als handelnde Figuren ist ein genialer Kunstgriff, der das Thema auf eine neue Ebene hebt. Gleichzeitig bleibt das Buch inhaltlich fundiert, psychologisch differenziert und emotional berührend. Es zeigt, wie subtil der Weg in die Abhängigkeit sein kann – und wie wichtig es ist, frühzeitig darüber zu sprechen. 5 von 5 Sternen!
Durch Friedelchens Bücherstube bin ich auf “Roxy“ aufmerksam geworden. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich überzeugt und wahnsinnig neugierig auf die Geschichte. Denn aus Sicht einer Droge habe ich noch kein Buch gelesen. Das Schreib-Duo Shusterman war mir dank “Dry“ auch schon bekannt, sodass ich wusste, dass mir der Stil gut gefällt. Perfekte Kombination von verschiedenen Aspekten, um dieses Buch lesen zu wollen. Der Einstieg Der Einstieg fiel mir leider nicht ganz so leicht. Ich wusste zwar, dass das Buch aus der Perspektive einer Droge geschrieben sein soll, aber das war natürlich sehr ungewohnt. Dadurch habe ich etwas länger gebraucht, um ein Gefühl zu bekommen, wann wir uns in der realen Umgebung befinden und wann eher in der Halluzination bzw. Vorstellung. Auch habe ich zu wenig Ahnung von dem Themengebiet, sodass ich manche Namen der Drogen einfach nicht zuordnen konnte. Ab und zu wäre es aber hilfreich gewesen, wenn man etwas über die Zusammenhänge erfahren hätte, damit sich der Sinn mehr erschließt. Aufbau des Buches Allgemein ist das “Roxy“ so aufgebaut, dass die Sicht eigentlich regelmäßig wechselt. Die meiste Zeit dreht sich zwar um die zwei Menschen Isaac und Ivy, die Geschwister sind. Beide haben aber eine Verbindung zu je einer Drogenart. Diese haben auch ganz normale menschliche Namen und auch aus deren Perspektive wird erzählt. Es kann also vorkommen, dass ein Kapitel aus vier verschiedenen Sichten beschrieben wird. Zwischendurch gibt es noch Einschübe, wo wir teilweise andere Drogen kennenlernen. Auch hier erfährt man den menschlichen Namen, mit denen ich oft keine Verbindung ziehen konnte. Bei den Einschüben wird aber zum Glück auch die chemische Bezeichnung integriert, sodass ich online danach suchen konnte. Mein Suchverlauf der letzten Tage ist dementsprechend etwas anders als sonst. Was ich auch sehr interessant fand: Zu Beginn eines Kapitels werden bestimmte Buchstaben etwas anders formatiert, sodass sie ein Wort oder eine Wortgruppe ergeben. Anfangs zäh, später spannend Nach den anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich dann irgendwann der Handlung besser folgen und habe zumindest mit den meisten Charakteren etwas anfangen können. Trotzdem zog sich die Geschichte leider an einigen Stellen etwas. Es soll zwar dargestellt werden, wie sich die Sucht zu Roxy z. B. entwickelt, aber ich hatte das Gefühl, dass es extra in die Länge gezogen wurde. In meinen Augen hätten manche Szene etwas abgekürzt werden können. Gegen Ende des Buches war das nämlich komplett anders. In den letzten Kapitel baut sich alles zu dem großen Höhepunkt auf. Da kam alles Schlag auf Schlag und ich selbst war dann endlich gebannt. Denn ich wollte ja wissen, wie der Kampf endet, wer gewinnt und wer verliert. Das wurde sehr gut dargestellt und ich konnte hier viel besser zwischen Realität und Vorstellung unterscheiden. Auch die Auflösung war sehr interessant und hat mir gut gefallen. Interessante Charaktere Die Charaktere fand ich gut gewählt. Ivy und Isaac sind eigentlich sehr gegensätzliche Geschwister. Während der Handlung wandeln sich beide in das jeweilige Gegenteil des anderen, sodass unterschiedliche Entwicklungen sichtbar werden. Für mich nicht ganz so logisch waren die Reaktionen ihrer Eltern, die hier sicherlich mit deren eigenen Sorgen begründet werden. Auch Roxy und Addison, die eine große Rolle spielen, waren interessant gestaltet. Beide sind eigentlich Drogen und bekommen hier sozusagen eine menschliche Hülle. Die Eigenschaften des jeweiligen Mittels wurden aber sehr deutlich, auch ohne sich damit auskennen zu müssen. Das hat mir gut gefallen. Fazit Insgesamt ist “Roxy“ ein Buch, das ich gut fand. Zu Beginn hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, um meiner Verwirrung entgegen zu wirken und die Namen ihren jeweiligen zugehörigen Mitteln zuordnen zu können. Auch gab es ein paar Längen. Jedoch war das Ende sehr spannend und hat einen tollen Höhepunkt gehabt.